Oberschüler stellen die Berufsorientierung am Donnerstag vor

„Wir sind die BoDos“

Während der Berufsmesse zeigten die Neuntklässler allen Interessierten die verschiedenen schulischen Bereiche der Berufsorientierung am Donnerstag. - Foto: Alina Pleuss

Br.-Vilsen - Von Alina Pleuss. „Was will ich nach der Schule beruflich machen?“ Diese Frage stellen sich viele Jugendliche. Zahlreiche Konzepte der Berufsberatung versuchen, Antworten darauf zu finden, doch nur wenige schaffen es. Am Donnerstagabend präsentierten Lehrer und Neuntklässler der Oberschule Bruchhausen-Vilsen die Ergebnisse der Berufsorientierung am Donnerstag, kurz „BoDo“.

Zu Beginn der Messe versammelten sich die zahlreichen Besucher im Forum der Oberschule. Dort erklärten die Lehrer den Inhalt und Ablauf der Berufsorientierung. Friederike Ladenthien, Vertreterin der Schulleitung, erklärte, dass sich die Neuntklässler jeden Donnerstag auf den Weg zu ortsansässigen Kooperationspartnern in den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung, Soziales, Technik und Gesundheit machen. Dort bekommen sie von der ersten bis zur sechsten Stunde einen Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt.

Oder die Schüler arbeiten in den Räumen und Werkstätten der Schule in den Bereichen Gastronomie, Farb- und Raumgestaltung, Schneiderei, Holz-, Metall- und Elektrotechnik, Mediengestaltung sowie Dekoration und Schülerzeitung.

Die Schüler sind einem Bereich für sechs Wochen zugeordnet. Danach wird gewechselt, sodass alle die Möglichkeit haben, viele verschiedene Berufsfelder kennenzulernen.

„Dieses Jahr prägt die Schüler so sehr, dass sie oft sagen ,Wir sind die BoDos‘“, berichtete Ladenthien. Die Benotung der schulischen Leistungen erfolge ausschließlich durch die Lehrer. Die Betriebe könnten jedoch Anmerkungen in einem sogenannten BoDo-Ordner der Schüler machen.

Auch die Sicherheit kommt nicht zu kurz, sagte Lehrer Frank Heming. Bei der praktischen Arbeit in den Werkstätten müssen die Schüler Baumwollkleidung, T-Shirts und Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen tragen, um Verletzungen vorzubeugen.

Nach dem Vortrag waren die jetzigen Achtklässler an der Reihe: Sie trugen sich auf Zetteln an Stellwänden für die unterschiedlichen Bereiche ein, in denen sie im nächsten Schuljahr arbeiten möchten. Alle Schüler müssen mindestens drei Durchläufe in der Schule absolvieren. „Wer sich noch nicht zutraut, die Zeit in einem Betrieb zu verbringen, kann auch alle Durchgänge in der Schule machen“, erklärte Ladenthien.

„Ich erhoffe mir von dem ,BoDo‘-Jahr, dass es mir zeigt, wie das Leben in echt ist. Ich freue mich schon darauf, da es bestimmt eine tolle Erfahrung wird“, sagte der 15-jährige Torben Schröder, der nach den Sommerferien an der Berufsorierentierung teilnimmt.

„Scouts“ aus der neunten Klasse zeigten Interessierten die unterschiedlichen schulischen Bereiche. Sie präsentierten den Schulgarten, die Mediengestaltung und die Elektro-, die Metall- und die Holztechnikwerkstatt. In der Schneiderei zeigte Lehrerin Marianne Bischoff begeistert die Arbeiten der Jugendlichen, zum Beispiel Federmappen und Taschen. „Ich bin so stolz auf meine Schüler!“ Es kämen versteckte Talente ans Tageslicht. Schüler, die zuvor nie an einer Nähmaschine gearbeitet hätten, erarbeiteten fehlerfreie Textilwaren.

„Die Kinder lernen schneller, aktiver und sind wesentlich interessierter als beim Betriebspraktikum. Der Hintergrund, warum wir dieses Konzept verfolgen, ist letztendlich, dass die Schüler viel eigenständiger werden. Sie probieren sich aus und haben durch die Abwechslung viel mehr Möglichkeiten, als wenn sie für zwei Wochen in nur einem Betrieb sitzen würden“, erklärte Ladenthien.

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