Schwarme und Martfeld hinterlassen Eindruck / Besuch der Bewertungskommision

Wenig Zeit, viele Eindrücke

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Hermann Schröder (links) und Johann-Dieter Oldenburg (rechts) zeigen dem Vorsitzenden der Besichtigungskommission, Elmar Könemund, was Schwarme zu bieten hat.

Schwarme/Martfeld - Die Gemeinden haben sich herausgeputzt, die Schwarmer und Martfelder sind aufgeregt, die Bewertungskommission ist gespannt, auf das, was die zwei Besichtigungstermine zeigen werden. Jüngst besuchte eine Delegation von „Unser Dorf hat Zukunft“ die zwei Gemeinden direkt hintereinander.

Nur einer der insgesamt elf Bewerber im Landkreis Diepholz geht als Sieger aus dem Wettbewerb hervor und kann dann im Landeswettbewerb weiterkämpfen. Am kommenden Donnerstag soll die Entscheidung fallen, wer den Wettbewerb gewonnen hat. Die offizielle Preisverleihung findet dann am 27. Oktober statt.

Schwarme: Aufregung trifft auf Neugier

Los ging es um 8.30 Uhr in Robberts Huus in Schwarme. Der Empfang der Bewertungskommission, bestehend aus 14 Mitgliedern unter anderem aus dem Kreistag, von den Landfrauen und dem Kreisheimatverband, verlief reibungslos. Und das trotz spürbarer Aufregung aller Beteiligten. Kein Wunder, ist es doch die erste Teilnahme der Gemeinde an dem Dorfwettbewerb. Nachdem Bürgermeister Johann-Dieter Oldenburg allen an den Vorbreitungen Beteiligten gedankt hatte, lud er die Kommissions-Mitglieder ein, sich zunächst an Stellwänden zu informieren. Dort standen jeweils zwei Vertreter, die sich bestens mit den dargestellten Themenschwerpunkten auskannten. Präsentiert wurden die Bereiche Familie, Jugend und Senioren, Umwelt, Freizeit und Kultur, Landwirtschaft und Gewerbe sowie ein Blick in Schwarmes Zukunft.

Die Vorbereitungen laufen bereits seit Januar; auf Hochtouren aber erst seit vier Wochen. Denn erst ab dann wusste die Gemeinde von dem Termin. „Es kommt einem vor, als würde die Delegation für eineinhalb Wochen, nicht nur für eineinhalb Stunden hier sein“, sagte Ortsbrandmeister Frank Tecklenborg.

Was der Kommission wohl nicht auf den ersten Blick auffällt, dem Schwarmer aber schon, ist das Logo, das auf allen Plakaten zu sehen ist. Dieses sei während der Vorbereitungen entstanden und zeigt neben dem Wappen und dem Schriftzug „Schwarme“ auch die Umrisse von Kirche, Robberts Huus, Windmühle und einigen Bäumen. Ein kleiner Auszug des Orts, der laut dem Vorsitzenden des Heimat, Umwelt- und Kulturvereins, Hermann Schröder, eine perfekte Infrastruktur und die Kombination von Tradition und Wirtschaft, von Bodenständigkeit und Weltoffenheit bietet.

Bevor das Gesehene bei einer Busrundfahrt durch Schwarme live gezeigt wurde, gab es einen Stoffbeutel mit der Aufschrift „Alles schwärmt von Schwarme“ mit auf den Weg. Ob auch die Kommission von der Gemeinde schwärmt, zeigt sich in den nächsten Tagen.

Martfeld: „Super“ und sehr lebendig

Mit einem Wort fasste Cathleen Schorling, Mitglied der Bewertungskommission, ihren Eindruck von der Gemeinde Martfeld zusammen: „Super“. In rund 90 Minuten hatte sie sich zusammen mit dreizehn anderen Mitgliedern der Bewertungskommission für den Wettbewerb einen Einblick bieten lassen. Ein großes Lob vor allem auch für die Arbeitsgruppe, bestehend aus den Ratsvertretern Jürgen Lemke und Merle Hoffmann sowie Anton Bartling und Anja Hustedt vom Heimatverein, die sich mit Bürgermeisterin Marlies Plate und den zahlreichen Vereinsmitgliedern wochenlang auf diese 90 Minuten vorbereitet hatten.

Nach der „Übergabe“ der Kommission am ehemaligen Grenzstein zwischen den Gemeinden Schwarme und Martfeld, ging es am Vormittag mit einer Busrundfahrt durch das Dorf los. Vorbei am Gewerbegebiet, dem alten Schafstall, der Weinscheune, über die Bruchhauser Straße Richtung Martfeld. „Im Dorf dann über die Alte Bremer Straße zu Kööp In, dann Hallenbad und Schule, weiter Richtung Loge, Schützenhaus, danach nach Hustedt zum Dorfgemeinschaftshaus“, wie Anton Bartling noch einmal resümierte.

Ab dem Baugebiet Alter Kamp dann ging es noch ein Stück weit zu Fuß weiter, vorbei am landwirtschaftlichen Betrieb Söffker, der Kirche und schließlich zum Endpunkt der Reise, zur Fehsenfeldschen Mühle. Dort hatte Anja Hustedt zusammen mit den Martfelder Vereinen ganze Arbeit geleistet und Info-Stände errichtet.

Als die Kommission an der Mühle ankam, schmetterte ein kleiner Teil der Kindergartenkinder des Orts ihnen das Lied „Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss zu uns Kindern gehen“ entgegen.

Anton Bartling und Marlies Plate sprachen kurz über die Mühle, bevor die Kommission das Innere in Augenschein nahmen. Dort präsentierten sich der Hof Holste mit Erdbeeren, der Biolandhof Stubbemann mit Käse, die Weingarage Martfeld mit einem Sekt aus Baden, die Martfelder Hausbrauerei, die Kastanie mit kleinen Leckereien aus der Küche und viele mehr. Zeit, alles richtig zu genießen, hatte die Kommission leider nicht. Knappe zehn Minuten blieben, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Zeit genug, um, zusammen mit der Rundfahrt, Eindruck zu hinterlassen?

„Beide Orte haben sich super präsentiert“, fasste Cathleen Schorling zusammen. Dem pflichtete auch Landfrau Ulrike Meyer bei. „Das ist ein schönes Dorf, sehr lebendig“, so ihr Eindruck von Martfeld.  J neu/vik

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