25. Weihnachtsmarkt in Asendorf lockt 5000 Besucher an

Ein kleines Dorf hat den schönsten Markt

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Das bunte Angebot umfasste auch Luftballons.

Asendorf - Von Dieter Niederheide. Ein dickes Kompliment aus berufenem Munde gab es gestern für den Weihnachtsmarkt in Asendorf. „Ein kleines Dorf, aber es hat den schönsten Markt“, befanden Elisabeth und Heinrich Kordes. Die Sulinger sind Aussteller der ersten Stunde: Mit ihrem Honig aus der eigenen Imkerei waren sie schon bei der Marktpremiere im Jahr 1991 dabei.

Dass sich die Veranstaltung rund um den Bahnhof immer wieder sehen lassen kann, ist in erster Linie dem engagierten ehrenamtlichen Einsatz von Marktmeisterin Ute Hühne zu verdanken. Sie schaute auch gestern wieder an allen Ecken und Enden nach dem Rechten. Und das ab 4.15 Uhr, als ihr Telefon sie aus dem Schlaf klingelte. Der Grund: Windböen hatten die Partyzelte der veranstaltenden Interessengemeinschaft Asendorf (IGA) durcheinander gewirbelt. Jürgen Nesemann, der nachts die Budenstadt bewachte, schlug daraufhin Alarm. Morgens um neun Uhr, zwei Stunden vor Marktbeginn, war alles wieder im Lot. Im Bistro Gleis 1 saßen die Aussteller zusammen und stärkten sich für die kommenden Stunden mit einem von IGA-Mitglied Gerald Runge und seiner Frau organisierten Frühstück.

Auch im 25. Jahr als Marktmeisterin gelang es Hühne, ein buntes Programm zusammenzustellen. Die 58 Aussteller harmonierten miteinander und boten den etwa 5000 Besuchern einen bunten Mix aus Handarbeiten, Kunst und Nahrungsmitteln. Durch die von Hühne geschickt formierten Holzhütten und Verkaufswagen wurde es für die Besucher beim Marktbummel nie langweilig. Zuerst probierte der eine oder andere eine geräucherte Forelle bei Andreas Schmitz vom Weseloher Forellenhof, dann ließ er sich die süßen Teilchen am nächsten Stand auf der Zunge zergehen. Beim Deutschen Roten Kreuz lohnte sich ein Stopp ebenso wie an anderen Ständen mit Kunsthandwerk, hübschen Handarbeiten und Schmuckstücken. Zwischendurch konnte man bei den Asendorfer Konfirmanden den „Pfarrgarten-Apfelsaft“ probieren oder beim Förderverein der Grundschule ein Geschenk erwerben.

Die Marktmeisterin versteht es bestens, den bäuerlichen Weihnachtsmarkt bis heute mit einer Mischung aus bekannten und neuen Beschickern aufrecht zu erhalten. Gut ins Konzept passte zum Beispiel Cathrin Derboven (30) mit ihren feinen Käseangeboten von der Bünkemühler Hofkäserei Warpe. Sie und ihre Mitarbeiterin Janette Müller (27) aus Steyerberg hatten gleich bei ihrem gestrigen Debüt in Asendorf einen guten Eindruck vom Weihnachtsmarkt.

Seit einem Vierteljahrhundert dabei ist der Forellenhof aus Weseloh. Waren zunächst Monika und Günter Schmitz auf dem Markt vertreten, haben ihr Sohn Andreas, seine Ehefrau Stephanie und ihre Tochter Janine inzwischen übernommen.

Natürlich fehlte die heimische Feuerwehr ebenso wenig wie der Automobil- und Motorsportclub Asendorf mit seiner Knipp-Pfanne. Bremer Posaunenbläser stimmten weihnachtliche Melodien an. Kunstinteressierte Besucher hatten die Gelegenheit, sich im Kunst-Schuppen einige hochinteressante Ausstellungen anzuschauen.

Für 75 Besucher gab es einen besonderen Grund, mit der winterlichen Sonne um die Wette zu strahlen. Sie verließen den Weihnachtsmarkt mit einem Festbraten aus der Tombola der IGA in der Tasche.

Die Organisatoren haben auch mit dem 25. Weihnachtsmarkt wieder neue Freunde gewonnen. Marktmeisterin Hühne: „Der Erfolg für Asendorf ist mir wichtig.“ Den haben sie und ihre Mitstreiter auch verdient – im nächsten Jahr sicher zum 26. Mal.

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