Verein Release präsentiert Umfrageergebnisse zum Thema betriebliche Gesundheitsförderung / Interesse auch in Weyhe

Damit die Leistungsträger fit bleiben

Wilfrid Sondag zeigt Wirtschaftsvertretern aus Stuhr und Weyhe die Ergebnisse seiner Umfrage.

Stuhr - STUHR/WEYHE (pe) · Wenn es um das Thema Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht, stößt Wilfrid Sondag vom Verein Release bei heimischen Betrieben durchaus auf offene Ohren. Welche Chancen und Möglichkeiten sich dahinter verbergen, darüber herrsche aber noch ein diffuses Bild. So fasst Sondag das Ergebnis einer Umfrage zusammen.

Release hatte von kleinen und mittelständischen Unternehmen wissen wollen, welche Rolle die Themen Gesundheit, Sucht und Vorbeugung in den Betrieben spielen und eine Online-Frageaktion auf die Beine gestellt.

Immerhin 36 Führungskräfte hatten die Gelegenheit genutzt und schickten einen ausgefüllten Fragebogen zurückgeschickt. Macht eine Rücklaufquote von rund zehn Prozent. Für Umfragen dieser Art ein durchaus respektables Ergebnis, meint Sondag.

Suchtprävention sei in vielen Betrieben schon angekommen, sagt Sondag. Weit über die Hälfte der befragten Unternehmen will die Mitarbeiter vor Drogen, übermäßigem Tabak- und Alkoholkonsum schützen oder interessiert sich zumindest für diese Aufgabe.

Ähnlich hoch im Kurs stehe eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes. Kaum eine Rolle spiele bisher die betriebliche Sozialberatung. Gesundheitsgruppen existieren in Stuhrer Unternehmen so gut wie gar nicht, fand Sondag heraus.

Noch Überzeugungsarbeit leisten muss er in Hinblick auf den betriebswirtschaftlichen Nutzen einer betriebliche Gesundheitsförderung. Nicht bei jedem Firmenchef sei angekommen, dass kranke und vor allem suchtkranke Mitarbeiter mehr Ausschuss und damit höherer Kosten verursachen, weshalb sich ein Gesundheitsmanagement auch in Euro und Cent bemerkbar machen könne, rechnete der Release-Berater vor.

In Zeiten des Fachkräftemangels komme ein Unternehmen gar nicht umhin, auf die Gesundheit des Personals zu achten, betonte Rainer Mewe, Vorsitzender der Brinkumer Interessengemeinschaft. Wichtig sei es, vor allem die Leistungsträger, die viel arbeiten und Verantwortung übernehmen, vor einem gefürchteten

Burnout zu bewahren.

Bei einer Veranstaltung Ende Januar will Release über Chancen und Konzepte informieren. Ausdrücklich eingeladen sind auch Unternehmer aus Weyhe. Wirtschaftsförderer Dieter Helms informierte sich gestern über die Umfrage.

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