Anita Hinrichs feiert 25-jähriges Arbeitsjubiläum in der „Villa Kunterbunt“

Der Kita immer die Treue gehalten

+
Anita Hinrichs (mit Blumen) mit Ulrike Hirth-Schiller, Brigitte Witte und Tanja Schünemann-Iloge (v.l.) inmitten der Karnevalsgesellschaft gestern in der „Villa Kunterbunt“

Barnstorf - Offiziell war der Karneval in der Barnstorfer DRK-Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ am Montag gefeiert worden, aber auch gestern kamen noch viele kleine Leute in lustigen Verkleidungen, Luftballons füllten die Räume. Die Feierstimmung passte hervorragend, es gab nämlich noch ein anderes Ereignis zu feiern: Seit 25 Jahren ist Erzieherin Anita Hinrichs in der Einrichtung tätig.

Gestern gab es deshalb Besuch, der von den Mädchen und Jungen mit großen, neugierigen Augen verfolgt wurde: Ulrike Hirth-Schiller, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Diep-holz und Fachbereichsleiterin Tanja Schünemann-Iloge statteten der Kindertages-Einrichtung an der Heinestraße einen Besuch ab und dankten der 56-Jährigen mit einem großen Blumenstrauß für die langjährige Arbeit zum Wohle der kleinen Leute.

Anita Hinrichs ist dem Kindergarten fast ihr komplettes Berufsleben verbunden. „Und immer dem DRK“, fügte Leiterin Brigitte Witte lächelnd hinzu. Schon zu ihrer Ausbildung an der katholischen Fachschule für Sozialpädagogik (Wilhelmstift) in Osnabrück absolvierte die Twistringerin ihr Anerkennungsjahr 1979/80 in dieser DRK-Einrichtung, seinerzeit noch in den Räumen am Witten Door. Nach einigen Jahren, in denen sich die zweifache Mutter verstärkt der Familie widmete, kam sie 1991 zurück nach Barnstorf. Fünf Jahre lang war ihr Arbeitsplatz noch in den alten Räumen am Witten Door, 1996 schließlich wurde das neue Domizil im Ortsteil Walsen bezogen. Diese wird derzeit von 72 Kindern in vier Gruppen besucht, eine davon ist die Waldgruppe.

Rückblickend haben sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren in vielerlei Hinsicht geändert, berichtete Hinrichs. Beispielsweise das Miteinander unter den Kindern: Vorbei sind die Zeiten, in denen man noch mit Nachbarskindern in den Pfützen gespielt habe. „Heute wird das mit Matschbädern mit hohem Aufwand nachgeholt werden“, stimmte Schünemann-Iloge mit ein.

Vermehrt habe man auch mit sprachauffälligen Kindern zu tun, für Hinrichs kein Wunder: „Die Eltern reden immer weniger mit ihren Kindern.“

Ernährung ist ein weiteres Feld, dessen sich die Erzieherinnen viel stärker annehmen müssen, als noch in früheren Jahren. Seit etwa zehn Jahren bietet die „Villa Kunterbunt“ daher ein Mittagessen für Kinder an. „Die Resonanz ist sehr groß“, freut sich Brigitte Witte. Für manche sei das dann das erste Mal, dass sie mit einem breiten Lebensmittelangebot in Kontakt kommen, so Ulrike Hirth-Schiller.

Den Eltern wolle sie bei alledem keinen Vorwurf machen, unterstreicht Hinrichs, „die Gesellschaft ist einfach anders geworden.“

Einiges habe sich geändert in den vergangenen 25 Jahren, „aber schön ist der Beruf trotzdem noch“, unterstreicht die Erzieherin.

In diesem Jahr sollen an der Kindertagesstätte Räume für eine neue Krippengruppe erstellt werden. Geplante Fertigstellung ist im Oktober. Dann ist wieder Feierstimmung in der „Villa Kunterbunt“.

sr

Mehr zum Thema:

Perfekte Podolski-Party: Traumtor und Sieg gegen England

Perfekte Podolski-Party: Traumtor und Sieg gegen England

Die besten Bilder vom ruhmreichen Podolski-Abschied 

Die besten Bilder vom ruhmreichen Podolski-Abschied 

Polizei: Vier Tote und mindestens 20 Verletzte in London

Polizei: Vier Tote und mindestens 20 Verletzte in London

Werder gewinnt gegen Oldenburg und verliert Eilers

Werder gewinnt gegen Oldenburg und verliert Eilers

Meistgelesene Artikel

Vierte Diepholzer Kneipennacht ein voller Erfolg

Vierte Diepholzer Kneipennacht ein voller Erfolg

1500 fröhliche Gäste und 300 Kilogramm Grünkohl

1500 fröhliche Gäste und 300 Kilogramm Grünkohl

Line-up für das 7. Twistringer Ziegelei Open Air steht

Line-up für das 7. Twistringer Ziegelei Open Air steht

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Kommentare