„Alte Malerei“ wird umgebaut

ASB und Lohner Investor planen 17 altengerechte Wohnungen an der Grafenstraße

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Auf diesem Gelände an der Ecke Grafenstraße/Schömastraße soll nach den vorgestellten Plänen der Wohnpark „Alte Malerei“ entstehen. 

Diepholz - Eine Neuigkeit vom Immobilienmarkt erreichte die Besucher beim Sommerfest des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Diepholz. Der ASB plant mit dem Lohner Investor Marcus Kind gegenüber der aktuellen ASB-Einrichtung an der Schömastraße auf 1 400 Quadratmetern 17 altengerechte, teils barrierearme, teils barrierefreie Wohneinheiten.

Dieses schon sehr konkrete Projekt stellte der ASB-Kreisgeschäftsführer Mathias Salomé gemeinsam mit Marcus Kind anhand von Modell, Zeichnungen und Exposé des Neubaus vor.

Das Projekt, das voraussichtlich im Herbst 2019 fertiggestellt sein soll, stieß bei den Gästen auf Interesse. Betrachter Wilhelm Zahn resümierte: „Das fehlt Diepholz. Super Anbindung an Bahnhof und Krankenhaus und nicht weit in die Stadt“. Wie dem Senior ging es auch den weiteren Betrachtern. Sie ließen sich detailliert von den Ideengebern Salomé und Kind die Details erklären.

Der Wohnpark „Alte Malerei“ wird auf dem ehemaligen Gelände der Malerwerkstatt Lohmeyer Ecke Grafenstraße/Schömastraße in kubisch moderner Bauweise mit Flachdach und Penthouse-Wohnungen entstehen. „Mit der Namensgebung wollten wir zum einen an den Standort erinnern und dem Projekt ein Gesicht geben“, erläutert Kind. Der Architekt Horst Burmester (Das Syndikat – Architekten & Ingenieure) kommt aus Bruchhausen-Vilsen. 

Schon seit 2014 gibt es die Ausbau-Idee

Auf Nachfrage erklärte sich der Weg zum Bedarf, zur Idee und zur Umsetzung sinnfällig: „Wir haben bereits 2014 die Bedarfe an altengerechten Wohnungen in Diepholz erkannt und die Idee geboren“, so Salomé. Marcus Kind leitet in Lohne das Pflegeheim Landhaus Lohne und wie Architekt Burmester kennt er Salomé persönlich schon viele Jahre. „Herrn Kind konnte ich bewegen, das günstig zu dem ASB-Standort gelegene vakante Grundstück zu erwerben und sich mit dem Bau anzufreunden als Investor.“

Geplant sind 17 attraktive und unterschiedlich große Wohnungen nicht nur für Senioren, aber mit einem Servicepaket wie Hausnotruf und der Möglichkeit an Veranstaltungen im Haus teilzunehmen in den Größen von 40 bis 100 Quadratmetern. Die Kernidee dahinter war, dass das Grundstück infrastrukturell äußerst attraktiv liegt“. Nämlich nah an Bahnhof, Krankenhaus und beim ASB, der schon heute Betreutes Wohnen, Tagespflege und Fahrdienste anbietet.

Einige Betrachter zogen sofort ein persönliches Fazit: „So eine Wohnung müssen wir haben“, sagte eine Dame mit ihrem Mann im Rollstuhl spontan. Sie hatte schon längst die Veränderung der Lebenssituation im Hinterkopf gehabt und nur auf ein solches Angebot gewartet. „Mit solch Ansturm habe ich nicht gerechnet“, sagte Kind, der wieder und wieder die Planung erklärte.

Auch eigenständiges Wohnen mit Hilfsleistungen soll möglich sein

Die Gedankenmodelle sind noch nicht entschieden, aber für Herbst 2018 ist der Abriss der zwei Gebäude mit Nebengebäuden der Malerei geplant, mit der N-Bank steht der Investor und der ASB bezüglich des Finanzierungskonzeptes bei KfW 40 Standard in Verhandlung.

Für die Gäste lag ein Interessentendatenblatt parat, dass die Interessenlage abfragte: Denn die Wohnungen werden zum Teil käuflich sein, für Selbstnutzung, als Altersvorsorge oder Vermietung. „Wir denken bei den Wohnungen, die gewollt autarkes Wohnen wünschen, auch zusätzliche buchbare Wahlleistungen wie Reinigung, Essen auf Rädern, Wäscheservice, Fahrten zum Arzt an“, erläutert Salomé.

Das Gebäude ist als Zweigeschossweise plus Staffelgeschoss geplant, mit Fahrstuhl und einem Gemeinschaftsraum mit Küchenzeile und WC-Anlage im Erdgeschoss. Die Terrassen- und Balkonflächen bemessen sich auf maximal neun Quadratmeter und die barrierefreie Ausstattung beruht auf DIN 18040-2 (sie legt die Bedingungen für Barrierefreiheit mit uneingeschränkter Rollstuhl-Nutzung fest). 

Ob der Plan bis Herbst 2019 aufgeht, ist noch offen

In Erd- und Obergeschoss sind jeweils sieben unterschiedlich große Einheiten und im Staffelgeschoss drei geplant. „Mit dem Fragebogen erhoffen wir eine noch konkretere Bedarfsermittlung, wer eine Wohnung mieten und wer eine kaufen möchte“, so Kind.

Der Zeitplan „Fertigstellung bis Herbst 2019“ ist ambitioniert, aber das Feedback beim Sommerfest macht viel Hoffnung, dass das Gebäude schnell zufriedene Bewohner findet. - sbb

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