Anhörung am Dienstag im Rathaus

Ansiedlung von Famila: Jetzt sind die Bürger gefragt

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Auf dem freien Gelände östlich des Diepholzer Bahnhofs (im Bild unten rechts) soll der Famila-Markt entstehen.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Die Planungen für die Ansiedlung des Famila-Marktes östlich des Bahnhofstunnels gehen voran. Im Zuge des Bauleitplan-Verfahrens sind jetzt die Bürger gefragt. Am Dienstag, 15. September, ab 18 Uhr findet im Sitzungssaal des Diepholzer Rathauses die frühzeitige Bürgerbeteiligung statt.

Offiziell geht es um die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 94 „Groweg“ und die damit verbundene Änderung des Flächennutzungsplanes. Sowohl in der amtlichen Bekanntmachung zur Bürgerbeteiligung als auch in der entsprechenden Pressemitteilung, die mehr Formulierungsfreiheit ließe, sagt die Stadt Diepholz nicht, dass es sich um das Verfahren zur Famila-Ansiedlung handelt, sondern spricht nur von „Groweg“.

Vor einem Jahr war bekannt geworden, dass die Handelsgesellschaft Bartels-Langness (Kiel) einen 3500 Quadratmeter großen Famila-Markt (etwa so groß wie das E-Center an der Thüringer Straße) in Diepholz bauen möchte – auf einer städtischen Fläche östlich des Bahnhofs.

Die Höhe der Investition gab das Unternehmen mit etwa acht Millionen Euro an.

CDU, SPD und FDP im Diepholzer Rat stimmten den Plänen zu und leiteten ein entsprechendes Planverfahren ein. Die Grünen waren dagegen.

Dieses Bauleitplan-Verfahren ist nun in der Aufstellungsphase. Der Vorentwurf der Pläne wurde erarbeitet und vom Verwaltungsausschuss der Stadt zur frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Bürger freigegeben.

Die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (Behörden und Institutionen werden nach ihrer Meinung zu den Plänen gefragt) läuft zurzeit. Die frühzeitige Bürgerbeteiligung ist am Dienstag. Die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planungen werden in dieser Anhörung ausführlich vorgestellt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich zu den Planungen zu äußern und Fragen zu stellen.

Die Stellungnahmen im Zuge der frühzeitigen Beteiligung werden dann ausgewertet. Anschließend werden Abwägungsvorschläge für die politischen Gremien erarbeitet. Die Vorschläge und der Entwurf des Bebauungsplanes werden dann den politischen Gremien (Ausschüssen) vorgelegt mit dem Beschlussvorschlag, die Bauleitpläne öffentlich auszulegen. Auch während dieser Auslegung im Rathaus können Bürger Stellungnahmen abgeben.

Der Zeitpunkt einer endgültigen Entscheidung zu der Bebauungsplan-Änderung ist nicht bestimmbar. Er hängt von Anzahl und Umfang der im Planverfahren eingereichten Stellungnahmen ab. Die Stadtverwaltung: „Auf jeden Fall nicht mehr 2015.“

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