Viele Absagen im Vorfeld

618 Impfungen in der Diepholzer Mühlenkamphalle

Ruhe vor dem Ansturm: In der Diepholzer Mühlenkamp-Sporthalle konnten sich am Mittwoch r über 70-Jährige gegen Covid-19 impfen lassen.
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Ruhe vor dem Ansturm: In der Diepholzer Mühlenkamp-Sporthalle konnten sich am Mittwoch ab 9 Uhr über 70-Jährige gegen Covid-19 impfen lassen. Den Termin der Stadt Diepholz nutzten 618 Bürger.

Diepholz – Weniger Impfwillige als angemeldet kamen am Mittwoch zum Corona-Impftermin der Stadt Diepholz in die Mühlenkamp-Sporthalle. 1  630 Bürger, die über 70 Jahre alt sind, hatte die Stadt angeschrieben und eingeladen. Davon hatten 720 nach ihrer Antwort einen Termin für Mittwoch bekommen. Diesen sagten allerdings 127 der Senioren seit Anfang der Woche wieder ab.

„Sie wollten sich lieber bei ihrem Hausarzt impfen lassen, was nun möglich ist“, erklärte Petra Hage, Leiterin des Fachdienstes Ordnung und Soziales, Familie und Bildung im Diepholzer Rathaus. Am Abend nach Abschluss der Aktion teilte die Fachdienstleiterin mit: „618 Menschen haben sich impfen lassen.“ Darunter waren auch andere Personen der Prioritätsgruppe II.

Bei dem städtischen Termin verabreichten Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) den Biontech-Impfstoff. Vor Ort waren vier Ärzte für die medizinischen Beratungen.

Bei den ersten Terminen der Stadt Diepholz am 19. und 24. März waren über 80-Jährige gegen Covid-19 geimpft worden. Diese Aktionen hatten im DRK-Bereitschaftszentrum an der Dieselstraße stattgefunden. Weil der Ablauf dort über mehrere Gebäude verteilt werden musste, war die Mühlenkamphalle besser geeignet.

Dort war für die Stadt ein gewisser Aufwand notwendig. So musste der Fußboden der Sporthalle im Bereich der aufgestellten Stühle und Tische durch Matten geschützt werden. Vier Mitarbeiter der Stadt halfen in der Halle bei der Organisation, ein Mitarbeiter kümmerte sich draußen um die Parkmöglichkeiten.

Eine Schlange bildete sich vor der Mühlenkamphalle nur am Morgen vor dem Beginn der Impfaktion. Im Laufe der Aktion gab es praktisch keine Wartezeiten.

Vor dem Start um 9 Uhr bildete sich vor der Halle an der Moorstraße kurzzeitig eine Schlange, denn viele Teilnehmer nahmen ihren frühen Termin überpünktlich wahr. Eine Seniorin war schon um 8 Uhr vor Ort. Für sie wurde der Wartebereich vorzeitig geöffnet. Im Laufe des Tages gab es dann für die Teilnehmer praktisch keine Wartezeiten mehr. „Alles ist gut gelaufen, auch dank der tollen Vorbereitung durch die Stadt Diepholz“, war am Nachmittag ein Fazit von Simon Becker, Leiter der mobilen Impfteams des DRK-Kreisverbandes Diepholz. Er bedauert, dass manche Impfwillige ihre Termine nicht wahrnehmen und auch nicht absagen. Das erschwere die Organisation.

Weitere Termine

Zu dem Termin in der Mühlenkamphalle waren auch 48 über 80-jährige Diepholzer eingeladen, die bei den städtischen Impfveranstaltungen für diese Altersgruppe im März verhindert waren oder abgesagt hatten.

Übrig bleibt laut Simon Becker kein Impfstoff bei den dezentralen Aktionen. Wenn zum Schluss noch Spritzen aufgezogen sind, werden vorgesehene Nachrücker informiert. Verschlossene Impfstoff-Fläschchen können beim nächsten Termin im Landkreis benutzt werden.

Ein zweiter Impftermin für Personen über 70 Jahre in Diepholz in der Mühlenkamp-Sporthalle ist am 5. Mai. Es folgen Termine für die Verabreichung der notwendigen zweiten Impfdosis.  „Bürgerinnen und Bürger, die bereits eine Terminbestätigung für den 30. April erhalten haben, werden weiterhin in der Dieselstraße 16 geimpft“, so die Stadtverwaltung.

Lob für die Organisation

In der Halle gab es nach dem Wartebereich zunächst die Anmeldung und die Durchsicht der mitgebrachten Unterlagen. Es folgten für die Impfwilligen ein Arztgespräch und die Spritze. Dann mussten die Teilnehmer in einem weiteren Bereich auf dem Spielfeld der Sporthalle 15 Minuten warten. Wenn bis dahin keine gesundheitlichen Probleme aufgetreten waren, konnten die Geimpften die Halle durch den Hntereingang verlassen.

Die Organisation des Impftermins in der Mühlenkamphalle stieß bei Impfwilligen durchweg auf positive Resonanz. Richtig begeistert war Siegrid Esenwein: „Gut, richtig gut, dass es und wie es eingerichtet wurde. Gute Organisation, reichlich Platz, keine Schlangen der Wartenden. Keine zig Kilometer Anfahrt! Prima!“

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