Anregungen zur Stärkung der Diepholzer Innenstadt / Planer stellt Konzept vor

Lappenberg und Lange Straße verbinden

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Die Diepholzer Innenstadt im Jahr 2014 aus der Luft gesehen. Vorn Mitte der Bereich Lappenberg, für den das vorgestellte Konzept eine Verbindung zur Langen Straße durch eine Passage oder Straße vorsieht. Archivfoto: Merk

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Eine Menge Anregungen zur Stärkung und Belebung der Diepholzer Innenstadt enthält das Konzept, das Stadtplaner Werner Steimer vom Büro NWP (Oldenburg) im städtischen Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt vorstellte. Seine Vorschläge umfassen die Teilbereiche Lappenberg /nördliche Lange Straße, Hinterstraße, Steinstraße/Lohne,Rathausmarkt/Lohne, Bremer Eck und Marktplatz.

Die Stadt Diepholz hatte im Jahr 2013 den Auftrag für eine „Entwicklungsstudie Diepholz-Zentrum“ erteilt. Deren Ziel ist, Chancen der Innenstadt zur Weiterentwicklung und Verfestigung eines zukunftsorientierten Nutzungsmixes aufzuzeigen. Nach Bestandsanalyse und Fachforen mit Politikern, Geschäftsleuten und anderen Bürgern wurden schließlich vier Hauptziele herausgearbeitet: Stärkung des zentralen Bereiches, Stärkung der Nutzungsmischung, Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Verbesserung der Wegebeziehungen / Wahrnehmung des Wassers.

Für den Bereich Lappenberg wurden in dem Verfahren mehrere Vorschläge zur städtebaulichen Neuorganisation erstellt. Das Hauptziel der Vorschläge ist es laut Konzept, dort „den Einzelhandelsbereich, der sich in der vergangenen Zeit zunehmend auf den Parkplatz ausgerichtet hat, wieder an die Lange Straße anzubinden und diese so neu zu beleben“.

Stadtplaner Werner Steimer schlug dabei eine attraktive Verbindung zwischen der Straße Lappenberg und der Langen Straße vor (bislang gibt es nur einen Durchgang). Die beiden Alternativen: Eine überdachte Passage oder eine eine Straße von der Einmündung Dr.-Wilhelm-Kinghorst-Straße bis zur Straße „Lappenberg“.

„Das alles sind unsere Ideen. Was ein Investor daraus macht, ist etwas anderes“, betonte Steimer in der öffentlichen Ausschuss-Sitzung.

Grundsätzlich gebe es in der Diepholzer Innenstadt nicht unbedingt Bedarf an mehr Einzelhandelsfläche, wohl aber an größeren Geschäftseinheiten. Für mögliche neue Ladenlokale am Lappenberg (jetzt überwiegend Parkplatz) sollte eine zweigeschossige Bauweise mit Wohnungen oder Büros im Obergeschoss geplant werden, schlug Steimer vor. Großflächiger Einzelhandel sollte hier nicht vorgesehen werden.

Das Oldenburger Planungsbüro machte auch Vorschläge, wie der Marktplatz bebaut werden könnte – unter anderem mit Gartenhof- und Atriumhäusern. Eine Bebauung dieses Geländes Auf dem Esch – traditioneller Veranstaltungsort unter anderem des Diepholzer Großmarktes – steht jedoch zurzeit nicht zur Diskussion.

Für den Bereich Rathausmarkt schlug der Planer vor, an der Lohne einen „Verweilort“ mit Café/Bistro zu schaffen. Den Parkplatz an der Steinstraße/Mühlenstraße hält er für verzichtbar – und sah Parkflächen an anderer Stelle vor. Dieses Grundstück sollte bebaut werden – zum Beispiel mit einem Gastronomiebetrieb mit Außenfläche an der Vorderlohne.

Für eine neue Verkehrsführung in der Innenstadt schlug Werner Steimer unter anderem vor, die Hinterstraße mit der Dr.-Wilhelm-Kinghorst-Straße zu verbinden, wobei das Haus Lange Straße 7a abgerissen werden müsste. Auch stellte der Planer zur Diskussion, ob es sinvoll sei, die Fußgängerzone zu erhalten oder dort in einer Tempo-20-Zone den Autoverkehr frei zu geben.

Wann und ob überhaupt das Konzept ganz oder in Teilen umgesetzt wird, müssen die Diepholzer Politiker noch beraten. Es hängt vielfach auch davon ab, ob sich Investoren finden, die auch diese Umsetzung wollen.

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