Vorstellung des Konzepts im Bauausschuss

Eine Richtschnur für den Einzelhandel

Br.-Vilsen - „Das Einzelhandelskonzept soll eine Grundlage für die Weiterentwicklung im Ort sein, eine ,Richtschnur für den Einzelhandel‘“, berichtete Torben Döring von der Firma „Stadt + Handel“ mit Sitz in Dortmund. Er stellte das Konzept für den Flecken Bruchhausen-Vilsen am Dienstagabend während der öffentlichen Sitzung des Bauauschusses vor.

„Es gibt vor Ort zwei existierende Einzelhandelsstandorte, die zum einen im Wettbewerb stehen und zum anderen den Einzelhandelsstandort insgesamt stärken. Beide machen den Flecken aus“, erklärte Döring. Nicht nur die Ausschussmitglieder, sondern auch zahlreiche Bürger verfolgten seine Ausführungen aufmerksam. Für die Händlerschaft war Schatzmeister Robert Ehrenbruch im Rathaus dabei.

Die Bestandsanalyse habe ergeben, dass im historischen Vilser Ortskern vor allem kleine inhabergeführte Fachgeschäfte und Dienstleistungsanbieter, wie zum Beispiel Gastronomen, angesiedelt seien. „Diese Mischung wollen wir mit dem Einzelhandelskonzept weiterhin stärken“, betonte Döring. Der Bereich stehe für Erlebniseinkäufe. Die Geschäfte im Fachmarktzentrum Zur Kleinbahn verfügen hingegen über einen hohen Verkaufsflächenanteil, auf dem die Betreiber überwiegend Lebensmittel, Drogerieartikel und Haushaltswaren anbieten. Bei ihnen erfolge der Versorgungseinkauf.

„Bisher gibt es also diese zwei Einzelhandelsstandorte. Nun ist zu überlegen, ob man diese verbinden will oder nicht“, erklärte Döring. Der Bereich zwischen den beiden Polen würde eine Brückenfunktion einnehmen. „Dort dürfen sich laut Gesetz nur Betriebe, die kleiner als 800 Quadratmeter sind, ansiedeln“, berichtete Döring. Wer sich die derzeitige Situation anschaue, merke schnell, dass sich dort aufgrund der Besiedlung keine größeren Firmen niederlassen könnten.

„Ich finde 800 Quadratmeter zu groß. Den Wert sollte man auf 300 Quadratmeter heruntersetzen“, sagte Walter Kreideweiß (Grüne). Für die Riesenflächen sei aufgrund des zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs die Kaufkraft nicht da. „Wir sind an die Gesetze gebunden. Falls wir von denen abweichen wollen, müssen wir unsere Entscheidung begründen. Dann ist allerdings fragwürdig, ob das Steuerinstrument noch rechtssicher ist“, antwortete Döring.

Er regte an, noch einen weiteren Bereich in das Einzelhandelskonzept aufzunehmen: die ehemalige Postfiliale. Seiner Meinung nach sollte das Grundstück mit in den Plan einfließen. „Das ist die einzige Möglichkeit, im historischen Ortskern noch eine Fläche zu reaktivieren.“ Das Gelände mit dem leer stehenden Rewe-Markt würde er hingegen nicht berücksichtigen. Es trage nicht dazu, die beiden Pole zu stärken.

„Wir werden das Konzept in den Fraktionen beraten“, sagte Heinrich Schröder (CDU), Vorsitzender des Bauauschusses. Anschließend beschließt der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen das Konzept, oder auch nicht. Falls er sich dafür entscheiden sollte, folgt anschließend die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange wie Landkreis und Industrie- und Handelskammer sowie die der Bevölkerung.

asc

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