Positive Bilanz nach einem Jahr / Auf Spenden und ehrenamtliches Engagement angewiesen

Bürgerstiftung ein „Erfolgsmodell“

Große Tradition, große Zukunft: Johann Demoliner, Daniela Gräf und Ralf Sbresny (v. l.)mit einem historischen Bild der ehemaligen Bäckerei Schaumlöffel, die heute das Mehrgenerationenhaus beherbergt.

Stuhr - STUHR (pe) · Neue Impulse für das Mehrgenerationenhaus und eine Zukunft auf solider finanzieller Basis – diese Ziel verfolgt die Bürgerstiftung, die sich vor genau einem Jahr gegründet hat. Morgen will sie ihren ersten Geburtstag mit einem Kohlessen für Gründer, Stifter und Sponsoren im Mehrgenerationenhaus feiern.

Daniela Gräf, seit Juli 2009 Leiterin des Mehrgenerationenhauses an der Bremer Straße in Brinkum sowie Ralf Sbresny und Johann Demoliner aus dem Vorstand der Bürgerstiftung ziehen eine positive Bilanz. Ihr sei es gelungen, Projekte anzuschieben und fortzusetzen.

Für Leben in der ehemaligen Bäckerei Schaumlöffel sorgt die Krippe, die Kinder von ein bis drei Jahren betreut und die die erste in der Gemeinde Stuhr war.

Gut angelaufen sei der werktägliche Mittagstisch für Senioren: Die Besucherzahl habe sich in den vergangenen Wochen verdoppelt, berichtet Gräf. Ältere Menschen bekommen Gelegenheit, in Gesellschaft eine frisch zubereitete Mahlzeit einzunehmen; wer das Mehrgenerationenhaus nicht selbst erreichen kann, wird sogar gefahren.

Wenn Werder Bremen kickt, sitzen Fußballfans jeden Alters vor der Großbildleinwand in der früheren Backstube und genießen ein Sportereignis wie in den 1950er Jahren, als sich klein und groß gemeinsam vor den damals raren Fernsehgeräten versammelten.

Etabliert habe sich die Hausaufgabenhilfe, bei der Senioren Jugendliche unterstützen. Für das neue Jahr möchte die Bürgerstiftung weitere Projekte anschieben, zum Beispiel einen gemeinsamen Computer-Kursus für Jung und Alt. Weil das Schaumlöffelhaus nicht über einen eigenen EDV-Raum verfügt, sucht Leiterin Daniela Gräf noch einige Laptops, an denen die Kursteilnehmer arbeiten können.

Das Anti-Aggressionstraining für Jugendliche erfährt eine Neuauflage, und ehemalige Führungskräfte helfen Arbeitssuchenden oder Frauen nach einer Familienpause bei der Rückkehr in den Beruf.

All diese Angebote funktionierten nur Dank der Hilfe Ehrenamtlicher, die sich für das Mehrgenerationenhaus und dessen Besucher engagieren, unterstreicht Daniela Gräf. Neue Mitstreiter heißt sie willkommen. Das Haus biete nicht nur die Chance, sich sinnvoll zu beschäftigen, sondern auch einen familiären Rahmen.

Auch auf Spenden ist die Bürgerstiftung angewiesen. Im vorigen Jahr konnte sie immerhin 26 000 Euro einnehmen, rechnen Johann Demoliner und Ralf Sbresny vor. Die Bürgerstiftung verfügt über ein Kapital von derzeit 70 000 Euro, dessen Zinsen die Finanzierung des Hauses langfristig sichern sollen. Außerdem haben die bisherigen Eigentümer der Stiftung das Schaumlöffelhaus geschenkt, so dass sie miet- und schuldenfrei arbeiten kann.

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