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Heimatverein Diepholz saniert 14 Jahre alten Stelenpfad am Schloss

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Von: Eberhard Jansen

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Neue Info-Schilder aus Aluminium brachte Heimatvereins-Vorsitzender Richard W. Bitter am Freitag an den Stelen an, die rund um das Diepholzer Schloss stehen.
Neue Info-Schilder aus Aluminium brachte Heimatvereins-Vorsitzender Richard W. Bitter am Freitag an den Stelen an, die rund um das Diepholzer Schloss stehen. © Jansen

Diepholz – Graf, Gänse, Firmen, Zuwanderer, Hexenprozesse, Judenverfolgung, Bautätigkeit, Bundeswehr, Vereine, Krankenhaus und vieles mehr: Durch kleine Vitrinen mit liebevoll gestalteten Modellen und Figuren und durch Infotafeln bekommen Besucher des Stelenpfades rund um das Diepholzer Schloss Einblicke in viele unterschiedliche Aspekte der Diepholzer Stadtgeschichte. Und das an 365 Tagen im Jahr und ohne Eintritt. Viele Besucher hat der Stelenpfad schon angelockt. Vor 14 Jahren wurden die 36 Eichenbalken als Projekt des Heimatvereins Diepholz nach einer Idee von Werner und Hedda Zeeb aufgestellt und der Weg rund um das Schloss, der nach Beseitigung des früheren Dickichts geschaffen worden war, wurde zu einer kleinen Attraktion.

Nicht nur die Zeit hat aber dort seit 2006 ihre Spuren hinterlassen: Feuchtigkeit und Schimmel verursachten Schäden am Inhalt der Vitrinen, die Schrift der Info-Schilder und die Farbe der Balken verblassten.

Die vergangenen Monate, in denen wegen der Corona-Pandemie Veranstaltungen nicht möglich waren, hat der Heimatverein Diepholz genutzt, die 36 Stelen grundlegend zu sanieren. Sie bekamen nicht nur einen neuen Anstrich und neue Schilder aus Aluminium, sondern auch neue Vitrinen aus Sicherheitsglas. Der Inhalt wurde teilweise erneuert.

Die Glaskästen so zu gestalten, dass die Bilder und Gegenstände darin ausreichend belüftet sind, gleichzeitig aber keine Feuchtigkeit, Insekten und Spinnentiere eindringen und sich ansammeln können, war schwieriger als gedacht. Heimatvereins-Vorsitzender Richard W. Bitter hat viel getüftelt und schließlich eine Lösung gefunden: Die Vitrinen sind nun mit speziellen Schrauben in den Aussparungen der etwa drei Meter hohen Stelen eingespannt und nicht mehr mit Silikon eingeklebt. Somit sind sie rundherum belüftet. Teile von Damenstrümpfen versperren kleinen Krabbeltieren den Weg durch die Öffnungen ins Innere der Vitrine.

Nicht nur Mitglieder des Heimatvereins haben sich bei der Sanierung der Stelen engagiert und viele Arbeitsstunden geleistet, auch finanziell bekam der Verein Unterstützung – vom Landschaftsverband Hunte-Weser und von der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz. Die Kosten für die Stelenpfad-Sanierung beziffert Richard W. Bitter auf etwa 6 000 Euro.

Über verschiedene Aspekte der Diepholzer Stadtgeschichte informieren die 36 Stelen mit kleinen Vitrinen am Diepholzer Schloss.
Über verschiedene Aspekte der Diepholzer Stadtgeschichte informieren die 36 Stelen mit kleinen Vitrinen am Diepholzer Schloss. © Jansen

„Wir haben im Juli mit den Arbeiten begonnen“, berichtet Bitter. Dabei trafen die Heimatvereinsmitglieder immer wieder Besucher des Stelenpfades und erlebten so vor Ort, dass er ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Die Arbeiten sind jetzt fast abgeschlossen. Im Frühjahr soll der Boden, in dem die Eichen-Stelen mit Metallschienen verankert sind, noch mit grobem Kies ausgelegt werden. Danach soll es dann eine Feier für die Helfer des Heimatvereins Diepholz geben, wenn Corona das dann wieder erlaubt.

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