Martfeld lädt Anfang November zu Literaturtagen ein

Ein Wochenende für Leseratten

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Heinrich Gräpel, Regina und Wilfried Nordbruch (von links) stellen lustige Geschichten aus Martfeld vor.

Martfeld – Zum zehnten Mal haben Lesebegeisterte jetzt die Martfelder Literaturtage vom 1. bis zum 3. November organisiert. Die Lesungen sind alle kostenlos und finden in öffentlichen oder privaten Räumen statt, teilen die Veranstalter mit. Die Zuhörer sind eingeladen zu verschiedenen gemütlichen Runden bei Tee und Wein.

Freitag, 1. November

Barbara Hache und Axel Hillmann lesen das Buch „Bei geschlossenen Türen“ von Jean-Paul Sartre. Sie präsentieren es jedoch als Einakter mit vier Personen und mit Unterstützung von Handpuppen. Los geht es um 19.30 Uhr in der Fehsenfeldsche Mühle an der Kirchstraße 14 in Martfeld.

Zudem findet an diesem Tag das „Literatursofa“ um 20 Uhr in der ehemaligen katholischen Kirche in Martfeld (In der Heide 7) statt. Wer möchte, bringt dazu ein Buch oder etwas Selbstverfasstes mit und liest daraus vor. Musikalische Begleitung und ein Gläschen Wein runden die Veranstaltung ab.

Samstag, 2. November

Hermann Meyer-Toms liest aus den Büchern „Brüder Löwenherz“ und „Pippi Langstrumpf“ der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren vor, und zwar um 15 Uhr auf dem Biohof Meyer-Toms am Kiebitzheideweg 6 in Schwarme.

Um 16 Uhr präsentiert Heiner Homfeld den Titel „Der Schneesturm“ von Alexander Puschkin in der Steinmetzwerkstatt Robert Söffker (Kleinenborstel 53). Puschkin bereitete in seinen Gedichten, Dramen und Erzählungen der Verwendung der Umgangssprache den Weg; er schuf einen erzählerischen Stil, der Drama, Romantik und Satire mischte – ein Stil, der seitdem untrennbar mit der russischen Literatur verbunden ist und zahlreiche russische Dichter beeinflusste, heißt es in einer Pressenotiz.

Um bildhafte Erinnerungen aus dem Leben eines Menschen mit Autismus, der Stück für Stück beginnt, ein Teil der Welt zu werden, geht es bei der Lesung von Heike Bomers-Wältring. Sie trägt um 18 Uhr etwas aus dem Buch „Buntschatten und Fledermäuse“ von Axel Braun vor. Los geht es um 18 Uhr in der Alten Post an der Haupstraße 19 in Martfeld. Mit dabei ist dann auch Ulrike Brandstädter, die „Die Geschichte des Wassers“ von Maja Lunde liest. Die Autorin thematisiert einen Zeitsprung zwischen Norwegen 2017 und Frankreich 2041: Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe ist in ihrem Segelboot mit besonderer Fracht auf einer riskanten Reise. Die Veranstalter beschreiben das Buch mit den Worten: „Ein eindringlicher Roman über die Endlichkeit der Ressource Wasser.“

Um 19.30 Uhr geht es in der Fehsenfeldsche Mühle an der Kirchstraße 14 in Martfeld weiter. Dort trägt Axel Hillmann den Titel „Erich Kästner für Erwachsene – Satirische Gedichte & Glossen“ vor. Erich Kästner ist den meisten Menschen als Autor großartiger Kinderbücher bekannt. Dieser Abend widmet sich jedoch seinen Hinwendungen an erwachsene Lesende.

Sonntag, 3. November

Hermann Meyer-Toms lädt um 15 Uhr zum Lesefrühstück auf den Biohof Meyer-Toms in Schwarme ein. Dann stellen sich Nachwuchsautoren aus der Region mit eigenen literarischen Kreationen vor. Hermann Meyer-Toms (Telefon 04258/241) nimmt dafür die Bewerbungen bis Ende Oktober entgegen.

Ab 18 Uhr geht es auf dem Hof Söffker (Kleinenborstel 53) mit Regina Nordbruch, Wilfried Nordbruch und Heinrich Gräpel weiter. Sie stellen lustige und besinnliche Geschichten aus Martfeld und umzu vor. Die plattdeutschen Erzählungen und Gedichte bekannter und unbekannter Autoren wie Fritz Reuter, Gerd Spiekermann, Hanna Bormann, Jürgen Elle, Algeth Ernestine Weerts und Krüschan Holschen haben teils lustigen, teils ernsten Hintergrund. Außerdem werden Regina und Wilfried Nordbruch einen Sketch von Loriot auf plattdeutsch vortragen. Aufgelockert werden die Lesungen durch plattdeutsche Lieder, die Thomas Denker mit seinem Akkordeon vorträgt und die von den Gästen mitgesungen werden können.

Abschließend liest Lukas Langstädtler an diesem Tag um 19.30 Uhr in der Fehsenfeldsche Mühle in Martfeld zwei deutsche Märchen für Kinder und Erwachsene vor, darunter „Rumpel und Entlein“.

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