Es bleibt bei Tempo 80

Verkehrskommission begutachtet erneut L202 zwischen Bruchhausen und Martfeld

Die Verkehrskommission befasst sich eingehend mit der Situation in der L202 (von links): Matthias Klausing und Insa Twietmeyer von der Samtgemeinde, Saskia Vullriede, Leiterin des Fachdienstes Straßenverkehr beim Landkreis, mit ihrer Kollegin Eva Wätje, Frank Dannemann von der Vilser Straßenmeisterei, Sachgebietsleiter Thomas Rödel von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Volker Töllner vom Landkreis und Wolfgang Rehling von der Polizei.
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Die Verkehrskommission befasst sich eingehend mit der Situation in der L202 (von links): Matthias Klausing und Insa Twietmeyer von der Samtgemeinde, Saskia Vullriede, Leiterin des Fachdienstes Straßenverkehr beim Landkreis, mit ihrer Kollegin Eva Wätje, Frank Dannemann von der Vilser Straßenmeisterei, Sachgebietsleiter Thomas Rödel von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Volker Töllner vom Landkreis und Wolfgang Rehling von der Polizei.

Martfeld – „Es bleibt bei Tempo 80.“ Zu diesem Schluss kam am Dienstag die Verkehrskommission, die sich auf Bitten der Gemeinde Martfeld erneut eingehend mit der Situation der Landesstraße 202 zwischen Bruchhausen und Martfeld beschäftigte.

In anderen Orten habe man mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkilometer gute Erfahrungen gemacht. „Auch hier wollen wir weiter beobachten, wie der Verkehr mit dieser Höchstgeschwindigkeit funktioniert“, sagte Volker Töllner von der Verkehrsbehörde des Landkreises.

Seit Einführung der 80er-Zone vor etwa einem halben Jahr sei es zu keinem Unfall gekommen, begründete er gegenüber Matthias Klausing und Insa Twietmeyer, die für die Verwaltung der Samtgemeinde an der Bereisung teilnahmen und die Bitte des Marfelder Gemeinderats vorbrachten.

„Tempo 80 ist nicht oft zu finden und daher ungewöhnlich, das fällt dem Verkehrsteilnehmer auf, und er ist aufmerksamer“, wiederholte Wolfgang Rehling von der Polizei-Inspektion Diepholz beim Ortstermin seine Argumente dafür, dass die Geschwindigkeit Anfang des Jahres in einigen Passagen sogar heraufgesetzt wurde. Von Bruchhausen kommend gilt jetzt nahezu durchgehend Tempo 80. Vorher wechselten sich 50, 70 und 100 Stundenkilometer als erlaubte Höchstgeschwindigkeiten ab. „Niemand wusste mehr, wie schnell er im Moment eigentlich fahren durfte“, meinte Volker Töllner.

„Tempo 80 kommt selten vor, das fällt auf, darüber sprechen die Leute“, argumentiert Rehling für die Entscheidung, die vor Ort für zahlreiche kritische Stimmen und Leserbriefe gesorgt hatte. Dass in der Kurve von Martfeld kommend kürzlich das erlaubte Tempo auf 60 augenscheinlich erhöht wurde, soll denselben Effekt auf die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer haben, erklärte Rehling.

Die Kommission aus Vertretern der Verkehrsbehörde des Landkreises, der Straßenbaubehörde, der Polizei und der Samtgemeinde einigte sich außerdem auf einen Standort für den stationären „Blitzer“. Die Gemeinde Martfeld hatte vorgeschlagen, das Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung auf Höhe der Gaststätte Kastanie in Hollen zu versetzen. „Wir besprechen den jetzt bestimmten Standort zunächst in den zuständigen politischen Gremien“, ließ Matthias Klausing das Ergebnis zunächst offen.

Der Standort eines Blitzers orientiere sich am Unfallgeschehen, nicht an politischen Wünschen, führte Wolfgang Rehling aus. Eine Geschwindigkeitsüberprüfung wirke sich auf einen Umkreis von 500 Meter aus. „Daher müssen die Geräte präzise positioniert werden“, sagte Wolfgang Rehling.

Die Verkehrskommission überprüft im Zwei-Jahres-Rhythmus alle Kreis-, Landes- und Bundesstraßen im Landkreis und stellt sicher, dass auf diesen etwa 1 000 Kilometern Straße alle Schilder gut erkennbar sind und an der richtigen Stelle stehen. „Wir sind seit zehn Jahren bemüht, den Schilderwald zu lichten“, erklärt Volker Töllner einen Anlass der Bereisung, die jetzt an sieben Tagen im gesamten Landkreis stattfindet. Wo möglich, würde ein Überholverbot durch Markierungen auf der Straße angezeigt und nicht mehr zusätzlich durch ein Verkehrszeichen.

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