Die Fraktionen halten sich bedeckt

Wird es in Asendorf beim Vollbürgermeister bleiben?

Asendorf - Im Mai hatte der noch amtierende Vollbürgermeister von Asendorf, Heinfried Kabbert, während einer Ratssitzung erklärt: „Es stimmt, ich werde mich bei der nächsten Kommunalwahl wieder um ein Mandat bewerben, aber ich werde nicht mehr in der ersten Reihe stehen.

Es wird aber sicher nicht passieren, dass Asendorf ohne Bürgermeister dasteht.“ Wird es also keinen Vollbürgermeister mehr in Asendorf geben? Die Kreiszeitung ist dieser Frage nachgegangen.

Heinfried Kabbert (UWG) steht zu seinem Wort, erklärte er auf Nachfrage, räumte aber auch ein, dass es „einen ehrenamtlichen Bürgermeister Kabbert nicht geben wird“. Kein Vollbürgermeister, kein repräsentativer Bürgermeister. Da bleibt als dritte Lösung noch die Möglichkeit, „dass der Rat den stellvertretenden Gemeindedirektor stellt.“ Generell müsse man abwarten, wie die Wahl ausgehe, wie die Mehrheitsverhältnisse aussehen und wer sich zur Wahl stellt, so Kabbert. Letzteres betonte auch Joachim Dornbusch (Die Grünen). „Die Grünen werden sich um das Amt bewerben, wenn es das Wahlergebnis als sinnvoll erscheinen lässt.“ Er selber werde nicht für den Posten des hauptamtlichen Bürgermeisters kandidieren. „Alles andere entscheiden wir nach der Wahl.“

Rudolf von Tiepermann (CDU) spricht sich kategorisch gegen einen Vollbürgermeister aus. „Den wollen wir nicht mehr. Die Verwaltung soll die Verwaltung machen. Und wer Bürgermeister wird, entscheidet ja der Rat.“ Er selber stehe als Vollbürgermeister sicher nicht zur Wahl, „für alles andere bin ich offen“.

Die SPD würde gerne am Modell des Vollbürgermeisters festhalten, wie deren Spitzenkandidat Jens Grimpe sagt. „Ich fände es schön, wieder einen Vollbürgermeister zu haben.“ Er selber würde allerdings weder dafür, noch für einen ehrenamtlichen Bürgermeister zur Verfügung stehen.

Dieter Bischoff, Einzelkandidat der FDP, würde einen Vollbürgermeister wie auch einen ehrenamtlichen Bürgermeisterkandidaten unterstützen, „wenn ich weiß, wer es ist. Also erst die Wahl und das Ergebnis abwarten, dann werde ich entscheiden, wen ich unterstütze“. Alle gefragten Spitzenkandidaten waren sich einig, dass die Wahl in Asendorf sehr spannend wird. - neu

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