Einblicke vor der Eröffnung am 15. März

400 Paletten Ware für den neuen Famila in Diepholz

Motivierte Mitarbeiterinnen beim Einräumen von Regalen in der Weinabteilung. Insgesamt hat Famila in Diepholz nach eigenen Angaben 62 Arbeitsplätze geschaffen, davon 17 für Minijobber.
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Motivierte Mitarbeiterinnen beim Einräumen von Regalen in der Weinabteilung. Insgesamt hat Famila in Diepholz nach eigenen Angaben 62 Arbeitsplätze geschaffen, davon 17 für Minijobber.

Diepholz – Haltbare Lebensmittel und Getränke sind schon eingeräumt. Frischware kommt erst ganz zum Schluss – kurz vor der Eröffnung – in die Regale. „Insgesamt 400 Paletten Ware müssen bewegt werden“, erklärt Sascha Görbitz. Er ist Marktleiter im neuen Famila-Warenhaus am Groweg in Diepholz und muss in dem Gewusel die Übersicht behalten. „Es wird alles fertig“, ist der 45-Jährige optimistisch. Bis Montag, 15. März, ist noch Zeit. Dann eröffnet der 3 000 Quadratmeter große Famila, der im Vorfeld in Diepholz viel diskutiert worden war.

„Braucht die Stadt diesen Markt noch?“ „Ist er schädlich für die Innenstadt?“ Das waren Themen von Debatten in politschen Gremien, in Leserbriefen und im Internet. Bereits 2014 hatte das Handelsunternehmen Bartels-Langness aus Kiel Interesse geäußert, einen Famila in Diepholz zu bauen. Nach dem positiven Mehrheits-Beschluss des Diepholzer Rates – gegen die Stimmen von SPD und Grünen – ist der Markt östlich des Diepholzer Bahnhofs nun gebaut. 15 Millionen Euro hat Bartels-Langness nach eigenen Angaben investiert und 62 Arbeitsplätze in dem Diepholzer Famila-Warenhaus geschaffen; davon sind 17 Minijobs, die anderen sozialversicherungspflichtige Voll- und Teilzeitstellen. Alle Stellen sind laut Marktleiter Sascha Görbitz besetzt.

Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in den vergangenen Monaten in umliegenden Famila-Märkten der Kieler Unternehmensgruppe eingearbeitet. Nun packen sie im neuen Diepholzer Markt an. Derzeit bekommen sie Unterstützung aus anderen Famila-Standorten und der Famila-Zentrale in Kiel. Parallel zum Einräumen der Regale arbeiten Handwerker an Beleuchtung, Kassentischen und Kühltruhen. Auch draußen wird noch gearbeitet. „Auf dem Parkplatz gab es wegen der Frostperiode Verzögerungen“, erklärt Sascha Görbitz. Aber die würden bis zur Eröffnung aufgeholt.

Überdacht sind 60 der 200 Parkplätze. Die Zuwegung zum Eingang bekommt noch ein Dach.

Von den 200 Parkplätzen sind 60 vor dem Eingang überdacht. Von diesen können Kunden durch ein Verbindungsdach geschützt auch bei Regen trocken in den Markt gelangen. Dort sind im Eingangsbereich kleine Geschäfte. Die Bäckereikette „Kiepenkerl“, die in Diepholz schon im Kaufhaus Ceka vertreten ist, hat dort eine weitere Filiale eingerichtet – mit einem Café-Bereich und Außensitzplätzen. Diese beiden Bereiche können wegen der Corona-Pandemie derzeit noch nicht genutzt werden. Daneben sind das Blumengeschäft „Zaubergarten“ und der Tabak- und Zeitschriftenladen Niemeyer, der auch Postdienstleistungen und Lottoannahme anbietet. Der Platz für einen Friseur ist noch frei.

Der Chef packt mit an: Sascha Görbitz (45) ist Marktleiter des neuen Famila-Warenhauses in Diepholz.

Der 3 000 Quadratmeter große Famila-Markt selbst ist nach modernen Ladenbau-Aspekten gestaltet – mit breiten Gängen und Übersichtlichkeit. Getränke in Mehrwegflaschen gibt es in einem separaten Bereich. Andere Warengruppen sind durch farbliche Wandgestaltung gekennzeichnet. Obst und Gemüse gibt es direkt am Eingang. Am anderen Ende des Marktes sind die Fleisch- und Wursttheke sowie die Käsetheke.

In nahezu allen Warenbereichen hat Famila regionale Produkte im Angebot – von Honig über Bier bis Bio-Tee und handgemachte Seife aus Diepholz. Der Bereich für Nicht-Lebensmittel („Non-Food“) ist kleiner als in anderen Märkten. Das war mit Blick auf das Angebot in der Diepholzer Innenstadt und deren Schutz ein Bestandteil der Genehmigung. Hier gibt es Geschenk- und Bastelartikel sowie eine kleine Auswahl an Küchenhelfern, Fahrradzubehör-- und Autopflegeprodukten sowie eine Textilecke. Neben den fünf Kassen kann bei Bedarf später noch um eine weitere installiert werden.

Der 88. Markt

Die Famila-Handelsmarkt Kiel GmbH & Co. KG wurde 1974 gegründet und gehört zur Bartels-Langness-Unternehmensgruppe. Die Gesellschaft (Famila-Nordost) betreibt Warenhäuser in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. In Diepholz ist der 88. Markt. Familia-Nordost ist leicht zu verwechseln mit Famila-Nordwest. Dieses Unternehmen hat in Leer/Ostfriesland seinen Sitz, gehört zur Bünting-Gruppe (zu der auch „Combi“ gehört) und betreibt unter anderem die Famila-Märkte in Vechta und Damme.

Der Eröffnung am 15. März um 7 Uhr sieht Marktleiter Sascha Görbitz mit langjähriger Erfahrung entgegen. Er ist seit 1996 bei Famila und war in Hoya, Nienburg, Munster und Neustadt am Rübenberge tätig. Aber ihm ist auch bewusst: „Das wird keine normale Eröffnung.“ Denn die Corona-Pandemie erfordert besondere Maßnahmen. So dürfen laut der aktuellen Regelung maximal 190 Kunden gleichzeitig in den 3 000 Quadratmeter großen Diepholzer Famila (für die ersten 800 Quadratmeter ein Kunde je zehn Quadratmeter, für die Fläche darüber hinausein Kunde je 20 Quadratmeter). Um das Hygienekonzept auch bei Eröffnungs-Andrang umzusetzen, ist ein Sicherheitsdienst engagiert. Und ein DJ, der nicht nur Musik macht, sondern auch mit freundlichen Durchsagen auf Corona-Regeln hinweisen soll.

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