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Kuddelmuddel-Markt: Der Euro rollt trotz Regenwetters

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Von: Gregor Hühne

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Die kleine Maileen, Bruder Mika und Mutter Anne beim Verkaufen.
Feilschen und Verkaufen: Die kleine Maileen (3.v.l.) verkauft mit ihrem Bruder Mika und Mutter Anne gut erhaltene Spielsachen und Kleidung. © Gregor Hühne

Bei Schmuddelwetter fanden viele Besucher und mehr als 100 Standbetreiber auf dem Kuddelmuddel-Markt in Syke-Wachendorf zusammen. Mit sporadischen Abdeckplanen und Regenschirmen trotzten sie den Naturgewalten. Nach zweieinhalbjähriger Zwangspause freuten sich beide Seiten auf das Feilschen und den Besitzerwechsel.

Wachendorf – Zweieinhalb Jahre mussten die Betreiber des Kuddelmuddel-Marktes wegen der Corona-Auflagen warten. Am Sonntag war es dann zum 25. Mal soweit: Rund 120 Beschicker hatten ihre Flohmarkt- und Verkaufsbuden auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses in Wachendorf aufgebaut. Die Stimmung war gut und die Geschäfte hätten sich vielfach gelohnt. Dennoch: „Das Wetter hätte besser sein können“, lautete das Resümee vieler Schausteller und Besucher.

„Diverse Beschicker haben uns hängen lassen“, sagte Hans-Hermann Lindhorst. Der zweite Vorsitzende des Wachendorfer Bürgervereins nahm kein Blatt vor dem Mund. Kurz vor dem Verkaufstag am Sonntag habe es rund 30 Absagen gegeben, mit wohl „meist vorgeschobenen Begründungen wie ,krank geworden' oder ,Corona'“, mutmaßte Lindhorst. Wahrscheinlich habe es aber an der trüben Wetterprognose gelegen. Was ihn ärgerte: Vor einer Woche habe der Bürgerverein noch Dutzenden Interessenten absagen müssen. Maximal könnten 160 Beschicker auf der vorgesehenen Freifläche unterkommen.

Der Kuddelmuddel-Markt sei ansonsten hervorragend verlaufen, sagte Lindhorst: „Das Publikum war gut und die Leute haben gut verkauft.“ Die Einschätzung bestätigte der erste Vorsitzende Manfred Rinas: „Die Befürchtung war, dass noch mehr absagen“.

Einen Dämpfer verpasste das Wetter einem Autofahrer: „Auf dem Parkplatz hat sich einer festgefahren“, so Rinas. Den hätten sie auf der nassen Wiese mit drei Leuten „rausgeruckelt“. Ein Trecker habe den Tag über bereitgestanden, musste aber nicht zum Einsatz kommen.

Familie Neddermann aus Schnepke.
Familie Neddermann aus Schnepke ergattert drei neue Angeln. © Gregor Hühne

Und was sagten die Verkäufer? „Ich fahre mit weniger nach Hause“, freute sich Petra Kruse aus Syke, die „Spielsachen und Klamotten“ verkaufte. „Wir sind auf jeden Fall zufrieden“, sagte Anne aus Gödestorf, die mit ihren beiden Kinder Maileen und Mika alte Spielsachen und Kinderkleidung präsentierte. Dafür wären sie schon um 7.15 Uhr aufgestanden, ab 8 Uhr durften sie aufbauen.

Matthias Lenz aus Wachendorf zählte bereits zu den alten Hasen auf dem Kuddelmuddel. Vor rund sieben Jahren verkaufte er dort das erste Mal selbst gemachten Honig aus der Region.

Gleich neben seinem Stand war Oliver Schmidt aus Husum bei Nienburg mit seinen Sachen zum allerersten Mal vertreten – einer Kombination aus alten und modernen Dingen. „Ich bin nächstes Mal wieder dabei“, kündigte er an.

Zahlreiche Marktbesucher stöberten derweil durch die Auslagen. Unter ihnen Aline und Boris Neddermann, die ihrem Sohn Noah drei Angeln kauften. „Eigentlich sollte eine vier Euro kosten, nun haben wir drei für je drei Euro“, sagte Aline zufrieden.

Insgesamt 31 Leute arbeiteten an der Organisation des Kuddelmuddel-Markts mit. „Viel Arbeit für einen Tag“, so Rinas. Die Beschicker packten ab 16 Uhr ihre Stände zusammen und der Verein begann mit dem Rückbau. Die restlichen Arbeiten sollen am Montag folgen. Den nächsten Markt plant der Bürgerverein für Sonntag, 4. September.

Oliver Schmidt und Matthias Lenz.
Honig aus Wachendorf bietet Matthias Lenz (2.v.l.) an. Daneben betreibt Oliver Schmidt (l.) zum ersten Mal einen Stand auf dem Kuddelmuddel-Markt. Die Besucher finden derweil allerlei Sachen, so zum Beispiel Familie Neddermann aus Schnepke, die drei neue Angeln ergattert. © Gregor Hühne

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