Charleen Krüger: Umfrage unter Diepholzern für Bachelorarbeit / 325 machen mit

68,3 Prozent fahren nach Vechta

Charleen Krüger hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Geschichte Entwicklung und Situation der Stadt Diepholz beschäftigt und eine Umfrage gestartet.
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Charleen Krüger hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Geschichte Entwicklung und Situation der Stadt Diepholz beschäftigt und eine Umfrage gestartet.

Diepholz – Mehr Gastronomie und weniger Leerstand in der Diepholzer Innenstadt: Das wünschen sich die meisten Teilnehmer einer Umfrage der Studentin Charleen Krüger. Die 24-jährige Diepholzerin startete für ihre Bachelorarbeit mit dem Thema „Siedlungsentwicklung, Wirtschaft und Bevölkerungsentwicklung in der Stadt Diepholz“ eine Umfrage im Internet über Facebook. Die Resonanz war größer als erwartet.

„Ich wäre mit 100 Antworten schon zufrieden gewesen“, sagt Charleen Krüger. Doch es waren 325 Teilnehmer in elf Tagen, die anonym die Fragen beantworteten und Wünsche für die Innenstadt äußerten. Ihre Antworten sind nicht repräsentativ, geben aber ein Stimmungsbild.

Auffällig war, dass 65,2 Prozent der Teilnehmer Frauen sind. Die meisten Teilnehmer (135 beziehungsweise 41,5 Prozent) sind zwischen 30 und 49 Jahre alt. Zwischen 19 und 29 Jahren waren 29,5 Prozent der Frauen und Männer, die die zehn Fragen beantworteten. 69,8 Prozent wohnen in der Stadt, die anderen in den Diepholzer Ortsteilen. 42,2 Prozent sind zugezogen.

Der Aussage „Die Innenstadt finde ich sehr ansprechend“ stimmten 162 (49,8 Prozent) „teils, teils“ und 69,5 Prozent (226) nicht zu. Lediglich neun (2,8 Prozent) bezeichneten die Innenstadt als „sehr ansprechend“.

Der Aussage „Die Innenstadt bietet eine gute Auswahl an Geschäften“ wollten 69,5 Prozent nicht zustimmen und 28 Prozent „teils, teils“.

Zum Wochenmarkt gehen 46,8 Prozent gern, 27,1 Prozent „teils, teils“.

Um Lebensmittel oder Kleidung zu kaufen, fahren 68,3 Prozent (222) der Umfrage-Teilnehmer nach Vechta – gefolgt von Osnabrück (37,8 Prozent) und Bremen (30,8 Prozent).

Ihr betreuender Dozent Prof. Dr. Werner Klohn hatte Charleen Krüger auf die Idee gebracht, ihre Heimatstadt zum Thema ihrer Arbeit zur Erlangung des Titels „Bachelor Combined Studies“ zu machen. Die 24-jährige Diepholzerin, die ihr Abitur an der Vechtaer Liebfrauenschule machte, studiert an der Uni Vechta Anglistik und Sachunterricht mit dem Bezugsfach Geografie mit dem Ziel, Lehrerin werden. 2021 beginnt sie den Masterstudiengang.

Ihre Bachelorarbeit muss sie Anfang Oktober abgeben. Den größten Teil, der sich mit Diepholzer Geschichte, Struktur und geografischer Lage beschäftigt, hat Charleen Krüger schon geschrieben. Jetzt kommen noch die Ergebnisse der Umfrage dazu.

„Für diese interessiert sich auch der Diepholzer Bürgermeister Florian Marré“, freut sich Charleen Krüger. Ob sie die Umfrage vollständig öffentlich machen will, weiß sie noch nicht.

Anonyme Antworten auf die Frage „Was ich mir für die Innenstadt wünsche“ drehten sich meist um Leerstände, fehlende spezielle Fachgeschäfte und den Wunsch nach mehr Gaststätten.

Einige Beispiele – auch mit anderen Schwerpunkten:

„Den Wochenmarkt würde ich gerne besuchen, meine Arbeitszeiten und die Öffnungszeiten des Marktes lassen das aber nicht zu.“

„Ich fände schön, wenn es mehr Geschäfte (Kleidung) auch für jüngere Leute geben würde. Des Weiteren finde ich die Bepflanzung beziehungsweise die Innenstadtgestaltung nicht attraktiv.“

„Dass Vermieter nicht zu hohe Mieten verlangen und so auch Start-ups, Kleinunternehmen und Nischenanbieter eine Chance haben.“

„Einheitliche Öffnungszeiten der Einzelhändler.“

„An sich ist Diepholz schön, aber den Ruf, den Diepholz hat, kann man nur schwer korrigieren.“

Eine Meinung über die Diepholzer Innenstadt war schlicht: „Ist nicht zu retten!“

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