-Areal an der Hindenburgstraße

Für 958 536 Euro: Stadt Diepholz will Schulgelände kaufen

Das Areal der Dr.-Kinghorst-Schule an der Hindenburgstraße. Die Stadt Diepholz will es vom Landkreis kaufen. Der Rat muss dem noch zustimmen.
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Das Areal der Dr.-Kinghorst-Schule an der Hindenburgstraße. Die Stadt Diepholz will es vom Landkreis kaufen. Der Rat muss dem noch zustimmen.

Diepholz – Die Stadt Diepholz will vom Landkreis Diepholz das Gelände der Dr.-Kinghorst-Schule an der Hindenburgstraße 7 und 8 kaufen – nebst den Gebäuden darauf. Als Kaufpreis hat die Stadt 958  536 Euro veranstalschlagt. Der Bereich der Elternberatungsstelle soll im Eigentum des Landkreises bleiben.

Das geht aus den Sitzungsunterlagen hervor, die auf der Internetseite der Stadt Diepholz (www.stadt-diepholz.de) öffentlich zugänglich sind. Der Kauf, der zum 1. Juli erfolgen soll, ist aber noch nicht beschlossen. Zunächst beschäftigt sich am Montag der städtische Verwaltungsausschuss damit. Einen Beschluss fasst dann der Rat der Stadt Diepholz in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 3. März, ab 18 Uhr in „Ostertags Residenz“ (Junkernhäuser Weg).

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung sieht vor, dass die Stadt Diepholz dem Landkreis Diepholz nach der Veräußerung gestattet, bis zum Auslaufen der Förderschule „Lernen“ die verbliebenen Klassen der Förderschule in dem Gebäude unterzubringen. Darüber hinaus gestattet die Stadt Diepholz dem Landkreis Diepholz die Unterbringung der Sprachheilklassen in der Grundschule. Die für das Schulareal entstehenden Straßenausbaubeiträge für die Neugestaltung der Hindenburgstraße trägt demnach die Stadt Diepholz.

Förderschule „Lernen“ stellt Betrieb ein

Auf dem etwa 12 400 Quadratmeter großen Areal sind derzeit neben dem Schulgebäude die alte und neue Sporthalle sowie die Elternberatungsstelle des Landkreises Diepholz. Im Schulgebäude untergebracht sind die Förderschule „Lernen“ (Dr.-Kinghorst-Schule) und die Sprachheilklassen des Landkreises Diepholz sowie die städtische Grundschule An der Hindenburgstraße.

Die niedersächsische Landesschulbehörde hat die Fortführung einiger Förderschulen mit Schwerpunkt „Lernen“ abgelehnt. Hiervon ist auch die Förderschule in Diepholz betroffen. Sie wird spätestens zum Ende des Schuljahres 2021/2022 ihren Betrieb einstellen, so die Stadt in ihrer Sitzungsvorlage. Darin heißt es weiter: „Nach Beendigung des Schulbetriebes besteht aus Sicht des Landkreises Diepholz keine weitere Verwendung mehr an dem Schulgebäude. Die Räume in der angrenzenden Dienstwohnung des damaligen Schulleiters werden weiterhin für die Elternberatungsstelle des Landkreises Diepholz benötigt und soll aus diesem Grund von dem Grundstück herausgetrennt werden. Der Landkreis Diepholz bleibt Eigentümer dieses Grundstückes.“

Die Stadt Diepholz ist Trägerin der auf dem Schulareal eingerichteten Grundschule An der Hindenburgstraße und benötigt nach eigener Darstellung weiterhin die derzeit genutzten Räume und aufgrund des Wachstums der Schülerzahlen auch weitere Perspektivflächen.

Neben den Grundstücksflächen werden der Altbau, der Zwischenbau, das Gebäude der Grundschule, die neue und die alte Sporthalle sowie der Bolzplatz in Kunstrasenausführung und der gestaltete Schulhof vom Landkreis verkauft.

Mit Ausnahme der im Jahr 1999 erbauten Sporthalle seien alle Gebäudeteile stark sanierungsbedürftig beziehungsweise abgängig, so die Stadtverwaltung. Bereits seit Jahren seien Bauunterhaltungsarbeiten auf das Notwendigste reduziert worden.

Der Kunstrasen-Bolzplatz wurde von der Stadt Diepholz gebaut, sodass er in die Wertberechnung nicht aufgenommen wurde.

Die neue Sporthalle habe einen derzeitigen Verkehrswert von rund 485 000 Euro. Die Stadt hatte sich mit 40,67 Prozent an den Baukosten beteiligt. Der städtische Anteil beträgt an dem jetzigen Verkehrswert 197 216 Euro.

In diesem Teil des Stadtgebietes beträgt der Bodenrichtwert derzeit 90 Euro pro Quadratmeter, heißt es in der Sitzungsvorlage. Zur Wertermittlung für das Grundstück wurden der Durchschnitt der Vergleichswerte der umliegenden Gemeinbedarfsflächen (Großmarkt, Krankenhaus, Kreishaus) berücksichtigt. Daraus ergibt sich eine Reduzierung des Bodenrichtwertes auf 57 Euro

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