Angemerkt

Feuerwehr: Einfach mal danke!

Von Eberhard Jansen. „Blauröcke“ überall. Die Freiwilligen Feuerwehren sind derzeit in der Zeitung verstärkt präsent. Aber nicht nur, weil sie in Diepholz und Umgebung bei ihren Jahreshauptversammlungen Bilanz ziehen und nach vorn blicken. Vor allen durch die Einsätze, über die wir berichten, wird deutlich, wie unverzichtbar das Engagement der Männer und Frauen ist, die anderen Menschen helfen, sich dabei oftmals in Gefahr begeben müssen und auch psychisch belastet sind.

Wenn beispielsweise ein an seinen Verletzungen verstorbenes Unfallopfer aus einem total demolierten Auto herausgeschnitten werden muss – wie am frühen Dienstagmorgen auf der Bundesstraße 51 in Diepholz –, ist das keinesfalls vergnügungssteuerpflichtig, sondern für viele Außenstehende eine Horrorvorstellung. Die freiwilligen Feuerwehrleute nehmen auch so eine Belastung auf sich.

Eberhard Jansen.

Obwohl sie sich ehrenamtlich engagieren, sind die Feuerwehrmitglieder keine Amateure: Sie leisten in ihrer Freizeit manche Übungs- und Ausbildungsstunde, um im Einsatz bei Bränden, Unfällen und anderen Vorkommnissen professionell agieren zu können. Diese Zeit darf nicht vergessen werden. So leisteten beispielsweise die 95 Aktiven der Ortsfeuerwehr Diepholz im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 13 700 Stunden ehrenamtliche Arbeit. 

Mit Recht dürfen sie stolz darauf sein, haben Lob und öffentliche Ehrungen verdient, denn Geld verdienen sie damit nicht. Ihr Lohn sind ein gutes Gefühl und die Kameradschaft. Bürger, die über Feuerwehren meckern, sollten auch bedenken: Wenn sich eine Stadt wie Diepholz eine Berufsfeuerwehr leisten müsste, wäre sicherlich kein Geld für Einrichtungen wie Freibad oder Mediothek mehr da. Also, geschätzte Feuerwehrleute: Einfach mal danke!

Rubriklistenbild: © dpa

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