Ahnenforscher aus dem Kreis Hoya suchen Gleichgesinnte

Verein für Familienkunde gegründet

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Hobby-Ahnenforscher (von links): Hermann Hamann, Henns Harries, Dr. Heinz-Dieter Böcker, Christiane Wimmer, Uwe Segelke, Thilo Stadler, Johann Meyer und Wiltraut Meyer.

Martfeld - Eines haben sie gemein: Die Geschichte von Familien fasziniert sie. Und schon lange nicht mehr ausschließlich die Historie der eigenen Vorfahren. Deswegen haben jetzt acht Familienforscher einen neuen Verein aus der Taufe gehoben: die Gesellschaft für Familienkunde im Kreis Hoya.

„Wir sind mittlerweile zehn Mitglieder“, erzählt Henns Harries, der Vorsitzende des Vereins. „Wir wollen uns untereinander vernetzen, nicht alles doppelt und dreifach raussuchen und gemeinsame Publikationen und Forschungsarbeiten angehen.“ Die Familienforscher stammen aus Bücken, Schwarme, Verden, Achim, Dörverden, Hoyerhagen, Bruchhausen-Vilsen und Martfeld. Vereinssitz ist Martfeld.

Die Ahnenforschung sei ein mittlerweile weit verbreitetes Hobby, weiß Henns Harries, der selbst viel Zeit mit dem Stöbern in Geschichte verbringt. „Für Martfeld, Blender, Oiste und Intschede mache ich die Kirchenbuchauszüge“, nennt er ein Beispiel für seine Aktivitäten. Viele Kirchengemeinden hätten heute niemanden mehr, der sich darum kümmere. 

So entstand auch die Idee, dass die Mitglieder des frisch gegründeten Vereins sich um ein neues Feld bemühen: „Wir arbeiten an Ortsfamilienbüchern.“ Dazu werten die Aktiven die Daten der Kirchenbücher aus. Dies soll immer im Einverständnis mit der jeweiligen Kirchengemeinde geschehen. „Denn immerhin stellen sie uns die Forschungsgrundlagen zur Verfügung.“

Eine weitere Idee ist die Auswertung von – aus heutiger Sicht – Kuriositäten aus den Kirchenbüchern. Es gibt viele Ideen, denen sich der Verein widmen will.

Und dass das Hobby Familienforschung junge und ältere Menschen gleichermaßen fasziniert, beweist die Altersstruktur des neuen Vereins. „Wir sind zwischen Mitte 20 und Mitte 60“, sagt Henns Harries. Gemein haben die Mitglieder die Faszination für Familienzusammenhänge. 

„Erst fängt man mit der eigenen Familie an, guckt, von welchen Höfen die Leute gekommen sind. Dann macht man das für Freunde und stellt irgendwann fest: Wir sind doch alle irgendwie miteinander verwandt“, erzählt der Familienforscher aus Martfeld.

Für ihn und seine Mitstreiter ist das ein Hobby. „Ein Honorar dürfen wir für unsere Arbeit nicht nehmen.“ Auch konkrete Forschungsaufträge würden die Vereinsmitglieder nicht annehmen. Dafür aber geben sie Hinweise und Tipps oder machen Interessierten ihre bereits gesammelten Daten zugänglich.

Und die Gesellschaft für Familienkunde im Kreis Hoya freut sich über Zuwachs: „Wir suchen weitere Ahnenforscher, die bei uns mitmachen wollen“, sagt Henns Harries. Kontakt über Telefon 04255/982058 oder per E-Mail an henns.harries@gmx.de.

ine

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