„Notenflöhe“ bereichern Pfingstsingen im Vilser Holz

„Wenn Orpheus singt, dann lacht die Sonne“

Die „Notenflöhe“ begeisterten die Besucher im Vilser Holz. - Fotos: Dieter Niederheide.

Br.-Vilsen - Von Dieter Niederheide. Trotz aller finsterer Vorahnungen strahlte am frühen Morgen des Pfingstsonntags die Sonne durch das Grün der Bäume im Vilser Holz. Mit ihr strahlten Johann Venske, Vorsitzender des Männergesangsvereins (MGV) „Orpheus“ sowie alle großen und kleinen Sänger, die im Vilser Holz zum 149. Pfingstsingen ein buntes, anspruchsvolles Liederprogramm präsentierten. Obwohl es recht kühl war im Wald, wurde den mehr als 150 Konzertbesuchern beim Gesang des Kinderchors „Notenflöhe“ (Leitung Anja Marcks) und des MGV (Leitung Irmtraut Gehrt) richtig warm ums Herz.

Mit dem „Orpheusexpress“, voran die historische Lok „Hermann“, der Museumseisenbahn rückte die Sängerschar nebst zahlreichen Gästen ins Vilser Holz ein. Mit der Volksweise „Der Mai ist gekommen“, nach einem spätromantischen Frühlingsgedicht von Edmund Geibel, leitete der MGV „Orpheus“ den Liederreigen ein.

Nach dem bekannten „Der Schäfer“ (von Hansjakob Heuken) traten die „Notenflöhe“ mit „All die starken Loks“ und „Kinder, Kinder“ auf. Sie waren ohne Zweifel das i-Tüpfelchen des Pfingstsingens, zum Beispiel am Konzert-ende, als sie das „Geh mit mir“ sangen. Es war eine Freude, den Kindern zuzuhören und ihre Freude am Singen zu beobachten. Herzlicher Beifall belohnte die Kleinen.

Im ersten Teil des Pfingstsingens beeindruckte der Männerchor, gut von Irmtraut Gehrt vorbereitet, unter anderem mit „Überall auf der Welt scheint die Sonne“ oder dem schwierigen Eduard-August-Grell-Werk „Herr, deine Güte reicht so weit“. Geburtstag hatte im Vilser Holz keiner, aber trotzdem erklang das Lied „Zum Geburtstag“ (Werner Witschke).

Johann Venske (v.l.) ehrt Pauline Brünjes, daneben Kreisgruppenchor-Vorsitzender Wolfgang Harter und die Jubilare Dirk Finke (25 Jahre im Chor) und Herbert Hönig (51 Jahre im Chor).

Drei Ehrungen rückten in den Vordergrund des zweiten Teils des Singens. Wolfgang Harter, Vorsitzender der Kreis-Chorgruppe Hache-Ochtum, hob in seiner Ansprache zur Jubilarehrung werbend für den Chorgesang hervor: „Singen gibt allen ein gutes Lebensgefühl.“ Was das Wetter anbetraf, staunte Harter: „Wenn man hierher nach Bruchhausen-Vilsen kommt, scheint die Sonne.“ Er ehrte Herbert Hönig, Sänger im 1. Bass, für dessen 51-jährige Zugehörigkeit zum Chor mit der goldenen Ehrennadel. Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft im Chor wurde Dirk Finke, Sänger im 2. Tenor und Schriftführer, ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung durch den Orpheus-Vorsitzenden Venske gab es für Pauline Brünjes, die seit fünf Jahren den „Notenflöhen“ angehört.

Mit der bekannten Volksweise „Horch, was kommt von draußen rein“ leiteten die Sänger den zweiten Programmteil ein. Gleich, ob das „Vive l‘amour“ oder das bekannte „Kari waits for me“, der Chor erfreute weiter die zahlreichen Besucher, die bei Volksliedern wie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ oder „Kein schöner Land“ einbezogen wurden und mitsangen. Jetzt sind jene, die das Singen im Vilser Holz bereits aus eigener Jugendzeit kennen, schon gespannt auf das 150. Pfingstsingen im nächsten Jahr.

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