Diese Frage stellen sich einige Schwarmer, nachdem es am Freitag plötzlich Halme geregnet hat

Warum liegt hier eigentlich Stroh?

Der kleine Maximilian half, das Grundstück der Familie von Salzen vom Stroh zu befreien.

Schwarme - Von Mareike Hahn. In Schwarme hat es Freitagnachmittag Stroh geregnet. „Wie an einem ruhigen Wintertag große Schneeflocken niedergehen, so schwebten geknickte Strohhalme von bis zu einem halben Meter Länge auf Dächer, in Gärten, auf Grundstücke und auf Straßen“, erzählt Einwohnerin Ute von Salzen. 

„Zu einzelnen Halmen gesellten sich mehrere Dezimeter große ,Stroh-Flocken‘ aus leicht verhakten Halmen.“ Das seltene Schauspiel habe sich um 14.15 Uhr ereignet und etwa zehn Minuten gedauert. Länger dauerte es indes, das viele Stroh wieder von den Grundstücken zu entfernen. Bei Familie von Salzen packten alle mit an – sogar der kleine Enkel Maximilian griff eifrig zum Besen.

Auslöser des ungewöhnlichen Niederschlags war nach Vermutung von Ute von Salzen eine Kleintrombe, ein kleiner Luftwirbel mit vertikaler Achse, im Volksmund auch Staubhose oder Sandteufel genannt.

„Eine plausible Erklärung“, findet Andreas Friedrich, Pressesprecher des Deutschen Wetterdiensts mit Sitz in Offenbach bei Frankfurt am Main. Zwar lägen dem Dienst keine Daten für Schwarme vor, die eine Kleintrombe belegen könnten – aber vieles spreche für die Theorie von Salzens.

Auslöser: Vermutlich eine Kleintrombe

„Kleintromben entstehen vor allem bei schönem, sonnigem Wetter“, erläutert Experte Friedrich. „Durch die Sonne kann sich eine Luftblase über einem Feld absetzen und dann in Bewegung geraten. Es ist möglich, dass sie Stroh erwischt, mehrere Hundert Meter weit transportiert und sich schließlich auflöst, wodurch das Stroh nach unten fällt.“

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