Testzentrum in Bruchhausen-Vilsen

Gasthaus Mügge könnte neues altes Corona-Testzentrum werden: „Wir stehen in den Startlöchern“

Gasthaus Mügge.
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Abstrich im Gasthaus Mügge: Im Mai richtete Betreiber Oliver Bender dort ein Testzentrum ein. Das könnte auch schon bald wieder der Fall sein. Aktuell wartet er nur noch auf das Ok von den Behörden.

Br.-Vilsen – Das Gasthaus Mügge in Bruchhausen-Vilsen könnte das neue und zugleich alte Testzentrum in der Samtgemeinde werden. „Wir stehen in den Startlöchern, um wieder kostenlose Coronatests anzubieten“, sagt Oliver Bender, Notfallsanitäter und ehemaliger Betreiber des Testzentrums im Gasthaus Mügge bis zum Herbst dieses Jahres.

Sein altes Team stehe bereits in den Startlöchern. „Die wollen testen“, sagt Bender. Er sieht auch den Wunsch und den Bedarf in der Bevölkerung nach einer Wiedereröffnung am alten Standort auf seiner Seite. Die Leute sagten: „Da ist ein Unternehmen, das hat Erfahrung und kann es.“

Doch bevor Bender und sein Team im Gasthaus Mügge erneut auf Corona testen, muss er das Ok der Behörden abwarten. Sein Unternehmen habe seinen Firmensitz im Nachbarlandkreis Verden. Dort habe er bereits eine erneute Zertifizierung für das Impfen erhalten. Doch der Landkreis Diepholz erkenne diese Zertifizierung nicht an und müsse eine eigene Prüfung durchführen. Dafür zuständig sei nun das Gesundheitsamt des Landkreises Diepholz.

Es könne vieles viel schneller gehen, so Bender. Es sei „schlecht, wenn die Bürokratie uns da jetzt Steine in die Wege legt“, ärgert er sich. Bender hofft, dass die Zertifizierung bis Montag, allerspätesten Dienstag, vorliegt.

Darüber habe Bender auch mit dem Bürgermeister der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, Bernd Bormann, am Freitagmorgen telefoniert. Obwohl nicht zuständig, wolle Bormann sich für eine schnelle Umsetzung einsetzen. Er bestätigt, dass eine Zertifizierung durch den Landkreis Diepholz noch aussteht. „Herr Bender und ich sind dabei, das Testzentrum wieder aus dem Boden zu stampfen. Das versuchen wir kurzfristig“, erklärt Bürgermeister Bormann.

Die Testzentren hätten nie geschlossen werden dürfen. Dann hätten wir nicht diese Zahlen wie jetzt.

Oliver Bender, Rettungsassistent und Anbieter von Erste-Hilfe-Kursen

Grundsätzlich würden Coronatests in den Apotheken angeboten. Doch aus der ersten Welle dieses Jahres wisse Bormann, dass in den Apotheken keine Möglichkeiten angeboten wurden. „Ansonsten kann ich unseren Bürgern nur empfehlen, die umliegenden Testzentren, beispielsweise in Hoya, aufzusuchen“, so der Bürgermeister. Das soll jedoch kein Dauerzustand sein. Das Ziel sei, in der Samtgemeinde eine Teststation zu aktivieren. „Doch dazu brauche es Leute, die das tun wollen, und können“, sagt Bormann, „Wir als Samtgemeinde dürfen das nicht“.

Starten könnten Bender und seine Mitstreiter quasi sofort. „Die Testzentren sind ja noch da. Es ist alles in Kisten verpackt, die sind im Lager und könnten sofort geholt werden“, so Bender. Für das Personal sei die alte Riege noch da. In Bruchhausen-Vilsen stünden dafür fünf Tester in unterschiedlichen Test-Reihen zur Verfügung. Somit könnten hier stets zwei Tester gleichzeitig arbeiten. „Wir wollen festes Personal in den Testzentren haben“, damit hätten sie gute Erfahrungen gemacht, sagt Bender. Genug Prüfsets habe er. „Wir haben in der letzten Pandemielage größere Mengen gekauft, wir sind autark“, sagt Bender. Sein Unternehmen „help2do“ könne daher andere Firmen, auch Apotheken, mit Tests aushelfen.

Dass die Coronatestzentren seinerzeit von der Politik geschlossen wurden, hält Bender für eine riesige Fehlentscheidung: „Die Testzentren hätten nie geschlossen werden dürfen. Dann hätten wir nicht diese Zahlen wie jetzt.“

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