Projekt der Regensburger Uni hilft bei MINT-Berufen / Rund 300 Twistringer Gymnasiastinnen informiert

„CyberMentor“ fördert Mädchen

Rechnen sich gute Berufschancen über das „CyberMentor“-Projekt aus: Schülerinnen der 8c im Twistringer Gymnasium, hier mit Klassenlehrerin Dr. Christiane Braun (hinten).

Bassum - TWISTRINGEN (tw) · „CyberMentor“ ist das Zauberwort. Das gleichnamige Projekt aus der Uni-Pädagogik-Schmiede in Regensburg, ermöglicht es ausschließlich Mädchen und jungen Frauen, problemlos in MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sowie Studiengänge hineinzuschnuppern. Rund 300 Schülerinnen des Twistringer Gymnasiums ist diese Woche das außergewöhnliche Projekt vorgestellt worden. Hinterher äußerten sich viele ganz begeistert.

Das neue Projekt wird durch das Bundesbildungsministerium und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. Seit April 2009 tauschen sich bereits mehr als 800 Mentoring-Paare bundesweit aus. Diplom-Informatikerin Diana Schimke von der Regensburger Universität, die „CyberMentor“ vertritt und einen Lehrstuhl für Schulpädagogik hat, konnte in Twistringen den 300 Schülerinnen – von den sechsten bis zu den zehnten Klassen – von insgesamt 566 Gymnasiasten an der Vechtaer Straße neue Wege aufzeigen. „Obwohl die Leistungen von Mädchen im MINT-Bereich steigen, überwiegen immer noch Geschlechtsrollen-stereotype Studien- und Berufswahlen“, weiß Schimke.

„CyberMentor“ bedeutet: Jedes Mädchen erhält eine persönliche E-Mail-Mentorin, tauscht sich mit ihr über Schule, Studium, Beruf und die genannten MINT-Themen aus.

Lisa Galfe findet das Projekt sehr interessant, auch die Themenangebote beeindrucken die 14-Jährige aus der Klasse 8c. Die gleichaltrige Nele Rasche hat sich ebenso gut informiert: Wer noch nicht volljährig sei, müsse zunächst die Erlaubnis der Eltern vorweisen und dann einen Anmeldebogen ausfüllen.

Auch Achtklässlerin Mirja Brinkmann betont, mit ihrer persönlichen Mentorin könne sich jede Teilnehmerin über fachliche Fragen, schulische Themen und berufliche Perspektiven unterhalten. Mirja: „Ich finde es gut, dass dies nur für Frauen und Mädchen angeboten wird. Da wird gezeigt, dass Frauen auch bisher typische Männerberufe erlernen können, beispielsweise Physiker.“

Und Nele freut: Das Projekt biete Einblicke in viele verschiedene Jobs. Die 14-jährige Twistringerin und ihre Mitschülerinnen überlegen sich jetzt, ob sie sich für „CyberMentor“ anmelden. Denn vorausgesetzt wird, dass es für ein Jahr sein muss. Schließlich sind die Teilnehmerplätze begrenzt. „Bevor ich anderen einen Platz wegnehme, sollte ich gut überlegen, ob ich mich anmelde“, heißt es.

Die Gymnasiastinnen haben auch erfahren, dass das Chatten im „CyberMentor“ sicher sei. Alles geschehe auf einer geschützten Internetplattform, und nur mit Ausweis. Die Mentorinnen würden die Mädchen auch auf interessante Wettbewerbe vorbereiten. Im so genannten „Community-Chat“ werden außerdem gemeinsame Ausflüge zu Forschungsinstituten und Unternehmen sowie persönliche Treffen – im wirklichen Leben – verabredet. Schließlich können die Jugendlichen auf vielerlei Hilfen zurückgreifen, selbst auf eine Themenauswahl für ihre Schulreferate.

WWW.

cybermentor.de

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