Samtgemeindebürgermeister nimmt große Verunsicherung wahr

„Viele, viele Telefonate“

Nicht einmal zum Gottesdienst darf man während der Corona-Krise gehen. An der Vilser Kirchentür finden sich Botschaften zum Mitnehmen.

Samtgemeinde - Von Anne-katrin Schwarze. „Die Rückmeldungen aus den Räten und aus der Bevölkerung sind durchweg positiv“, äußerte sich Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann gestern im Rahmen einer „Pressemitteilung zur Lage“. Das Rathaus und alle gemeindlichen Einrichtungen sind seit Montag geschlossen, das Team um den Verwaltungs-Chef ist in zwei Gruppen aufgeteilt, die nicht aufeinandertreffen, Besuche im Rathaus hat er nur nach vorheriger Anmeldung zugelassen.

„Die Bürgerinnen und Bürger halten sich zum größten Teil an unseren Appell, sich nur mit den wirklich dringenden, keinen Aufschub duldenden Anliegen an uns zu wenden. Dafür möchte ich mich auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich bedanken“, betont er.

In den „vielen, vielen Telefonaten“ der vergangenen Tage nehme er jedoch „eine gewisse Verunsicherung“ in der Bevölkerung zum Umgang mit den ergangenen Verfügungen wahr. „Meine Bitte an uns alle ist, dass wir uns in dieser wirklich schwierigen Situation stringent an die gesetzten Regeln halten und im Zweifelsfall auf die geplante Aktivität verzichten“, appelliert er an die Bewohner der Samtgemeinde.

„Die sozialen Kontakte müssen auf das absolute Minimum reduziert werden, um die Ausbreitung des Coronavirus nachhaltig einzudämmen“, sei er mit den Experten einer Meinung.

Wie berichtet, hat sich innerhalb der Verwaltung bereits vor einer Woche ein Krisenstab gebildet, der sich derzeit täglich treffe, um die neuesten Entwicklungen zu beobachten und die geeigneten Maßnahmen zu koordinieren. „Darüber hinaus erfolgt ein regelmäßiger Austausch mit dem Führungsstab der Feuerwehr.“

Die Sitzungen der politischen Gremien in der Samtgemeinde und den Mitgliedsgemeinden seien zunächst bis Ende April abgesagt, teilt er weiter mit. „Wir werden wichtige Beschlüsse, soweit möglich, im Umlaufverfahren oder in Abstimmung zwischen der Verwaltung und den Bürgermeistern und/oder Fraktionsvorsitzenden „auf dem kurzen Dienstweg“ herbeiführen, habe er mit den politisch Verantwortlichen abgesprochen.

Wie alle Kommunen, bietet auch die Samtgemeinde Eltern in Berufen der sogenannten kritischen Infrastruktur die Möglichkeit, ihre Kinder in den Tagesstätten betreuen zu lassen (wir berichteten).

Diese „Notbetreuung“ laufe seit Mittwoch reibungslos. Insgesamt würden an den zentralen Standorten in Asendorf und Schwarme derzeit sieben Kinder betreut. Vier weitere Kinder seien in der Obhut von Tagesmüttern.

Hotlnes

Das Niedersächsische Sozialministerium hat die Samtgemeinde darüber informiert, dass die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) Niedersachsen die „Corona-Hotline des Landes Niedersachsen“ eingerichtet hat. Dort werden Fragen rund um den Gesundheitsschutz und zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2 beantwortet. Experten sind über diese Hotline montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr zu erreichen:

Telefon 0511 / 4505-555

Sämtliche Allgemeinverfügungen des Landkreises Diepholz sind sowohl auf der Internetseite des Landkreises (www.diepholz.de) als auch auf der Homepage der Samtgemeinde (www.bruchhausen-vilsen.de) nachzulesen.

Der Krisenstab der Samtgemeinde ist über die Telefonnummer 04252 / 391-311 zu erreichen.

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