Vilsa und Samtgemeinde kooperieren

Kinderbetreuung: Win-win für alle

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Mediengruppe Kreiszeitung

Br.-Vilsen - Von Mareike Hahn. Die Samtgemeinde und die Firma Vilsa-Brunnen aus Bruchhausen-Vilsen kooperieren in Sachen „betrieblich unterstützte Kinderbetreuung“: Die Samtgemeinde möchte künftig in ihren Kindertagesstätten Plätze für die Kinder von auswärts lebenden Vilsa-Mitarbeitern freihalten – im Gegenzug soll das Unternehmen ins Portmonee greifen, wenn es diese Plätze denn auch belegt.

Eine gute Idee, fanden die Mitglieder des Sozialausschusses während der jüngsten Sitzung und empfahlen einmütig, einen entsprechenden Vertrag abzuschließen. Das letzte Wort hat der Samtgemeinderat, der morgen ab 19 Uhr öffentlich im Rathaus tagt.

„Für viele Betriebe rechnet sich eine eigene Kindertagesstätte nicht. Sie kaufen sich lieber ein und buchen Belegplätze“, sagte Cattrin Siemers, Ressortleiterin Bildung im Rathaus. Genauso wolle es Vilsa machen, um sicherzustellen, dass auch für die Kinder der außerhalb der Samtgemeinde wohnenden Beschäftigten ausreichend Kindergarten- und Krippenplätze vor Ort zur Verfügung stehen. Einen rechtlichen Anspruch darauf haben nur Eltern aus der Samtgemeinde.

„Wir reservieren maximal zwei Plätze pro Einrichtung, und wenn Vilsa sie nicht braucht, gehen sie zurück“, erklärte Cattrin Siemers. „Dafür zahlt Vilsa, wenn die Plätze genutzt werden, zusätzlich zu den Kindergarten-Gebühren der Eltern noch einmal die Hälfte dieses Betrags oben drauf.“

Ein Modell, das nach Cattrin Siemers‘ Ansicht nicht auf Vilsa beschränkt, sondern auch für andere Firmen offen sein soll. „Wir wollen unsere Kindertagesstätten ausgelastet haben, und das ist auch eine Art Wirtschaftsförderung“, sagte sie. „Es ist gut, wenn die Frauen früh wieder zur Arbeit gehen können.“

Sollten durch diese oder ähnliche Kooperationen irgendwann zusätzliche Gruppen eingerichtet werden müssen, „müssten wir gucken, ob wir auch Investitionszuschüsse verlangen“, ergänzte die Rathaus-Mitarbeiterin. Das sei aber derzeit nicht absehbar.

Dass weder für die heimischen Eltern noch für die Samtgemeinde Nachteile entstehen, machte Siemers auf Nachfrage von Torsten Tobeck (Unabhängige Wählergemeinschaft) deutlich. Die Firma Vilsa müsse jeweils bis zum 1. April angeben, wie viele Kindergarten- und Krippen-Plätze sie zum neuen Kindergarten-Jahr brauche, und vor diesem Datum bekämen auch die Eltern keine Zu- oder Absage für einen Platz. Es bestehe also nicht die Gefahr, dass jemand vorher abspringe und die freigehaltenen Plätze verfallen, weil Vilsa sie doch nicht benötige.

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