Verwaltung arbeitet am Haushalt 2021

Weg bald frei für bis zu 15 zusätzliche Windenergieanlagen

Rotor einer Windenergieanlage vor bewölktem Himmel
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Zehn bis 15 neue Windenergieanlagen sollen in der Samtgemeinde entstehen.

Samtgemeinde – In den Amtsstuben des Rathauses brütet die Verwaltung über dem Haushaltsplan für das jetzt schon laufende Jahr 2021. Ab 11. Januar sollen die Politiker zunächst in Ausschüssen, dann alsbald aber auch in den Räten entscheiden, wofür in Asendorf, Bruchhausen-Vilsen, Martfeld und Schwarme sowie in der Samtgemeinde Geld ausgegeben werden soll und kann. „Über allem steht die Bewältigung der Corona-Pandemie“, schickt Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann auf Nachfrage der Kreiszeitung dem Thema Etatgespräche voraus. Bevor die Politik die Vorschläge seiner Verwaltung nicht beraten hat, wolle er das Zahlenpaket öffentlich nicht detailliert erläutern, sagt er ausdrücklich. Ein gutes Dutzend Punkte gelten für ihn dennoch als gesetzt. Angefangen von Digitalpakt bis zum Ausbau der Windenergie wird sich im neuen Jahr einigen tun in der Samtgemeinde.

Zehn bis 15 zusätzliche Windenergieanlagen der neuesten Generation können und sollen an den Standorten Hustedt und Neue Weide in Martfeld sowie im Schwarmer-Süstedter Bruch entstehen. So sieht es der Flächennutzungsplan vor, den die Gremien 2020 intensiv beraten haben und der nach erneuter öffentlicher Auslegung im Frühjahr ab Sommer 2021 gelten könnte, laufe das Verfahren wie erwartet weiter. Landbesitzer wie Investoren stehen in den Startlöchern, die weit mehr als 200 Meter hohen Anlagen zu installieren.

Manch ein für dieses Jahr geplante Projekt mögen die Politiker wegen der Auswirkungen der Pandemie hintanstellen, die Digitalisierung der Schulen in der Samtgemeinde hat während der Krise allerdings unerwartet schnell Fahrt aufgenommen. 750-800000 Euro erhält die Samtgemeinde aus Bundesmitteln im Rahmen des sogenannten Digitalpakts. Welche Summe die Kommune obendrauf legt, werden die Beratungen zeigen, so Bormann. „Das Thema hat richtig Schwung bekommen“, ordnet er die Finanzspritze aus dem fernen Berlin ein.

Schwung brachte das Stichwort Digitalisierung im vergangenen Sommer auch in das Ansinnen, für die Verwaltung ein Dokumentenmanagementsystem einzuführen. „Wir haben das schon länger auf der Agenda, nicht erst seit Corona“, sagt Bernd Bormann. Eine Fachfirma habe das System innerhalb der Verwaltung bereits analysiert. Beraten werden solle über die Ergebnisse im ersten Quartal. „Daraus ergibt sich dann erst ein Personal- und Finanzbedarf“, sagt der Verwaltungs-Chef. Ziel auch der übrigen Kommunen im Landkreis sei es, Behördengänge für den Bürger zu vereinfachen. Sei die Verwaltung digital aufgestellt, könne der Bürger deutlich mehr von zu Hause aus erledigen, meint Bormann. Die Stadt Diepholz mache das bereits beispielhaft vor. Die Samtgemeinde sehe er im Vergleich zu anderen Kommunen im Mittelfeld, was die Umsetzung angehe.

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