Neues Hotel für Bruchhausen-Vilsen

Wilhelm Thöle baut am Engelbergplatz Haus mit 59 Betten

Wilhelm Thöle (2. von links) und Architektin Marianne Wehr präsentieren Bürgermeister Lars Bierfischer (links ) und Gemeindedirektor Bernd Bormann die Pläne für ein neues Hotel in Bruchhausen-Vilsen. In weniger als einem Jahr sollen sich am Engelbergplatz vor allem auch Radurlauber wohlfühlen.
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Wilhelm Thöle (2. von links) und Architektin Marianne Wehr präsentieren Bürgermeister Lars Bierfischer (links ) und Gemeindedirektor Bernd Bormann die Pläne für ein neues Hotel in Bruchhausen-Vilsen. In weniger als einem Jahr sollen sich am Engelbergplatz vor allem auch Radurlauber wohlfühlen.

Br.-Vilsen – Seine Großmutter stammt aus Engeln, seine Mutter ist dort großgeworden. Jetzt zieht es den Bücker Hotelier Wilhelm Thöle nach Bruchhausen-Vilsen. Am Engelbergplatz baut er ein Frühstückshotel mit 59 Betten. Bereits zum Brokser Markt 2021 sollen die ersten Gäste dort übernachten können.

Doch nicht nur familiär knüpft der Unternehmer an eine Tradition an. Sowohl das Hotel Louisville, später Dörgeloh (heute Sparkasse) als auch Wohlers-Meyer (heute Pizzeria Italia) hatten ihren Standort einst mitten im beschaulichen Ort. Und genau da, mitten drin, soll das vierte Hotelprojekt des Bückers verwirklicht werden. Das unbebaute Grundstück zwischen Engelbergplatz und Kohlwührensee hatte die Gemeinde jahrzehntelang für einen Hotelbau reserviert. „Ich habe das letzte Sahne(grund)stück im Ortskern bekommen“, bedankte Wilhelm Thöle sich am Donnerstag bei Gemeindedirektor Bernd Bormann und Bürgermeister Lars Bierfischer, dass man sich einig geworden sei. „Die Gemeinde war überaus hilfreich“, betonte er.

„Einige meiner Vorgänger haben daran gearbeitet, wieder ein Hotel in der Ortsmitte anzusiedeln, das einen Bus voller Gäste beherbergen kann. Jetzt endlich gelingt es“, drückte Bierfischer seine Freude aus.

Der Verwaltungsausschuss habe applaudiert, als er seine Pläne vorgestellt habe, sagte Wilhelm Thöle. „Das ist mir weder in Hoya noch in Verden so passiert“, erzählte Thöle, wo er neben dem Stammsitz in Bücken Hotels mit insgesamt 220 Betten betreibt.

Als Gäste werbe er bereits jetzt um Busreisende, die die Heide, den Weltvogelpark, Bremerhaven oder Bad Zwischenahn besuchen wollen. „Bruchhausen-Vilsen liegt fast genau in der Mitte Niedersachsens, ein idealer Standort, um auszuschwärmen“, findet er. Auch der Ort selbst bietet seinen Gästen eine schöne wie erlebnisreiche Kulisse für ihren Wochenendeausflug. Historischer Ortskern, Museumsbahn, Freibad, Kurpark – „hier gibt es so viel zu unternehmen“, stellt er fest.

Dass nicht nur Deutschland und damit auch Niedersachsen als Reiseland wiederentdeckt wurde, sondern Touristen gerne für einige Tage mit dem Rad unterwegs sind, spiele ihm in die Karten. „Thöles Hotel“ in Vilsen werde einen geräumigen und beheizten Fahrradkeller erhalten, wo der Gast sein mitunter wertvolles Rad nicht nur sicher unterstellen, sondern bei Bedarf auch reinigen und pflegen kann.

„Die 30 Zimmer werden in Größe und Qualität einem vier Sterne-Standard entsprechen“, erläuterte Marianne Wehr als beauftragte Architektin. Hell und großzügig sollen sie sein, mit Sitzgelegenheit und Wohnbad ausgestattet und „natürlich allem technischen Komfort“, unterstreicht Wilhelm Thöle. Das Haus werde er als Frühstückshotel führen, also keine Gastronomie vorhalten. Seinen Gästen wolle er die zurzeit fünf Restaurants, zwei Cafés sowie verschiedene andere gastronomische Betriebe in unmittelbarer Nähe fürs Mittag- und Abendessen empfehlen. „Vilsen hat viel zu bieten, es wird noch der kulinarische Mittelpunkt Niedersachsens“, wünscht er sich auch im eigenen Interesse.

Mit dem Bau des zweigeschossigen Gebäudes möchte Wilhelm Thöle alsbald beginnen. Mit der Baugenehmigung rechne er in drei bis vier Wochen, Lieferanten und Handwerker seien bereits unter Vertrag, auch der dunkelrote Verblender sei bereits bestellt. „Der ist derzeit schwer zu bekommen, wir wollen im Januar keine Baupause riskieren“, stellt Marianne Wehr die zeitliche Perspektive vor.

Parkplätze für 23 Fahrzeuge sollen zwischen Hotel und Restaurant Italia entstehen, dort, wo heute bereits Autos parken können. Der Haupteingang wird sich zum Parkplatz der Sparkasse hin befinden. Busse können zum Kohlwührensee hin halten, sehen die Pläne vor.

„Der Luftkurort ist ein ideales Reiseziel für einen Kurzurlaub für Wanderer oder Radler abseits vom Massentourismus“, schätze Wilhelm Thöle am neuen Standort. Für die Wochenenden wolle er besonders Reise- und Radfahr-Gruppen aus dem Raum Bremen/Oldenburg ansprechen. In der Woche werden Geschäftsreisende den Aufenthalt genießen, ist sein Ziel.

Das Hotel soll in gehobenem Standard ausgestattet werden, auf eine Sterne-Klassifizierung werde er jedoch bewusst verzichten. „Heute zählen die Bewertungen der Gäste im Internet. Wenn sie schreiben, ,wir haben eine gute Zeit an einem schönen Ort verbracht´, profitiert das Hotel ebenso wie der Ort.“

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