GTS beendet erfolgreich erstes Comenius-Projekt / Das zweite ist in Planung

Im Club der Bildung dabei

GTS-Leiter Rainer Goltermann vor der Comenius-Wand im Schulflur. ·
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GTS-Leiter Rainer Goltermann vor der Comenius-Wand im Schulflur. ·

Syke - Von Detlef VogesSechs Jahre Arbeit waren nötig für die Aufnahme in den „Club“. Jetzt ist die Ganztagsschule (GTS) Teil des internationalen Comenius-Projekts, dem europäischen Programm für die schulische Bildung. Und Schulleiter Rainer Goltermann lässt keinen Zweifel daran, dass die GTS möglichst dauerhaft Comenius-Mitglied sein möchte.

Ihre Premiere hat die GTS mit der Klasse R9a erfolgreich absolviert. Jetzt bereitet sich die Schule bereits auf das zweite Projekt vor, das im November startet, wieder über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Wenn Goltermann und Dr. Rajinder Singh, GTS-Projektleiter, über Comenius sprechen, schwingt Stolz mit, besonders über das Engagement der Schüler.

Kein Wunder, war allein die Genehmigung schon gespickt mit Anforderungen und einem aufwändigen Programm. Unter dem Titel „Setting a seed for change“ (Setzen eines Samens für Veränderung) stand es im Zeichen von Recycling und erneuerbarer Energie. „Die Schüler sollten sich Gedanken machen, wie die Erde nachhaltig bewohnbar bleibt“, sagt Goltermann.

Das Projekt startete 2010. Beteiligt waren Schulen aus Großbritannien, Italien, Spanien, Frankreich, Rumänien, Litauen und Deutschland, gesponsert von der EU. Die GTS erhielt 20 000 Euro. Das voneinander Lernen führte dazu, dass stets eine Schülerabordnung mit Projektleiter Singh in den Partnerländern unterwegs war – in Bergamo (Italien), Gijon (Spanien), Laon (Franreich), Morecambe (England), Pitesti (Rumänien) und Taurage (Litauen).

Das, was die Schüler sahen, mussten sie mit den Verhältnissen in Deutschland vergleichen und an Ort und Stelle Vorträge halten – auf Englisch. „Ich war erstaunt, wie sicher die Schüler das gemacht haben“, resümiert Singh, der sich auch lobend über das Sozialverhalten äußert. Das Fazit des Projekts: Deutschland, Frankreich, Spanien und England sind in Sachen Recycling und erneuerbare Energien schon weiter als beispielsweise Litauen oder Rumänien.

„In Rumänien haben sie uns voller Stolz ihr Atomkraftwerk gezeigt“, erinnert sich Singh. In Litauen nutzten sie zwar Wasserkraft zur Energiegewinnung, vergeudeten dabei aber auch Strom beim Transport des Wassers in die Höhe. Beeindruckt zeigten sich Singh und die Schüler dagegen von Großbritannien, wo die Schule Müll trenne. Zudem beziehe sie Obst und Gemüse aus der umliegenden Landwirtschaft und verkaufe es in SB-Märkten. „Die haben eigene Kochbücher rausgegeben“, so Singh.

Die Ergebnisse des Projekts fanden Eingang in einen Abschlussbericht. Damit ist aber nicht Schluss. „Per Skype bleiben wir weiter in Kontakt mit den Schulen. Fest steht, dass unsere Schüler im Umgang mit den Alltagsdingen eine Menge gelernt haben“, betont der Schulleiter.

Im nächsten Projekt wächst der Kreis auf elf Schulen und Länder. Dabei steht die Praxis im Vordergrund. Singh denkt schon über einen Solarkocher und eine Theateraufführung mit recycelten Kleidern nach.

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