Erfolgreicher Premierenstart der Komödie „Ein Schlüssel für zwei“ im Weyher Theater

Chaos im Reich der Schattenfrau

Harriet hat sich verkalkuliert: Lover Gordon will für sie seine Ehefrau verlassen. Ihr Doppelleben droht, aufzufliegen.

Weyhe - WEYHE (bel) · Harriet will nur das Beste: Männer, Spaß und Geld. Und da sie als Geliebte eines verheirateten Mannes bekanntlich alles mit dessen Ehefrau teilen muss – hat sie sich gleich zwei Verehrer geangelt, die ihr abwechselnd das Bett warm halten.

Daraus entspinnt sich eine witzig-charmante Dreiecksbeziehung, die Kay Kruppa den Zuschauern des Weyher Theaters nicht länger vorenthalten wollte. Am Freitag präsentierte er die Premiere des Komödien-Klassikers „Ein Schlüssel für zwei“ von John Chapman und Dave Freeman vor ausverkauftem Haus. Zunächst gelingt Harriet (Beate Teichmann) der Balanceakt zwischen „Fisch“ und „Eiern“ tadellos. Nur ein strenger Zeitplan und die Drohung, ein Abweichen könne eine Begegnung mit ihrer drakonischen „Mami“ heraufbeschwören, verhindern, dass sich Fischkutter-Alec (Joachim Börker) und Hühnerfreund Gordon (Hanjo Hundt) über den Weg laufen.

Als Gordon ihr anbietet, seine Ehefrau zu verlassen, kontert Harriet gar, die „Liebe nicht durch eine Heirat gefährden“ zu wollen. Auch vor ihrer Freundin Anne (Karen Meyer-Vokrap) pocht sie auf ihre Unabhängigkeit und betont: „Ich will ja nicht ihre Ehen zerstören.“

Doch als Gordon auf einem Fisch ausrutscht, sich das Bein bricht und Harriets Wohnung nicht mehr verlassen kann, entspinnt sich auf der Bühne ein rasantes Verwirrspiel der Lügen, in dem Harriet viel Fantasie braucht, damit ihr Doppelleben nicht auffliegt.

Verkompliziert wird das Ganze noch, als die ach so hilfsbereite Anne ausgerechnet dem zur wehleidigen Mimose mutierten Gordon schöne Augen macht. Als zu allem Überfluss auch noch die beiden Ehefrauen – prüde Hausdrachen mit strenger Stimme und Perlenschmuck – und ein herrlich besoffener Richard (Annes Ehemann) ins Liebesnest platzen, scheint das Chaos perfekt …

Knapp zwei Stunden dauert der Angriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer. Bei der Premiere sorgte die Mischung aus Witz, dem vollen Körpereinsatz der Schauspieler, Klischees und Doppeldeutigkeiten zum Ende der Vorstellung für strahlende Gesichter im Publikum, minutenlangen, begeisterten Applaus.

Für das Weyher Theater erscheint die Komödie als Schlüssel zu einem vollen Haus. Wer Harriets Geschichte selbst mitverfolgen möchte, bekommt noch Karten für die übrigen Vorstellungen direkt im Weyher Theater, Am Marktplatz 15, unter Telefon 04203/ 4 39 00 sowie in allen Geschäftsstellen der Mediengruppe Kreiszeitung. Weitere Infos:

WWW.

weyhertheater.de

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