Zirkuszelt, Zuckerwatte und Schießen mit Zwille: Bunter Jahrmarkt am Sonntag

Muss ja nicht immer Hightech sein

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Barbara Hache (vorne), Jutta Grabowski (hinten, links) und Ulrike Brandstädter von der Kulturplattform Martfeld organisieren den Jahrmarkt.

Martfeld - Von Mareike Hahn. Eine Akrobatin turnt am Ast eines Baums, es duftet nach Zuckerwatte und ein Mann betätigt eine Kurbel, damit sich das Kinderkarussell kontinuierlich dreht: Das und noch viel mehr erwartet die Besucher am Sonntag, 2. August, auf dem Festplatz am Echterkamp. Dort steigt von 11 bis 18 Uhr der zweite Martfelder Jahrmarkt – mit einem bunten Programm, das die Gäste in frühere Zeiten entführt.

Vor zwei Jahren haben Barbara Hache, Jutta Grabowski und Ulrike Brandstädter von der Kulturplattform im Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Martfeld zum ersten Mal einen Jahrmarkt organisiert – mit Erfolg: Sie schätzen, dass etwa 300 Gäste zu der Veranstaltung kamen. „Mit ähnlich vielen rechnen wir auch in diesem Jahr“, sagt Hache.

Die Organisatorinnen möchten „in der lauten, schnelllebigen Zeit einen Schritt zurückgehen“. Eine Idee, die ankommt: „Letztes Mal haben uns viele gesagt, dass es schön ist, nicht ständig eine Dauerbeschallung zu haben“, erzählt Hache. „Bei uns kann man einfach einen ruhigen Tag genießen, ohne zugeballert zu werden. Es muss nicht immer Hightech sein.“ Ulrike Brandstädter spricht von einer „Insel zum Verweilen“.

Im Zentrum steht auch diesmal ein buntes Zirkuszelt. „Das an sich ist schon sehenswert“, verspricht Brandstädter. Mehrere Künstler aus der Region treten auf: Clownin Siba alias Sabine Voß aus Asendorf ist ebenso dabei wie Tina Badenhop aus Völkersen, die am Ast eines Baums verschiedene akrobatische Übungen zeigt. Zauberer Tim will die Gäste verblüffen. Die Pony-AG aus Bruchhausen-Vilsen tritt auf, und auch eine Drehleierspielerin hat sich angekündigt.

Das historisch anmutende Kinderkarussell dürfte die Augen nicht nur der jungen Besucher leuchten lassen. „Ein Schweineschieber wird auch da sein“, sagt Jutta Grabowski und erklärt: „Das ist ein bisschen wie ,Hau den Lukas‘.“ Fädenziehen, Guckkasten, Dosenwerfen, Schießen mit einer Zwille, Kinderschminken und Stricken mit Stricklieseln – die Liste der weiteren Angebote ist lang.

Die Liedermacher Anne und Davy aus Hoya, Musiker Thomas Denker aus Martfeld, die Tuschendorfer Rhythmusgruppe von Uka Mild und der Martfelder Projektchor machen Musik. Barbara Hache unterhält die Besucher als Puppenschwester Barbara, bei einer Verlosung sind Bücher zu gewinnen. Kinder können ein einfarbiges T-Shirt mitbringen und per Kartoffeldruck verschönern.

Hungrig muss niemand bleiben: An einigen Buden locken Bratwurst, Kuchen, Kullerkartoffeln, Eis und Zuckerwatte – alles Bioprodukte. Neben kalten Getränken und Kaffee gibt es auch Erdbeerbowle.

Der Eintritt ist frei. „Und die Preise für die Spiele sind alle günstig“, erklärt Hache. „Uns geht es nicht ums Geld, sondern um den Spaß.“ Grabowski fügt lachend hinzu: „Diesen Jahrmarkt-Besuch kann man sich noch leisten.“ Dazu trage auch die finanzielle Unterstützung durch die Sparkasse sowie den Kultur- und Kunstverein (KuK) Bruchhausen-Vilsen bei. Dankbar sind die Organisatorinnen auch für die Hilfe des HVV und einiger ehrenamtlicher Helfer sowie dafür, dass Rennig Söffker sein Privatgrundstück für den Markt zur Verfügung stellt.

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