Mobilbauten der Lukas Schule sorgen für Diskussionen bei Sportlern, Klaus Rajf und Jochen Löschen

„Container sind keine Lösung“

An den Mobilbauten der Lukas Schule erhitzen sich derzeit die Gemüter.

Bassum - BASSUM (al) Die Mobilbauten der Lukas Schule sorgen derzeit in Bassum für einige Unruhe und Diskussionen. Sowohl Ortsvorsteher Klaus Rajf (CDU) als auch der Fraktionsvorsitzende des Bürgerblocks, Jochen Löschen, sind mit den Containern überhaupt nicht einverstanden.

„Ich habe viele Anrufe erhalten“, erklärt Rajf und verhehlt nicht seine Enttäuschung, dass der Rat in einer öffentlichen Sitzung von einer Mitsprache ausgeschlossen worden sei. „Ich hatte im Vorfeld als Ortsvorsteher und Mitglied des Rates darüber keine Informationen und war, wie der Rat in seiner Gesamtheit, an einer Entscheidung nicht beteiligt. Persönlich hätte ich gegen das Aufstellen von Schul-Containern gestimmt“, erklärt der CDU-Politiker. Denn gegen die Errichtung würden viele Gründe sprechen. „Ich möchte nur einige nennen: Immer noch unterstützt die Stadt Bassum die Privat-Schule finanziell, der sie Gelder stundet oder Energiekosten teilweise erlässt, der Sportbetrieb in der Halle für die städtischen Schulen wird weiter erschwert, da mit Beginn des neuen Schuljahres weitere Klassen der Lukas-Schule die Halle nutzen werden“, so Rajf.

Auch müsse nun der Schule ein notwendiger neuer Pausenhof auf dem Sportplatzgelände zur Verfügung gestellt werden, da der bisherige mit Containern bebaut wurde.

Rajf weiter: „Die Lukas-Schule hatte viele Jahre Zeit, ein Konzept zu entwickeln. Sichtbar hat sie das versäumt, denn die Container auf einem Sport-, Schul- und Freizeitgelände der Stadt sind keine Lösung, auch nicht für zwei Jahre.“

Jochen Löschen, Fraktionsvorsitzender des Bürgerblocks geht noch einen Schritt weiter: „Wir sind über den Tisch gezogen worden, weil der Rat nicht gefragt wurde.“

Löschen ist derart vergrellt, dass er plant, die Kommunalaufsicht einzuschalten, um prüfen zu lassen, ob sich der Bürgermeister richtig verhalten hat.

Laut Löschen stand der Antrag der Lukas Schule nicht auf der Tagesordnung des am 17. Juni tagenden Verwaltungsausschusses. „Das wurde nur bekannt gegeben. Ich war leider nicht anwesend. Aber als ich davon hörte, habe ich dem Bürgermeister geschrieben, dass ich davon ausgehe, dass wir das Thema im Fachausschuss und im Rat besprechen werden“, so Löschen, der überrascht war, nichts mehr vom Bürgermeister zu hören.

Wilhelm Bäker sieht der Drohung Löschens gelassen entgegen: „Wir haben in der VA-Sitzung von dem Antrag der Lukas Schule berichtet. Es gab keinen Einspruch. Daraufhin ging das Protokoll raus, am 1. Juli. Ich habe nichts weiter gehört.“

Für Löschen liegt das Hauptproblem im nun fehlenden Schulhof: „Die haben gar keinen Pausenhof mehr. Eine Schule muss aber einen entsprechenden Raum vorhalten. Ich fürchte, dass die Jugendlichen auf den Sportplatz ausweichen werden.“

Diese Sorgen hegt auch die Fußballsparte des TSV Bassum.

Die SPD indes kann sich mit dieser Übergangslösung anfreunden. „Natürlich hätten wir es gern gesehen, dass die Schüler eine würdigere Bleibe bekommen hätten“, so der Fraktionschef Dr. Christoph Lanzendörfer. „Aber wir sind auch weiterhin daran interessiert, dass die Lukas Schule bestehen bleibt. Schließlich sind wir Bildungsstandort. Wir befürworten die Übergangslösung, sind dennoch bestrebt, das Bauvorhaben der Schule zügig zu unterstützen.“ Durch die Anerkennung der Sekundarstufe I und den damit verbundenen Mitteln aus Hannover könne die Schule die Verbindlichkeiten abtragen.

Derzeit wird der Schule die Miete gestundet, nur die Nebenkosten fallen an. Laut Schulleiterin Gabriele Wilk-Batram habe man enorme Umbaukosten gehabt. Aus diesem Grund einigte man sich bei Vertragsabschluss mit der Stadt darauf, die Räume zehn Jahre mietfrei nutzen zu können.

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