Weihnachtskantate: Sechs Ensembles begeistern in der vollbesetzten Kaiserhalle / Wagenfeld singt und genießt

Choristisches Engagement in voller Blüte

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„Gemeinsam sind wir gesanglich noch stärker“, lautete das Motto. Zum Oratorium des Messias von Händel verbündete sich der Gemischte Chor Wagenfeld mit dem Singekreis Preußisch Ströhen. ·

Wagenfeld - Sechs Ensembles, große vorweihnachtliche Freude und ein Saal voller zufriedener Mienen – Dieses Bild bot sich am vierten Advent in Wagenfelds Kaiserhalle.

Wie choristisches Engagement zur vollen Blüte erwachsen kann, die Gäste mitnimmt und auch den letzten Unentschlossenen in den Hauch der nahenden Weihnacht einhüllte, das demonstrierten der Gemischte Chor Wagenfeld, der Popchor, fünf junge Damen des „Juchowa“ und als Gäste die Bläser des Posaunenchores Ströhen unter der Leitung von Andreas Lorch sowie der Singekreis Preußisch Ströhen.

Die Gesamtleitung hatte Leta Henderson inne, während Marita Kleemeyer durch das festliche Programm führte. „Unser Motto heißt: ‚Wagenfelder Weihnachtskantate‘“, kündigte Marita Tödtemann das Konzert an. Tatsächlich bot es einen wunderbaren Querschnitt mit traditionellem Liedgut zum Mitsingen, weitentfernten Klängen der Karibik, Popsongs, Jazzigem, Gospel, amerikanischer Weihnacht und zu guter Letzt der Schlenker zurück zur bevorstehenden Heiligen Nacht.

Da gesellte sich der aktuelle Superstar Robbie Williams zu dem aus einer anderen Ära: Georg Friedrich Händel und dem Oratorium aus dem Messias „Denn es ist uns ein Kind geboren“ und dem „Halleluja“. Immer unterstützt und wundersam begleitet von Monika Zilke am Klavier. Zwei „Superstars“ in Wagenfeld zitiert, ein Jahrhundert voneinander entfernt, geeint im Gesang der Interpreten. „Wir werden die Auszüge aus dem Messias super singen“, versprach Marita Kleemeyer und hielt Wort.

Der Singekreis Preußisch Ströhen und der Gemischte Chor Wagenfeld hatten etwa ein halbes Jahr auf den Auftritt hingearbeitet und er wurde ein voller Erfolg. Stimmgewaltig, voll, lobend und preisend, wie ein Halleluja sein sollte.

Der Posaunenchor Ströhen zeigte seine Stärken in wunderbaren Vorspielen zu bekannten Gesängen wie „Wir sagen Euch an“ oder „Stern über Bethlehem“ und der Saal stimmte eifrig ein. Sieben unerschrockene Frankreichfans, aus der Freundschaft mit Wagenfelds Partnerstadt Vibraye entstanden und sonst im Gemischten Chor agierend, sangen in Wagenfeld auf Englisch, was sie in Frankreich auf Deutsch geprobt hatten: „Carol of the bells“ (Lied der Glocken) mit Stimmen wie Weihnachts-Glocken.

Junge Stimmen des Jugendchores Wagenfeld (Juchowa) demonstrierten aktuell ihren Musikgeschmack mit Adeles „Rolling in the deep“ und dem Klassiker „O happy day“, den bereits Joan Baez, Aretha Franklin und die Les Humphries sangen.

Amerikanisch bunt und für eine „Wonderful christmas time“ setzte sich der Popchor ein. Im grellen Lady Gaga-Stil stimmten sie fröhlich auf Weihnachten ein, bevor der Abschluss stiller und besinnlicher in Richtung zum Heiligen Abend die Besucher entließ.

Im Herzen von Wagenfeld traf sich ein Teil des Ortes zu einem Weihnachtskonzert, das den Namen „Wagenfelder Weihnachtskantate“ sehr verdient trug. · sbb

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