Verein schafft neue Hinweisschilder an / Schwarmer Neubürger-Ehepaar spendet Sitzbank

„Was ist eigentlich dieses Robberts Huus?“

Frauke Pohlann und ihr Ehemann Christian Griep freuen sich darüber, dass ihre Bank neben dem Bücherschrank ein gutes Plätzchen gefunden hat. FotoS: HERMANN SCHRÖDER

Schwarme - Von Nala Harries. Drei neue Schmuckstücke sind jetzt auf dem Gelände von Robberts Huus in Schwarme zu entdecken. Zum einen spendete das Ehepaar Frauke Pohlann und Christian Griep eine Sitzbank, die nun neben dem Bücherschrank an der Hoyaer Straße steht. Zum anderen schaffte der Verein „Eule“, der Robberts Huus betreibt, zwei neue Hinweisschilder an, die Klarheit darüber schaffen, was in dem Gebäude so los ist. Ein Team positionierte die Bank sowie die Schilder vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie an den vorgesehenen Plätzen.

„Es gibt viele Menschen, die nicht wissen, was das Robberts Huus ist. Mich hat beispielsweise schon einmal ein Passant gefragt, ob wir denn hier auch etwas zu essen anbieten würden“, erläutert Hermann Schröder, der Vorsitzende des „Eule“-Vereins, die Anbringung der Metallschilder. Zudem würde das Gebäude von außen aussehen wie ein normales altes Bauernhaus. Nur der angebrachte Schriftzug „Robberts Huus“ habe bisher einen Anhaltspunkt geliefert. „Man hat sich aber immer noch gefragt: Was ist eigentlich dieses Robberts Huus?“, sagt Schröder. Durch einen Bericht über die Wassermühle in Barrien, die das Konzept bereits durchgesetzt habe, kam dem Vorsitzende die Idee, bei Robberts Huus ebenfalls solche Schilder anzubringen. Kurzerhand stimmten die Mitglieder darüber ab und einigten sich gemeinsam mit einem Architekten auf ein Design. „Sie sollten alten Handwerksschildern ähneln, damit sie auch zum Rest des Gebäudes passen“, sagt Schröder. In Eigenarbeit baute Vereinsmitglied und Hobby-Handwerker Hans-Jürgen Suling dann zwei Exemplare, die nun seit Kurzem sowohl in Richtung der Hoyaer Straße als auch in Richtung der Bruchhausener Straße hängen. „Uns war es wichtig, Ortsfremden und anderen Menschen auf diese Weise eine Hilfestellung zu bieten und die ein oder andere Frage zu klären“, erläutert der Vorsitzende. Bereits in der Anbringungsphase habe der Verein von mehreren Menschen Zuspruch für seine Idee erhalten.

Darüber hinaus schmückt seit Neuestem eine hölzerne Sitzbank das Robberts Huus. Diese spendete das Schwarmer Neubürger- Ehepaar Frauke Pohlann und Christian Griep. Die beiden sind erst im vergangenen Jahr in den Ort gezogen und traten daraufhin gleich in den „Eule“-Verein ein. „Wir kamen mit den Mitgliedern ins Gespräch und äußerten den Wunsch, in Robberts Huus zu heiraten. Allerdings bei Vollmond“, erzählt Frauke Pohlann. Spirituell sei das Ehepaar nicht, auch eine spezielle Verbindung zum Mond gebe es nicht. „Wir wollten es einfach mal anders machen als normal“, sagt sie. Um ihren Plan zu verwirklichen, sollte ein Standesbeamter die beiden abends trauen, dies lehnte die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen jedoch ab. Aufgrund dessen heiratete das Paar schließlich am Silvestertag in der Nähe von Berlin – und das ohne Vollmond. „Das wäre doch aber wirklich mal ein Alleinstellungsmerkmal für den Ort. Ein Highlight, das andere Menschen herzieht“, meint Pohlann. Auch wenn es mit der Trauung in Robberts Huus nicht geklappt hat, engagiert sich das Ehepaar weiter im Verein und nimmt an vielen Veranstaltungen teil. „Sie haben uns dort sehr gut aufgenommen und sich um uns gekümmert“, erzählt Pohlann.

Die 39-Jährige joggt mit ihren beiden Dackeln oft durch den Ort. Dabei sei ihr aufgefallen, dass Sitzgelegenheiten fehlen würden. Aufgrund dessen und anlässlich ihrer Hochzeit spendete sie mit ihrem Mann dem „Eule“-Verein eine Bank. Gemeinsam mit Hans-Jürgen Suling entwickelte das Paar ein individuelles Design für eine Bankplakette. In eingravierten Buchstaben steht dort: „Gesponsert von den Eheleuten Frauke Pohlann und Christian Griep 31.12.2019.“ Nun hat die Bank ihren Platz neben dem Bücherschrank von Robberts Huus gefunden. „Das passt super“, sagt Pohlann.

Auch Hermann Schröder freut sich über die neue Sitzgelegenheit. „Jeder, der sich ein Buch ausleihen möchte, kann dort innehalten. Natürlich können auch Radfahrer oder Fußgänger dort eine Pause einlegen“, erläutert er. Pohlann habe schon Personen gesehen, die diese Möglichkeit genutzt haben.

Was jetzt noch fehle, sei ein Mülleimer, meint die 39-Jährige. Ihr sei es wichtig, sich in der eigenen Umgebung umzuschauen und sich zu fragen, was man noch ergänzen oder verbessern könne. „Es wäre schön, wenn mehrere Menschen so denken würden“, sagt sie.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Barock und Bio im Bliesgau

Barock und Bio im Bliesgau

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Der neue Defender bringt einen Hauch Safari in den Alltag

Der neue Defender bringt einen Hauch Safari in den Alltag

Die gesündere Alternative zu Weizen?

Die gesündere Alternative zu Weizen?

Meistgelesene Artikel

Pilot-Projekt: „Sprungbrett“ ins Berufsleben

Pilot-Projekt: „Sprungbrett“ ins Berufsleben

Mehr Desinfektion, weniger Grundreinigung: Corona verändert Arbeit der Firma Stark

Mehr Desinfektion, weniger Grundreinigung: Corona verändert Arbeit der Firma Stark

Gratis Lebensmittel im E-Center für alle, bei denen gerade jeder Groschen zählt

Gratis Lebensmittel im E-Center für alle, bei denen gerade jeder Groschen zählt

Kommentare