Info-Veranstaltungen im Theater

Glasfaser-Anschlüsse für Diepholzer: Ran an die Datenautobahn!

Infoveranstaltung zum Glasfaser-Ausbau in Diepholz unter Corona-Bedingungen: Von den 543 Sitzplätzen im Theater durften am Montagabend nur zehn Prozent genutzt werden, jede zweite Sitzreihe war gesperrt. Auf der Bühne standen Bürgermeister Florian Marré, Claudia Pelzl (GVG / „Nordischnet) und Günter Klingenberg vom Landkreis Diepholz (von links) den Interessierten Rede und Antwort.
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Infoveranstaltung zum Glasfaser-Ausbau in Diepholz unter Corona-Bedingungen: Von den 543 Sitzplätzen im Theater durften am Montagabend nur zehn Prozent genutzt werden, jede zweite Sitzreihe war gesperrt. Auf der Bühne standen Bürgermeister Florian Marré, Claudia Pelzl (GVG / „Nordischnet) und Günter Klingenberg vom Landkreis Diepholz (von links) den Interessierten Rede und Antwort.

Diepholz – Diepholz soll komplett an die Datenautobahn angeschlossen werden: Dafür macht sich auch Bürgermeister Florian Marré stark und warb am Montagabend im Theater für Glasfaser-Anschlüsse. Dort fand die öffentliche Informationsveranstaltung des Netzbetreibers GVG Glasfaser (Kiel) statt, der mit seiner Marke „Nordischnet“ das Netz für schnelles Internet im ganzen Landkreis Diepholz ausbaut. Neben der „Nordischnet“-Projektleiterin Claudia Pelzl standen auch Günter Klingenberg vom Landkreis Diepholz als Partner der GVG und Florian Marré Rede und Antwort.

Wer in Diepholz in „weißen Flecken“ mit einem Internetanschluss von unter 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) wohnt, kann auf jeden Fall einen Glasfaseranschluss bekommen. Denn für diese Bereiche gibt es staatliche Zuschüsse. In den „schwarzen Flecken“ (Anschlüsse mit derzeit mehr als 30 Mbit/s) rechnet sich für die GVG Glasfaser der Anschluss nur, wenn eine Quote von 40 Prozent erreicht wird, also genügend Haushalte beziehungsweise Hauseigentümer einen Vertrag mit ihr abschließen, der eine Laufzeit von 24 Monaten hat. Mit Glasfaser werden garantiert 200 Mbit/s oder mehr erreicht. Wer die technisch veralteten Kupferkabel nutzt, hat mit anderen Anbietern in der Regel einen Vertrag, in dem eine Übertragungsgeschwindigkeit von „bis zu...“ angegeben ist. Diese maximale Geschwindigkeit wird nicht immer erreicht und sinkt, wenn viele Anwohner eines bestimmten Bereiches gleichzeitig im Internet sind. Denn die Kupferleitungs-Leistung muss geteilt werden, die von Glasfaser nicht.

„Nordischnet“ (GVG) wirbt damit, dass Hausanschlüsse kostenlos sind, wenn bis 31. Oktober ein Vertrag mit ihr abgeschlossen wird – und das anzuschließende Gebäude maximal 15 Meter von der Hauptleitung entfernt ist, die auf öffentlichem Grund in der Straße verlegt wird. Wer nur einen Glasfaser-Anschluss, aber keinen Vertrag möchte – beispielsweise, weil das Gebäude derzeit leer steht– zahlt einmalig 799 Euro.

Anhand von kurzen Filmen verdeutlichte die GVG Glasfaser, unter anderem wie die unterirdische Verlegung des modernen Kabels durch den Garten verläuft. Dazu wird zumeist eine Erdrakete benutzt, so dass fast nicht gegraben werden muss. Die alten Kupferkabel bleiben parallel erhalten. Über Glasfaser können Internet, Telefon und Fernsehen genutzt werden. Wann Bau- und Anschlussarbeiten in Diepholz beginnen, konnte Claudia Pelzl nicht sagen. Möglicherweise im nächsten Jahr.

Wie groß das Interesse der Diepholzer ist, von Kupferkabel aufs zukunftsfähige Glasfaserkabel umzusteigen, ist schwer einzuschätzen. Während die erste Info-Veranstaltung um 17.30 Uhr am Montagabend mit 50 Personen – mehr waren wegen der Corona-Bedingungen nicht zugelassen – ausgebucht war, hatten sich für die zweite um 20 Uhr nur 32 Interessierte angemeldet. Die für Dienstag,1. September, vorgesehenen Veranstaltungen im Theater stießen praktisch auf kein Interesse und fallen aus.

Bürgermeister Florian Marré appellierte im Theater an die Teilnehmer, sich Glasfaser zu sichern: „Nutzen Sie das Angebot! Sie entscheiden für sich allein!“

Weitere Möglichkeiten zur Information über Glasfaser-Anschlüsse

Weitere Infoveranstaltungen zum Glasfaser-Ausbau für schnelleres Internet in Diepholz sind am Dienstag, 8. September um 17.30 Uhr und 20 Uhr im Diepholzer Theater. Eine Teilnahme ist wegen der Corona-Beschränkungen nur mit Anmeldung bei der Stadt Diepholz unter Tel. 05441/909216 (Petra Kellner) möglich. Offenen Beratungstermine von „Nordischnet“ gibt es im Diepholzer Rathaus dienstags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie mittwochs und freitags auf dem Diepholzer Wochenmarkt. Zudem ist ein Servicebüro an der Langen Straße 10 in Diepholz eröffnet worden – geöffnet montags bis freitags von 15 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 18 Uhr. Persönliche Beratung kann auch unter Tel. 0431/80649649 erfolgen beziehungsweise vereinbart werden.

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