„Aktionsbündnis gegen rechts“ gestern Abend als Organisation geehrt

Clausen Weyher des Jahres

Geehrte und ein Ehrender: (v.l.) Christoph Ufer, Robert Steinbicker, Heinz-Wilhelm Clausen, Dr. Andreas Bovenschulte sowie Malte Brück ·

Weyhe - Heinz-Wilhelm Clausen ist Weyher des Jahres. Der Erste Gemeinderat Dr. Andreas Bovenschulte hat dem Vorsitzenden des TuS Sudweyhe gestern Abend diesen Titel für besondere ehrenamtliche Verdienste verliehen. Bovenschulte kürte das Aktionsbündnis gegen rechts zur Weyher Organisation des Jahres.

Der Stellvertreter des im Urlaub weilenden Bürgermeisters Frank Lemmermann würdigte Clausen als Pionier des Gesundheitssports. Unter dessen Federführung hatte der TuS Sudweyhe 1982 die erste Herzsportgruppe im Landkreis ins Leben gerufen. Heute gehören ihr 250 herzkranke Menschen an, die unter Aufsicht von Ärzten Sport treiben.

„Kaum ein anderer hat für den Sport in Weyhe so viel getan wie Sie“, wandte sich der Erste Gemeinderat an Clausen. Auch das Sport- und Gesundheitszentrum habe sich unter der Ägide Clausens, der dem Verein seit 1976 vorsteht, zu einer „Marke“ entwickelt.

Auffällig seien Clausens Zielstrebigkeit und Disziplin. Auch wenn ihm Exzesse fremd seien, habe sich der Sudweyher nicht gescheut, dem damaligen Gemeindedirektor Alfred Wetjen im Rahmen eines „Wodka-Kampftrinkens“ die Zustimmung für ein Vereinsprojekt abzuringen.

Bovenschulte wünschte Clausen, er möge seine Lebenserwartung durch seinen Einsatz um 21 Prozent steigern. Damit bezog er sich auf eine aktuelle amerikanische Studie, die herausgefunden hat, dass das Ehrenamt glücklich macht und lebensverlängernd wirkt.

Der Konrektor der Realschule Syke bezeichnete „seinen“ TuS als Herzensangelegenheit. Es sei außergewöhnlich, dass der „Dorfverein“ 3 006 Mitglieder bei nur 2900 Einwohnern habe. Auch sei es nicht selbstverständlich, dass Babys und Hochbetagte Vereinsmitglieder seien. Der sichtlich gerührte Heinz-Wilhelm Clausen gab das Lob für sein besonderes ehrenamtliches Engagement weiter. Der Sport- und Mathematiklehrer rechnete vor, dass die 180 Übungsleiter des TuS Sudweyhe ehrenamtliche Arbeit im Wert von 500 000 Euro geleistet hätten.

Der Sonderpreis für das Aktionsbündnis gegen rechts honoriert nach Bovenschulte den mehr als zehnjährigen Kampf gegen faschistische Anfänge in Weyhe. Das Bündnis zeichnet für das große Festival „aufMUCKEN gegen rechts“ verantwortlich. Das nächste Konzert sei bereits in der Vorbereitung und gehe am 19. November über die Bühne, sagte Sprecher Robert Steinbicker in seiner Dankesrede. · pk

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