Inzidenz über 100

Corona-Notbremse im Landkreis Diepholz: Ausgangssperre gilt ab Mittwoch

Der Landkreis Diepholz hat am Montag drei Tage hintereinander den Schwellenwert von 100 in der 7-Tage-Inzidenz überschritten. Diese Regeln greifen ab Mittwoch.

Landkreis Diepholz - Per Allgemeinverfügung hat der Landkreis Diepholz am Montag festgestellt, dass ab Mittwoch die Corona-Notbremse im Landkreis greift. Grund dafür ist die 7-Tage-Inzidenz, die im Kreisgebiet den Schwellwert von 100 drei Tage hintereinander überstiegen hatte. Das bedeutet der neuen bundeseinheitlichen Corona-Notbremse nach, dass verschärfte Corona-Regeln gelten.

LandkreisDiepholz
Bevölkerung216.886
LandratCord Bockhop (CDU)
Fläche1.988 Quadratkilometer

„Auch wenn die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Diepholz zuletzt durch ein einzelnes eingrenzbares Infektionsgeschehen deutlich gestiegen ist, ist das Mitwirken aller Bürgerinnen und Bürger entscheidend. So haben in den vergangenen Monaten auch viele Einzelfälle zu einem Anstieg der Gesamtzahl geführt“, erklärt Landrat Cord Bockhop. „Ob mit oder ohne Notbremse befinden wir uns nach wie vor an einem Punkt, an dem die Einhaltung von Abständen, die Reduzierung der sozialen Kontakte und ein umsichtiges Verhalten bei Krankheitsanzeichen oder -verdacht entscheidend sind.“

Ab 22 Uhr Haus verlassen verboten

Betroffen sind viele Bereiche von der Corona-Notbremse. Nach der neuen Corona-Verordnung des Landes gilt ab Mittwoch eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr im Landkreis Diepholz. Das Haus darf dann nur noch in Notfällen oder aus Arbeitsgründen verlassen werden. Auch für die Versorgung von Tieren darf eine Ausnahme gemacht werden. Außerdem ist es zwischen 22 Uhr und 24 Uhr erlaubt, sich ohne Begleitung draußen körperlich zu bewegen.

Im Landkreis Diepholz gilt ab Mittwoch die bundeseinheitliche Corona-Notbremse und damit verschärfte Regeln.

Strengere Regelungen gelten auch in Bezug auf die Kontaktbeschränkungen. Ein Haushalt darf sich dann nur noch mit einer Person aus einem anderen Haushalt treffen. Kinder bis 14 Jahre sind davon ausgenommen. Tagsüber darf Sport nur alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand betrieben werden. Ausgenommen sind auch Kinder, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal fünf Kindern bis 14 Jahre trainieren.

Wochenmärkte, auf denen nur Lebensmittel verkauft werden, dürfen ebenso wie Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte öffnen und wie der Großhandel ihr übliches Sortiment verkaufen.

„Click&Meet“ bis zu 150er-Inzidenz möglich

Läden mit einer Fläche von bis zu 800 Quadratmeter Betriebsfläche dürfen pro 20 Quadratmeter nur noch eine Kundin beziehungsweise einen Kunden ins Geschäft lassen. Ab 800 Quadratmeter Betriebsfläche gilt eine Begrenzung von einer Kundin beziehungsweise einem Kunden je 40 Quadratmeter. Dabei muss eine FFP2- oder medizinische Maske getragen werden. Außerdem ist „Click&Collect“ möglich. Bis zu einer Inzidenz von 150 kann ein „Click&Meet“ angeboten werden. Nach einer vollständigen Impfung ist das auch ohne Corona-Test möglich.

Schulen im Landkreis Diepholz wechseln wieder in den Distanzunterricht.

Dienstleistungen, die nicht notwendig seien, sind untersagt. Zu den Notwendigen gehören medizinische, therapeutische, seelsorgerische oder pflegerische Dienstleistungen. Lediglich Friseure und Teile der Fußpflege bleiben unter strengen Auflagen erlaubt.

Schulen wechseln in Distanzunterricht

Schulen wechseln mit der Corona-Notbremse wieder in den Distanzunterricht. Ausgenommen davon sind Grundschulen, Förderschulen Geistige Entwicklung, Tagesbildungsstätten sowie Abschlussklassen. Auch die Kindertagesbetreuung ist von der Notbremse betroffen. Hier erfolgt ab Mittwoch der Wechsel in die Notbetreuung in Kleingruppen. Einschränkungen gelten ebenso für den Betrieb von Großtagespflegestellen.

Aufhebung der Maskenpflicht in der Stadt Sulingen

Die positive Entwicklung der Fallzahlen in der Stadt Sulingen hat sich auch über das Wochenende bestätigt. Nach rund einer Woche Maskenpflicht in Teilen des Stadtgebietes kann diese nun wieder aufgehoben werden. „Das disziplinierte Verhalten der Bürgerinnen und Bürger hat zu einem starken Rückgang der Infektionszahlen in Sulingen geführt“, dankt Landrat Cord Bockhop. „Solche Erfolge wollen wir auch erneut in Bezug auf die bevorstehende Corona-Notbremse erzielen. Ich wünsche mir, dass die neuen Regelungen, die für unseren Landkreis auf Bundes- und Landesebene beschlossen wurden, eine breite Akzeptanz erfahren und den erhofften Erfolg in Hinblick auf das Infektionsgeschehen erzielen.“ *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Wüstneck/dpa

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