Rund 350 Bürger dabei

Neujahrsempfang in Bruchhausen-Vilsen: Würdigung des Ehrenamts

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Reinhard Thöle übergibt der Bürgerin des Jahres, Ute Schröder, ihre Auszeichnung.

Br.-Vilsen -„Hurra es ist da“. Mit diesen Worten begrüßte der Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann beim Neujahrsempfang am gestrigen Sonntagnachmittag rund 350 Bürger im Forum des Schulzentrums in Bruchhausen-Vilsen.

„Ab wann kann man noch frohes neues Jahr wünschen? Ab wann nicht mehr?“ Diese Fragestellung beantwortete der Verwaltungschef gleich selber. „Mit dem Neujahrsempfang endet der Zeitraum.“ Den Fokus seiner Grußworte legte Bormann wie schon in den Vorjahren auf die Würdigung des Ehrenamts. „Wir haben in der Samtgemeinde rund 2 000 Ehrenamtliche, und mit diesem Empfang wollen wir deren Arbeit in das Licht der Öffentlichkeit bringen.“ 

Stellvertretend für viele Ehrenamtliche, die auch in großer Zahl erschienen waren, dankte er der Feuerwehr, vergaß dabei auch nicht die Zusammenarbeit mit dem Eisenbahnverein im vergangenen Jahr, als sich beide Vereinigungen aufgrund der extrem trockenen Witterung in Sachen Dampflok-Bahn-Einsatz und die Gefahr der Brände entlang der Bahnstrecke zusammensetzten.

Dem Rat Asendorf dankte Bormann explizit dafür, die Tourismusförderung an die Samtgemeinde übertragen zu haben. Wie wichtig der Tourismus sei, zeigten Veranstaltungen wie der Brokser Markt, „Kunst im Park“, die Oldtimertreffen am Marktplatz, der Tag des Sports und der Auftritt der „Zollhauseboys“. All diese Events werden 2020 stattfinden. Mit einer Anekdote schloss Bormann seine Rede: „Ich war vor Weihnachten im Kindergarten und die Kinder wurde gefragt, ob sie denn wüssten, wie er heiße. Ein Mädchen meinte dann: Bei Bibi Blocksberg heißt der „Besserwisser“.

Bürgerin des Jahres

Zudem gab es auch wieder zwei Ehrungen beim diesjährigen Empfang. Der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Reinhard Thöle ehrte die Asendorferin Ute Schröder als Bürgerin des Jahres 2019. Ute Schröder, vielen bekannt als Trainerin in der Leichtathletik beim Turn- und Sportverein (TSV) Asendorf, begann ihre sportliche Laufbahn als Rollkunstläuferin. „1989 startete sie als Nachwuchstrainerin im Verein“, sagte Thöle, der auf die beeindruckenden Leistungen von Ute Schröder, und der von ihr trainierten jungen Sportler blickte.

Zahlreiche Gäste sind in das Schulzentrum gekommen, um gemeinsam das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und das neue in Empfang zu nehmen.

Sportlerin des Jahres

Zur Sportlerin des Jahres 2019 erklärte der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Ulf-Werner Schmidt die Tischtennis-Spielerin Christa Wassermeyer-Delekat. Sie begann mit dem Tischtennisspiel, aus Ermangelung von Sporthallen, vor vielen Jahrzehnten in den Sälen der zahlreichen Gastwirtschaften im Flecken, vor allem im Gasthaus Bormann. Noch im vergangenen Jahr errang sie zweite und dritte Platzierungen bei Ü75-Meisterschaften in Deutschland und Europa. „Beim TV-Bruchhausen-Vilsen spielt sie immer noch in der ersten Damenmannschaft Tischtennis“, sagte Schmidt.

Christa Wassermeyer- Delekat ist Sportlerin des Jahres.

Die Geschäftsführerin des Kreisverbands des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Ulrike Hirth-Schiller, sprach über die Entstehung des DRK, die Strukturen auf Kreis- und Gemeindeebenen sowie die zahlreichen Angebote. „Die Idee der Menschlichkeit, die Hilfe für Menschen, dafür steht das DRK“, meinte sie. Im Landkreis mit 45 Ortsvereinen, davon schon zwei in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, sei man breit aufgestellt. „Blutspende, Bereitschaftsdienste, Zentrale Küchen, Senioreneinrichtungen, Kindertagesstätten und vieles mehr zählte die Geschäftsführerin auf. „Wir freuen uns besonders, dass wir hier bei Ihnen in diesem Jahr einen Kindergarten eröffnen können.“ Hirth-Schiller betonte die Notwendigkeit von Blutspenden und bat um Respekt für die vielen Mitarbeiter und ehrenamtlich Tätigen beim DRK.

Einen Überraschungs-Kulturhappen präsentierten in diesem Jahr auf der Bühne der Schauspieler Pago Balke und Pianist Nicolai Thein mit einem Ausschnitt aus ihrem Programm von Wilhelm Busch „Gnadenlose Heiterkeit“. Rezitiert wurden Geschichten des verhinderten Dichters Balduin Bählamm und des Junggesellen Tobias Knopp.

Die Schülerband „Golden Silver“, die ihren Namen den Farben der Blasinstrumente entnommen haben, begleiteten den Neujahrsempfang musikalisch. Mit goldenen und silbernen Hüten auf dem Kopf unterstrichen sie dies noch weiter.

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