Buntes Fest zum 40-jährigen Bestehen – mit Musik, Puppentheater und Satire

Wenn der HVV Geburtstag feiert, singen alle mit

Das Flötenorchester „Neusilber“ der Kreismusikschule spielte dezente Klänge. - Fotos: Dagmar Voss

Martfeld - Von Dagmar Voss. Sogar die Fehsenfeldsche Mühle drehte sich zur Feier des 40-jährigen Bestehens des Heimat- und Verschönerungsvereins (HVV) Martfeld am Sonntag. Vorsitzender Anton Bartling freute sich, schon zum Auftakt, bei der Andacht um 11 Uhr, gut 120 Besucher begrüßen zu können – es wurden im Laufe des Tages sicherlich nicht weniger. Und dann ging’s los mit einem bunten Programm voller Überraschungen und Garanten für gute Laune.

Das Trio „Alles Klar“ stimmte Volkslieder an, die jeder kennt.

Da griff die Akkordeonistin Cathrin Pfeifer (Berlin) zu ihrem Instrument und gab Ausschnitte aus ihrem Soloprogramm „Tough and Tender“ zum Besten. Die plattdeutsche Theatergruppe des HVV brachte ein kurzes Stück auf die Bühne, bei dem sich die Zuschauer im packevollen Festzelt an der Mühle bestens amüsierten. Denn aus einem einfachen Satz entwickelte sich großes Chaos. Darsteller Torsten Tobeck erklärte seiner Gattin beim Essen: „Wi möt schnacken!“ Daraus ließen er und seine vier Mitspieler eine Vielzahl an absonderlichen Missverständnissen entstehen.

Ein Puppentheater-Stück führte Barbara Hache im Obergeschoss der Mühle auf. Darin spielte ein Gespenst einen nicht unerheblichen Part. Ebenfalls eher für die kleinen Besucher hatten Sven Böhm und Johannes Rohlfs vom Jugendhaus Specksteine mitgebracht, die je nach Fantasie mit Säge, Bohrer oder Raspel bearbeitet werden konnten.

Einen satirisch-komischen Blick in die Zukunft wagte Schauspieler Erwing Rau. „Liebe Vertreter der intelligenten Tierarten, wir haben ja nun 2076 …“ Was dann folgte, steckte voller skurriler Ideen – wie sein „Rückblick“ auf 2038, als Plattdeutsch zur offiziellen Amtssprache in Martfeld erklärt wurde. Oder gar der Erlass aus 2025, dass in den beiden Gemeinden Martfeld und Schwarme – die sich ja bekanntlich seit jeher nicht so richtig grün sind – jeweils eine ständige Vertretung der Nachbargemeinde vorhanden sein muss, damit die Kooperation besser klappt. Und dann hat Martfeld in der Zukunft noch eine intelligente Hühnerrasse entwickelt, die sich quasi selbst versorgt.

Das Flötenorchester „Neusilber“ der Kreismusikschule sorgte für dezente Klänge. Und danach waren die Fest-gäste gefragt mitzusingen. Denn das Trio „Alles Klar“ (Thomas Denker, Norbert Wirtz und Bruno Küchler) stimmte Volkslieder an, die eigentlich jeder kennt. Falls nicht, hatte HVV-Chef Bartling vorsorglich die Texte mitgebracht, sodass wirklich jeder seinen Teil zum Gesang beitragen konnte; zu „Die Gedanken sind frei“ oder „Lütt Matten de Has“, „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder „Datt du mien Leevsten büs“.

Danach wurde es richtig bunt und klangvoll laut, denn die Sambagruppe „Ovos di campo“ betrat die Bühne. In schillernd-türkis-farbenen Kostümen und ausgestattet mit Trommeln und Rasseln, dazu die taktführende Pfeife, begeisterten die Mitglieder mit ihrer temperamentvollen Musik. Auf alle Fälle sah man kaum jemanden, der nicht Schultern oder Beine bewegte.

Den krönenden Abschluss bildete die Martfeld Blues Band (MBB) mit ihren fetzigen Rockstücken.

Für eine Stärkung zwischendurch hatte der HVV auch gesorgt, es gab reichlich Kaffee, Kuchen und Leckeres vom Grill – und das bei allerbester Stimmung. Ergo: eine gelungene Geburtstagsfeier. Auf die nächsten 40 Jahre!

www.hvv-martfeld.de

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