Klinik-Geschäftsführer bei Diepholzer CDU-Veranstaltung

1200 Patienten in den ersten beiden Monaten

Vor mehr als 80 Zuhörern informierte Uwe Lorenzen (vorn), Geschäftsführer des Krankenhaus-Trägers Alexianer Landkreis Diepholz, bei einer CDU-Veranstaltung im „Haus Herrenweide“ am Mittwochabend über die aktuelle Situation der heimischen Klinik-Landschaft. - Foto: Jansen

Diepholz - Im Januar und Februar sind in der Klinik Diepholz ingesamt 1 200 Patienten stationär aufgenommen worden: „Wir sind gut ins neue Jahr gestartet und zufrieden“, erklärte Uwe Lorenz, der seit 100 Tagen Geschäftsführer der Alexianer Landkreis Diepholz ist. Aus diesem Anlass hatte ihn der CDU-Stadtverband Diepholz zum Themenabend über die Situation der heimischen Kliniklandschaft eingeladen.

Mehr als 80 Interessierte begrüßte der Diepholzer CDU-Vorsitzende Hans-Ulrich Püschel zu der öffentlichen Veranstaltung am Mittwochabend im „Haus Herrenweide“.

Nach vielen Diskussionen und heftigen Bürgerprotesten für den Erhalt der Klinik im vergangenen Jahr ist nun etwas Ruhe eingekehrt. Die internistische Notfallversorgung ist laut aktuellem Konzept weiterhin 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche gewährleistet. Im Bereich der Chirurgie sollen aber große Operationen nachts ab 22 Uhr nicht mehr möglich sein, – um Personal dafür nicht mehr vorhalten zu müssen. Die Urologie bleibt in Diepholz und es gibt wieder einen Durchgangsarzt der Berufsgenossenschaft für Arbeits- und Wegeunfälle.

Zudem soll im Diepholzer Krankenhaus eine psychiatrische Tagesklinik mit 14 Plätzen eingerichtet werden. Wann das erfolgt, steht laut Uwe Lorenz noch nicht fest: „Wir haben das beim Land beantragt und stehen etwas in Konkurrenz zum Landkreis Vechta.“

Unter den mehr als 80 Zuhörern, von denen einige die Gelegenheit zu Detailfragen nutzten, waren auch Mitglieder der Bürgerinitiative zum Erhalt des Diepholzer Krankenhauses. Sprecherin Jolanta Malan äußerte die Bereitschaft, an der Weiterentwicklung der Klinik mitzuhelfen und Vorschläge zu unterbreiten.

Wie lange die Kliniklandschaft im Landkreis Diepholz unverändert bleiben kann, konnte Uwe Lorenz nicht sagen: „Es wird immer schwieriger, verlässlich über einen längeren Zeitraum zu planen“, erklärte er angesichts sich häufig ändernder gesetzlicher und gesundheitspolitischer Vorgaben.

Er blickte aber auch auf die Veränderung der Bevölkerungsstruktur im Landkreis Diepholz. So wird im Jahr 2030 die Mehrheit der Bürger über 60 Jahre alt sein – mit entsprechend hohem medizinischem Bedarf.

Lorenzen kündigte an, für die Klinik Diepholz (zurzeit 130 Betten) zusätzliche Pflegekräfte einzustellen. Das Krankenhaus macht laut Lorenzen im Jahr etwa 21 Millionen Euro Umsatz. - ej

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