Modernes Orchester erringt erneut ein „sehr gut“ beim Landesturnfest

Buchstäblich einsame Spitze

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War am Wochenende auf dem Landesturnfest in Osnabrück aktiv: Das Moderne Orchester des TuS Syke

Syke - Von Michael WalterMit einem „sehr gut“ kehrte das Moderne Orchester des TuS Syke jetzt vom Wertungsspielen im Rahmen des Landesturnfests in Osnabrück zurück.

An den beiden Wertungsbeiträgen „Ouverture Allemand“ von Thomas Doss und „Around the world in 80 days“ von Otto M. Schwarz lobte die Jury besonders das hervorragende Zusammenspiel zwischen Musikern und Dirigentin sowie die besonders gut zum Orchester passende Auswahl der Stücke.

Zum dritten Mal hatten die Syker bei den Wertungsspielen des Niedersächsichen Turnerbunds teilgenommen  – zum dritten Mal hatten sie ein „sehr gut“ dafür erhalten. Hinzu kommt die Teilnahme am Bundesturnfest 2005 in Berlin, wo die Syker sogar Wettbewerbssieger und damit bundesweit bestes Amateurorchester in ihrer Kategorie geworden waren.

Der Wermutstropfen dieser Erfolgsbilanz: Die Beteiligung in Osnabrück war nicht besonders groß. „Vielleicht lag es am Termin. Viele waren wahrscheinlich schon in den Ferien“, meinten gestern die organisatorische Leiterin Petra Raue und die musikalische Chefin Sabine Rosenbrock.

Folge: Obwohl insgesamt ein gutes Dutzend Orchester und Spielmannszüge für den Wettbewerb gemeldet hatten, waren die Syker doch konkurrenzlos.

Das Leistungsvermögen solcher Orchester wird gewöhnlich in sechs Klassen eingeteilt. Wobei die Leistungsklasse I ungefähr dem Standard eines Anfängerorchesters nach zwei Jahren entspricht und Klasse VI einem Orchester mit ausschließlich Berufsmusikern.

„Wir spielen in der Leistungsklasse IV“, sagt Sabine Rosenbrock. „Außer uns sind in Niedersachsen noch ganze drei andere Orchester in dieser Klasse gemeldet. Aber wir waren die einzigen, die in Osnabrück in dieser Klasse an den Start gegangen sind.“

Wenig verwunderlich daher die Meinung der Jury: „Uns wurde empfohlen, auch mal an anderen Wertungsspielen teilzunehmen“, sagt Rosenbrock. Etwa beim Niedersächsischen Orchesterwettbewerb. „Das wäre eine Herausforderung“, findet sie. Denn: „Das ist nicht nur noch ‘ne Nummer größer, sondern auch Leistungsklasse V.“

„Dazu fehlen uns noch eine zweite Oboe, ein Kontrabass und ein Schlagwerk-Spieler“, ergänzt Petra Raue. „Musikalisch müsste das aber zu schaffen sein“, glaubt sie.

„Für einen Wettbewerb ja, aber nicht auf Dauer“, schränkt Rosenbrock ein. „Die Stücke würden deutlich schwieriger. Wir müssten dazu viel öfter proben. Wir wollen zwar gute Musik machen, aber der Spaß darf dabei nicht auf der Strecke bleiben. Letztlich ist das nur ein Hobby, und das soll es auch bleiben!“

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