Zeit zum Netzwerken

„Diepholzer Runde“ startet mit drei Vorträgen für Unternehmer

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Etwa 40 Interessierte – vorwiegend Unternehmer aber auch einige Politiker – aus der Region kamen zur ersten „Diepholzer Runde“ im Hotel Castendieck. Eingeladen dazu hatten Hans-Hermann Dittmer (vorn) und Paul de Jong.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Auf 100 Einwohner kommen in der Stadt Diepholz 45 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Mit diesem Verhältnis liegt die Kreisstadt auf Platz eins im Landkreis. Stuhr hat beispielsweise 42 Arbeitsplätze auf 100 Einwohner und der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde 33.

In Diepholz mit seinen knapp 17.000 Einwohnern finden etwa 7 500 Menschen sozialversicherungspflichtig Arbeit. Diese Zahlen nannte Bürgermeister Florian Marré in seinem Vortrag bei der Premiere der „Diepholzer Runde“.

Ehrenamtlich hatten Hans-Hermann Dittmer („DJ Makemesmile“) und der Diepholzer Geschäftsmann Paul de Jong diesen Stammtisch vorwiegend für Unternehmer organisiert. Der Einladung ins Hotel Castendieck waren etwa 40 Interessierte gefolgt – nicht nur aus Diepholz, sondern auch aus Orten „umzu“.

Nach der großen Resonanz auf ihre Veranstaltung zum Thema Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vor einigen Wochen hatten sich die Organisatoren Dittmer und de Jong entschlossen, die „Diepholzer Runde“ („Unternehmer-Business-Stammtisch“) ins Leben zu rufen.

Genügend Zeit für Gespräche

Drei Referenten hatten sie zur Premiere eingeladen – und sie bauten in die mehr als dreistündige Abendveranstaltung genügend Pausen ein, damit die Teilnehmer Zeit für Gespräche und zum „Netzwerken“ hatten.

Melanie Wolf aus Barnstorf, Personalberaterin und Geschäftsführerin des Unternehmens „personal-plan“ mit Sitz in Vechta, hatte als Referentin das Thema „Bewerber 4.0 – Wie tickt der Bewerber von heute und wie gehen Unternehmen damit um?“. Eine Erkenntnis: Betriebsklima und andere Faktoren in einer Firma sind für Bewerber ähnlich wichtig wie das Geld.

Rouven Barmbold, Geschäftsführender Gesellschafter der Werbeagentur und Druckerei Amdre (Eydelstedt), berichtete über das Unternehmen, das unter anderem ein spezielles, schlankes Bestellsystem für Druckartikel hat. Über dieses beziehen zum Beispiel bedeutende Unternehmen wie Ferrero ihre Visitenkarten für Mitarbeiter.

Bürgermeister stellt sich den Fragen

„Nachgefragt, Florian“ hieß es dann am Schluss der ersten „Diepholzer Runde“. Bürgermeister Florian Marré stellte sich nach seiner Wahl vor drei Wochen und einem sehr intensiven Wahlkampf den Teilnehmern. Er berichtete davon, dass die Stadt Diepholz jedes Jahr mehr Gewerbeflächen verkauft. So stieg die Fläche im Jahr 2017 auf etwa 29 515 Quadratmeter – nach 17 767 verkauften Quadratmetern im Jahr 2016. Aktuell sind drei städtische Gewerbegebiete – südlich der Moorstraße, zwischen Kielweg und Steinfelder Straße sowie im Bereich Steinfelder Straße/Junkernhäuser Weg – geplant.

In Vorbereitung ist auch die Gewerbefläche „Diepholz-Nord“ an der Umgehungsstraße am Autohof-Kreisel., die in Privateigentum ist.

„Wirtschaftsstarke Stadtentwicklung“ hatte Marré seinen Vortrag betitelt. In der Fragerunde nahmen Teilnehmer der „Diepholzer Runde“ auch kritisch Bezug auf Geschäftsschließungen. So will der Heimtextil-Markt „Hammer“ bekanntlich in diesem Jahr seine Diepholzer Filiale schließen. Marré wies darauf hin, dass „Hammer“ nur noch in Städte über 25 000 Einwohner geht. Und auch die Schließungs-Entscheidung des VW-Autohauses Klöker sei eine rein unternehmerische.

Die nächste „Diepholzer Runde“ soll laut Hans-Hermann Dittmer nach dem Diepholzer Großmarkt (20. bis 23. September) stattfinden.

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