Öko-Test und Stiftung Warentest stellen Mineralwasser auf den Prüfstand

Vilsa überzeugt Tester: „Sehr gut“

Vilsa-Mineralbrunnen setzt auf Mehrweg: Geschäftsführer Henning Rodekohr in der Abfüllanlage des Unternehmens in Bruchhausen-Vilsen.
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Vilsa-Mineralbrunnen setzt auf Mehrweg: Geschäftsführer Henning Rodekohr in der Abfüllanlage des Unternehmens in Bruchhausen-Vilsen.

Br.-Vilsen – Geschäftsführung und Mitarbeiter von Vilsa können stolz sein: Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat zwei Produkte aus dem Mineralbrunnen-Unternehmen in Bruchhausen-Vilsen mit der Bestnote „Sehr gut“ ausgezeichnet.

Zum einen überzeugte die Tester das Produkt „Vilsa naturelle“ in der 0,7-Liter Glasflasche – und zum anderen „Vilsa Medium“ in der PET-Flasche (1,0 Liter). Beide gelten als umweltfreundlich, weil sie über das Mehrweg-System besonders nachhaltig sind.

Auch die Stiftung Warentest hatte Vilsa jüngst die Bestnote „Sehr gut“ erteilt – einerseits für „Vilsa Medium“ in der PET-Flasche (1,0 Liter) und andererseits für „Vilsa medium bio“ in der Glas-Mehrwegflasche (1,0 Liter).

Bei allen überprüfbaren Laborwerten seien mit den Noten 1,1 und 1,0 einwandfreie Ergebnisse erzielt worden, betont die Geschäftsführung in einer Mitteilung über die Testwerte – und stellt klar: „Die nach sehr strengen Richtlinien durchgeführten mikrobiologischen Untersuchungen beider Testmagazine bestätigen damit: Vilsa Mineralwasser ist frei von allen kritischen Stoffen und weist keinerlei Verunreinigungen durch Abbauprodukte wie Pestizide und Süßstoffe auf.“

Das Unternehmen wird bereits in der vierten Generation von der Familie Rodekohr geführt. Die Mineralwasserquelle war 1908 in Bruchhausen-Vilsen entdeckt worden. Sie liegt in den Tiefen der Erde. „Durch die besondere Gesteinsformation wird das unterirdische Wasserreservoir durch mächtige Tonschichten vor äußeren Umwelteinflüssen geschützt“, erläutert das Unternehmen. Das Mineralwasser wird aus einer Tiefe von mehr als 100 Metern gefördert. Heute beschäftigt Vilsa rund 450 Mitarbeiter.

Die aktuellen Bestnoten wertet Geschäftsführer Henning Rodekohr so: „Diese klaren Ergebnisse machen uns sehr stolz und bestätigen, dass Vilsa strengste Qualitätsstandards erfüllt.“ Trotzdem ist die Freude nicht ganz ungetrübt. Denn in der Sensorik, also in der Beurteilung des Geschmacks, erhielten die Vilsa-Produkte bei Stiftung Warentest eine deutlich schlechtere Bewertung. „Visa medium bio“ in der Glas-Mehrwegflasche empfanden die Tester im Geschmack nur als „befriedigend“. Immerhin als „gut“ beurteilten sie „Vilsa medium“ in der PET-Mehrwegflasche (1,0 Liter).

Ähnliche Bewertungen hatte es schon mehrfach gegeben. Das Unternehmen hatte deutliche Kritik an dieser persönlichen Geschmacksbewertung bei Stiftung Warentest geübt – und sieht sich erneut bestätigt: „Obwohl das Wasser von beiden Produkten aus derselben Quelle stammt, wird der Geschmack unterschiedlich bewertet.“

Dass Tester von Stiftung Warentest in diesem Jahr einen angeblichen Kunststoffgeschmack beim Wasser aus der Glasflasche empfunden hätten, erstaunt die Geschäftsleitung sehr: „Es bleibt das Geheimnis der Tester, wie sie zu dem Ergebnis kommen.“ Dagegen basiere das Urteil von Ökotest aus gutem Grund ausschließlich auf eindeutigen Analysen. „Bei unseren Mineralwasser-Tests beurteilen wir die Inhaltsstoffe, die ursprüngliche Reinheit und die Art der Verpackung“, zitiert Vilsa in seiner Mitteilung eine Mitarbeiterin von Öko-Test. Und weiter: „Der Geschmack kann unterschiedlich sein. Er wird auch unterschiedlich wahrgenommen, sodass wir es gern den Verbrauchern überlassen, die eigene Sorte zu finden.“

Sowohl Öko-Test als auch Stiftung Warentest hatten für ihre Tests Vilsa-Mineralwasser in Mehrwegflaschen ausgewählt. Solche aus Glas können bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden, solche aus PET durchlaufen den Mehrweg-Kreislauf immerhin bis zu 30 Mal. Bei Verbrauchern sind PET-Flaschen deshalb beliebt, weil sie deutlich leichter sind als die aus Glas. Zu einem gesamtheitlichen Nachhaltigkeitskonzept gehöre auch, so das Unternehmen, auf nachhaltige Verpackungslösungen zu setzen.

Von Anke Seidel

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