Wirtschaftsförderin berichtet:

Gewerbeflächen in Bruchhausen-Vilsen auch während der Krise gefragt

Gewerbegebiet mit bebauten und unbebauten Grundstücken.
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Das Gewerbegebiet am Kreuzkrug ist bereits um eine freie Fläche ärmer. Links im Bild hat sich zu Jahresbeginn die Firma Froese Energie aus Holz angesiedelt.

Samtgemeinde – „Die Überbrückungshilfe III wird nochmals deutlich verbessert“, kündigt Uta Seim-Schwartz an. Sie selbst kann über diesen Fördertopf des Bundes weder verfügen noch Gelder daraus für Unternehmen beantragen. „Aber ich reiche die Information über die verschiedenen Förderprogramme an die Unternehmen in der Samtgemeinde weiter“, sagt deren Wirtschaftsförderin.

„Die Beantragung wird einfacher, die Förderung großzügiger und sie steht mehr Unternehmen zur Verfügung. Auch die besonderen Herausforderungen des Einzelhandels werden berücksichtigt. Außerdem wird die Neustarthilfe für Selbstständige verbessert“, wirbt Bundes-Finanzminister Scholz für die dritte Fassung der Überbrückungshilfe, wie auf der Homepage der Samtgemeinde unter www.bruchhausen-vilsen.de zu lesen ist.

„Seit Beginn der Pandemie erreichen mich vor allem Fragen zu Fördermöglichkeiten“, berichtet sie auf Anfrage. Vor allem in den ersten Wochen sei der Beratungsbedarf groß gewesen. Viele hatten gehofft, direkt bei ihr Anträge stellen zu können. „Das dürfen nur die Steuerberater“, habe sie immer wieder erklären müssen. Sie dürfe nicht mehr als informieren, davon machten aber viele Gebrauch, beschreibt sie ihren Arbeitsalltag.

Alle Informationen stelle sie tagesaktuell nicht nur auf die Homepage, sondern schicke sie auch an die großen Verteiler des regionalen Unternehmerstammtisches sowie an die Fördergemeinschaften in der Samtgemeinde. „Dazu gibt es meist viele individuelle Fragen, die ich versuche, schnell zu klären“, sagt sie. Hilfreich sei ihr enger Kontakt zu den Förderbanken. „Die Unternehmen sollen möglichst schnell den richtigen Ansprechpartner für ihr Anliegen finden“, verstehe sie in der Krise mehr denn je als ihre Aufgabe.

Nicht weniger als 1 769 Gewerbeanmeldungen sind für die Samtgemeinde registriert, nennt sie die aktuelle Zahl. Diese beinhalte auch den Nebenerwerb, ordnet sie den Wert ein. Insgesamt hat die Samtgemeinde 67 Hektar Gewerbegebiete ausgewiesen. „Etwa acht Hektar davon stehen noch zur Verfügung“, teilt sie mit. „Und werden sogar jetzt nachgefragt“, sagt sie. Jüngst habe es in Asendorf eine neue Gewerbeansiedlung gegeben. Die Pandemie treffe die Branchen unterschiedlich hart, sagt sie zur Situation in der Samtgemeinde.

„Für den Einzelhandel ohne Online-Verkauf ist es derzeit wirklich schwierig“, wisse sie. Daher versuche sie, die Information über das neueste Förderprogramm möglichst weit zu streuen. Aus Gesprächen mit Geschäftsleuten habe sie gerade auch eine halbwegs positive Rückmeldung bekommen: Der sogenannte Schaufensterverkauf werde gut angenommen. „Vorbestellte Waren an der Ladentür abzuholen, kompensiert sicherlich nicht das eigentliche Geschäft, zeigt aber, dass die Kundenbindung in unserer Region funktioniert“, schließe sie daraus.

Die Dienstleister in der Samtgemeinde seien unterschiedlich von den anhaltenden Beschränkungen betroffen. Große Sorgen mache sie sich um die Veranstaltungsbranche und die Bereiche Kosmetik oder Fußpflege. „Die Absagen, die die Gastronomie und Hotellerie trafen, wird man nicht aufholen können“, so ihre Einschätzung. Der Baubranche vor Ort gehe es vergleichsweise gut. „Die Auftragsbücher der Betriebe, mit denen ich spreche, sind gut gefüllt“, lässt sie wissen.

In Zahlen gesprochen, sorgte die Pandemie im vergangenen Jahr in allen Mitgliedsgemeinden für ein Minus von insgesamt 1,7 Millionen Euro in Bezug auf die erwarteten Gewerbesteuereinnahmen, sagt Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann. Bund und Land erstatten mit 1,5 Millionen Euro den Großteil davon.

Kontakt zu Wirtschaftsförderin Uta Seim-Schwartz

Telefon 04252/391419 E-Mail uta.seim-schwartz@bruchhausen-vilsen.de.

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