Manfred Diephaus erhält „Goldenes Rebhuhn“ für sein Natur-Engagement

Der Dank der Jäger

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Hegeringleiter Leo Harms (links) und die Steller Jagdpächter (v.r.) Gerhard Schröder, Franz Schütte und Walter Weymann zeichnen Manfred Diephaus für sein Engagement für Natur und Landschaft mit dem „Goldenen Rebhuhn“ der Landesjägerschaft Niedersachsen aus. ·

Bassum - Von Heiner Büntemeyer STELLE · Das „Goldene Rebhuhn“ gibt es nicht oft: Diese hohe Auszeichnung verleiht die Landesjägerschaft Niedersachsen an Nicht-Jäger. Am Wochenende erhielt Manfred Diephaus sie im Gasthaus Wohlers aus den Händen von Hegeringleiter Leo Harms.„Dass wir hier keine ausgeräumte Landschaft vorfinden, verdanken wir deinem Engagement für Landschaft und Natur“, so Harms.

Jagdpächter Gerhard Schröder hatte in Übereinstimmung mit seinen Jagdpächter-Kollegen Walter Weymann und Franz Schütte die Auszeichnung beantragt und erklärte den Jagdgästen auch den Grund dafür.

„Wenn jemand diese Auszeichnung verdient hat, dann Manfred Diephaus“, so Schröder. Diephaus habe auch als Sprecher der Twistringer Agenda-Gruppe mit enormem Einsatz und gegen manche Widerstände in den letzten Jahren hunderte von Bäumen, Hecken und Sträuchern gepflanzt. „Wer in Stelle und Umgebung die Augen offen hält, der sieht das auch.“ Überall, wo die Jäger an diesem Tag jagten, hätten Bäume gestanden, die Manfred Diephaus gepflanzt habe. Einige markante Pflanzungen zählte er auf: die Weißdornhecke am Sportplatz, die Streuobstwiese, den Königswald sowie die Bepflanzungen entlang des Wedehorner Weges und entlang „seiner Weyher Straße“. Schröder erinnerte daran, wie er gemeinsam mit Diephaus sogar zum Bremer Bürgerpark gefahren sei, um dort eine Partie aufgelaufener Ahornsetzlinge abzuholen.

Die feste Überzeugung, dass Bäume einen Generationenvertrag darstellten, habe er von seinem Vater übernommen, so Diephaus. „Wenn jede Generation mehr Bäume pflanzt als gefällt werden, steht einer nachhaltigen Nutzung von Holz nichts im Wege“, erklärte er. In früheren Jahren sei oft gegen dieses Credo verstoßen und viel Wald vernichtet worden. Er habe in den letzten etwa zehn Jahren rund 600 Bäume und Sträucher gepflanzt. Doch mit dem Pflanzen allein sei es nicht getan. „Bevor ein Baum ein Baum wird, muss er gehegt und gepflegt und gegen Verbiss geschützt werden“, so Diephaus.

Er sei von der Auszeichnung, über die er sich sehr freue, völlig überrascht worden. Als Nicht-Jäger nahm er an dem gemeinsamen Essen nur deshalb teil, weil er seit vielen Jahren bei den Treibjagden den Jagdwagen fährt.

Nach der Auszeichnung spielte die Bläsergruppe des Hegeringes Twistringen zu Ehren von Manfred Diep haus den „Treibermarsch“.

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