„Es ist Zeit, tätig zu werden“

Taxis müssen zu jeder Zeit und auch bei Unwetter fahren

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Wenn Bahnen stillstehen, fahren Taxis in der Regel noch – auch, wenn sie dann vielleicht Umwege in Kauf nehmen müssen und nicht jede Fahrt bedienbar ist.

Landkreis Diepholz- Von Katharina Schmidt. Die Erinnerungen an den Sturm „Xavier“ sind noch präsent. Zahlreiche Bäume stürzten um, auf der B 6 sowie der B 51 staute sich der Verkehr und manche Bahnstrecken waren tagelang nicht befahrbar.

„Bei solchen Naturereignissen kann man erkennen, dass nichts selbstverständlich ist“, sagt Günter Schweers, Vorsitzender der Kraftdroschken- und Mietwagenvereinigung im Landkreis Diepholz. Taxis könnten bei jedem Wetter fahren. Nur für wie viel Geld – darüber herrscht zwischen Landkreis und Taxiunternehmen derzeit Uneinigkeit.

Hintergrund: Taxi-Unternehmen können ihre Tarife nicht selbst bestimmen. Die Entscheidung darüber ist Aufgabe des Landkreises, sprich des Kreistags. Dadurch wird zum Beispiel vermieden, dass die Preise für Taxifahrten bei Unwettern wie „Xavier“ in die Höhe schießen.

Schon im Juni hatten die Unternehmer über ihren Verband eine Erhöhung verschiedener Parameter der aktuellen Tarife beantragt. Das Thema stand zuletzt auf der Agenda der Sitzung des Fachausschusses für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit (wir berichteten). Die Verwaltung stand der Forderung skeptisch gegenüber. Sie sah keine Notwendigkeit, die Entgelte in der beantragten Höhe aufzustocken und verwies auf Vergleichszahlen in anderen Regionen.

Taxi hat hohen Stellenwert auf dem Land

Schweers findet, dass man die Tarife nicht von Landkreis zu Landkreis vergleichen könne. „Gerade Taxi hat hier in der ländlichen Region einen hohen Stellenwert“, ist sein Eindruck. Alles werde teurer, vom Bahnticket bis zum Fernseher. Auch die Kosten für eine Taxifahrt würden steigen.

Der aktuelle Tarif bestehe schon ein paar Jahre. Die nächste Mindestlohnanpassung werde kommen, ist sich Schweers sicher. „Es ist Zeit, tätig zu werden“, findet er. „Im Preis spiegelt sich nicht nur das Entgelt für die Fahrt wieder, sondern auch ein Stück weit die Serviceleistung.“ Dazu gehört zum Beispiel, dass Taxis an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr erreichbar sein müssen.

Die Zahl der Fahrten ist laut Schweers, der ein Taxi-Unternehmen in Bruchhausen-Vilsen betreibt, in den vergangenen Jahren stabil geblieben – auch der Mindestlohn habe daran trotz anfänglicher Bedenken nichts geändert.

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