Waldorfschule will Handwerkermarkt etablieren / Weinregale aus Euro-Paletten

Außer Konkurrenz

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Was darf es sein? Johannes und Anton Oetjen hatten ein breites Angebot auf den Tischen vor sich.

Br.-Vilsen - „Filzsterne, Zitronentee, Apfelchips, Lesezeichen, Seife …“ Johannes und Anton Oetjen wurden nicht müde, all die Artikel aufzuzählen, die sie am Stand „Selbstgebasteltes“ feilboten. Und sie zeigten dem geneigten Käufer alle Nettigkeiten, die sie verkaufen wollten. Wie die Zündholz-Schachteln, deren Hülle sie dekorativ gestalteten und die zwei Schubladen hatten: „Eine für die neuen und eine für die benutzten Streichhölzer.“

Gemeinsam hatten sich die Schüler der Freien Waldorfschule Bruchhausen-Vilsen ins Zeug gelegt, um einen großen Stand auf dem ersten Handwerkermarkt mit viel Selbstgebasteltem zu bestücken. Der ging mit Erfolg über die Bühne. „Wir sind mit der Resonanz zufrieden“, erzählte Tanja Kuschur, die zum Veranstaltungskreis zählt, der aus Eltern und Lehrern besteht.

Künftig werde die Waldorfschule stets am ersten Sonnabend im November zum Handwerkermarkt statt, wie früher üblich, zu einem Adventsbasar einladen: „Dann sind wir außer Konkurrenz.“ Schon am frühen Nachmittag war die Tombola leer gefegt. „Stattdessen verkaufen wir jetzt Mistelzweige“, sagte Kuschur.

Die Kinder der Besucher waren derweil mit ihren Bummelpässen unterwegs. Für fünf Euro erwarteten sie fünf Aktionen: ein Ledersäckchen machen, einer Märchenstunde lauschen, eine Waffel verputzen, ein Moosgärtlein zum Mitnehmen basteln und selbst eine Kerze ziehen. Dafür reihten sie sich auch geduldig in eine lange Schlange ein.

In den Räumen präsentierten einige Handwerker ihr Angebot – so ließ sich schon das erste Schnäppchen für das nahende Weihnachtsfest machen.

Eine pfiffige Geschenkidee hatten die Waldorfschüler der achten Klasse zusammen mit ihrem Lehrer Stephan Berkowitz im Werkunterricht produziert: ein Weinregal, das aus einer Euro-Palette gefertigt ist und nicht nur Platz für Flaschen, sondern auch für die dazu gehörigen Gläser bietet. „Die Idee dazu hatte ein Schüler“, erzählte Stephan Berkowitz. „Die Aufgabe war es, Möbel aus Paletten zu bauen.“ Wer will, kann dieses Weinregal auch jetzt noch in der Waldorfschule erwerben. „Man braucht nur Platz dafür“, berichtete Berkowitz.

Neben all den Geschenkideen, Märchenstunden und der Möglichkeit, Kaffee und Kuchen zu genießen, war der Handwerkermarkt auch eine gute Gelegenheit für Neugierige, die Freie Waldorfschule kennenzulernen. „Wir suchen immer Schüler“, erzählte Kuschur. Und viele nutzten tatsächlich die Chance zu einer ersten Kontaktaufnahme. „Es gab einige Interessierte.“ Die Schule ist unter Telefon 04252/ 909690 zu erreichen.

Der Erlös des Handwerkermarkts komme direkt der Waldorfschule zugute, sagte Tanja Kuschur. Zum Beispiel den Tieren: „Wir haben einen neuen Hühnerstall. Der steht schon, nur die Hühner fehlen noch.“

ine

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