Zu laut, zu hässlich, zu gefährlich: Bürgerverein VVV gegen neuen Standort am Hallenbad / Offener Brief an Bürgermeister

Brüllende Feuerwehr stört den Frieden

Syke - (mwa) n Der Verkehrs-, Verschönerungs- und Bürgerverein (VVV) fühlt sich bei der Suche nach einem neuen Feuerwehrstandort übergangen. Diese solle „quasi im Hauruck-Verfahren, also ohne Einschaltung der Bürger, nicht einmal über die Agenda 21“ abgeschlossen werden.

Mit dem von der Verwaltung und der Feuerwehr selbst favorisierten möglichen Standort am Hallenbad drohe „ein Sahnestück der Syker Liegenschaften geopfert“ zu werden, erklären der VVV-Vorsitzende Volker Galperin und Geschäftsführer Helmut Kastens in einem offenen Brief an Bürgermeister Dr. Harald Behrens. Sie plädieren „im Sinne der  Syker Bürger und der Stadtentwicklung“ von diesem Standort abzusehen. „Es sollte doch wohl unter den 14 weiteren Möglichkeiten ein geeigneter Standort zu finden sein, und es wäre kein neuer Flächenfraß nötig.“

In seinem jetzigen Zustand beeinträchtige das Hallenbad-Gelände „keineswegs das Empfinden des Naherholung Suchenden“, so Galperin und Kastens. Mit Errichtung eines Feuerwehr-Neubaus sähe das für den VVV ganz anders, „nämlich sehr negativ“ aus.

Der Bürgerverein befürchtet nicht nur einen Bau in Industriehallen-Optik, sondern auch erhebliche Lärmbelästigungen: Zum einen durch die mit Martinshorn ausrückenden Feuerwehrfahrzeuge, zum anderen durch das „Hin- und Herlaufen“ sowie „gebrüllte Kommandos“ und „gebrüllte Zurufe“ vom anschließenden Übungsplatz. „Die Attraktivität dieses hochsensiblen Standorts am Hachetal würde also ganz  erheblich leiden!“

Der VVV klammert sich hingegen noch immer an die Vision eines neuen Freibads, das eines Tages neben dem Hallenbad errichtet werden könnte. Mit der Feuerwehr direkt daneben werde „der Friede und die gesuchte  Erholung auf der Liegewiese durch ausrückende Feuerwehrfahrzeuge abrupt und mit Schockwirkung gestört“.

Zudem sei die Anfahrt der Feuerwehrleute zu diesem Gelände gefährlich, weil sie über die Hauptzuwegung zum größten Schulzentrum des Landkreises erfolge.

Kastens und Galperin sprechen sich in ihrem Brief dafür aus, das Gelände weiterhin unbebaut zu lassen, damit die Stadt „jeden planerischen Freiraum für derzeit noch nicht erkennbare Projekte“ behalten könne.

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