Organisatoren ansonsten zufrieden

Regen flutet Aschener Gemeinschaftszelt

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Zunächst buddeln Mitglieder der Feuerwehr mit Spaten und ihrer Muskelkraft einen Graben aus.

Aschen - Von Katharina Schmidt. Die erste Hälfte des Zeltlagers der Kreisjugendfeuerwehr ist rum. Die Halbzeitbilanz von Organisatoren, Jugendlichen und Betreuern fällt gut aus. Eines könnte allerdings – da sind sich alle einig – noch besser werden: das Wetter.

Anfang der Woche hatten die Teilnehmer durchaus ein paar Sonnenstunden genossen. Heftige Regenschauer trübten die Erinnerung daran gestern jedoch. Trocken ist kaum jemand geblieben. Einige Wettbewerbe wurden unterbrochen, der Staffellauf für den Nachmittag sogar komplett abgesagt. Ein paar Tropfen machen den angehenden Brandschützern zwar nichts aus, bei denen blieb es aber nicht.

Spuren hinterließ der Regen vor allem auf dem Zeltplatz der gastgebenden Jugendfeuerwehr. Ein angrenzender Graben lief über und flutete Bereiche des Aschener Quartiers. Im Gemeinschaftszelt stand das Wasser zeitweise fünf Zentimeter hoch.

Ein paar Tropfen machen den Jugendfeuerwehren nichts aus. Irgendwann wurde der Regen dann aber zu stark.

Der Ausweg: Einige tatkräftige Männer buddelten mit Spaten und Bagger ein Loch, in dem sich das überschüssige Wasser sammelte. Von dort pumpten sie es ab.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr nahmen die Situation mit Humor. „Wir haben Papierboote gebaut und sind dann Rennen gefahren“, erzählte eine junge Aschenerin am frühen Vormittag und deutete auf den zu dieser Zeit nur noch matschigen Boden. Ihre älteren Kameraden überlegten währenddessen scherzhaft, ob sie im Baggerloch nicht Koi-Karpfen halten könnten.

Helfer verteilen frische Hackschnitzel, damit sich der Dorfplatz nicht in eine Matschkuhle verwandelt.

Und wie läuft es abgesehen vom Wetter? „Bis jetzt sind wir mit der Woche komplett zufrieden“, sagt Kreisjugendfeuerwehrwart Lars Genthe. Es habe bis Mittwochmittag kaum Zeitverzögerungen gegeben, das Essen sei lecker und die Kinder seien gut drauf. Auch der Aschener Ortsbrandmeister Stefan Göbberd hat nichts zu meckern. „Die Jugendlichen machen alle super mit und sind gut gelaunt“, schildert er seinen Eindruck.

Eine Umfrage auf dem Lagergelände bestätigt, dass die Jungen und Mädchen zufrieden sind. Der 14-jährigen Maria Kolkhorst von der Jugendfeuerwehr Diepholz fallen auf Anhieb viele Punkte ein, die ihr am diesjährigen Zeltlager gefallen. Allen voran, dass ihre Gruppe schon drei Pokale gewonnen hat. Weiter führt sie aus: „Das Essen ist auch recht gut. Und die Feuerwehr hat Zeit, zusammenzuwachsen.“

Letztlich rückt ein Bagger an.

Das Mädchen nennt aber auch Aspekte, die sie stören. „Nachts ist es echt oft kalt. Die Toiletten sehen nicht immer so schön aus. Und es gibt zu wenig Duschen – abends muss man oft warten.“ Laut Lara und Merle aus Groß Lessen, die die Zentralität und die Organisation des Zeltlagers loben, waren die Duschen in dem Sporthaus zudem manchmal kalt.

Auch wenn das Wetter zu Wünschen übrig lässt: Die gute Stimmung lassen sich die Zeltlagerteilnehmer – hier im Trockenen – nicht vermiesen.

Ein Problem, das laut Lars Genthe mittlerweile behoben worden ist. Zu Beginn des Zeltlagers sei vergessen worden, eine Zeitschaltuhr abzustellen. Rechnerisch gebe es genug Duschen – acht für Jungen, acht für Mädchen.

„Die haben das alles hier schon sehr gut auf der Reihe“, meint Mario Thiemann. Der 45-Jährige ist ein Betreuer aus Bremen-Seehausen. „Wir als Gastwehr werden hier sehr gut aufgenommen.“ Malcolm Heil kommt ebenfalls aus dem Bremer Bezirk, ist aber noch 30 Jahre jünger. Auch er findet: „Die Gemeinschaft ist toll. Man kann hier gut Kontakte knüpfen.“

Bilder vom Mittwoch aus dem Feuerwehr-Zeltlager Aschen

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